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Termine |
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Ambiente 2012
10. - 14.02.2012
in Frankfurt
Stand 4.1 B50
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INTERGASTRA 2012
11. - 15.02.2012
in Stuttgart
Halle 4 Stand D 51
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Pro Wein 2012
04. - 06.03.2012
in Düsseldorf
Halle 4 / Stand G 02
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Wir sind zertifiziert |
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Umweltmanagement Regelmäßige freiwillige Überwachung nach ISO 14001 |
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Weintipp |
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Der Weintipp für Januar
…kommt dieses Mal von Philipp Hettich, Geschäftsführer Weingut Salwey in Oberrotweil - zur Zeit noch Mitglied des Sommelier Junior College. Philipp kommt aus einer alten Weinbaufamilie in Bahlingen am Kaiserstuhl und absolvierte - nach dem Abitur - eine Lehre zum Restaurantfachmann im Freiburger Colombi Hotel. Im Jahr 2007/2008 arbeitete er als Chef de rang im Gourmet Restaurant der Hans Herzog Winery in Marlborough, Neuseeland. Nach Praktika bei Bernhard Huber in Malterdingen und auf Schloss Ortenberg, studierte er internationale Weinwirtschaft in Geisenheim. Seine Position im Weingut Salwey hat er erst im Jahre 2011 eingenommen.
Sein Weintipp:
2006er Spätburgunder "Baron Philipp"
Weingut Freiherr von Gleichenstein, Oberrotweil
Das Weingut der Familie besitzt eine lange Familientradition. Doch erst in den letzten Jahren, seit Johannes von Gleichenstein die Leitung übernahm und kompromisslos auf Qualität setzt, drängte sich das Weingut wieder in den Fokus der Weinwelt. Dabei wird Johannes von seinem Oenologen Odin Bauer unterstützt, ein absoluter Rotweinfanatiker. Odin ist offen für neue oder traditionelle Arten der Weinbereitung und alternative Methoden der Traubenerzeugung. Diese werden ausprobiert und danach auch mutig, gekonnt und mit Verstand angewendet.
Wanderten die Trauben vom Fuße des Oberrotweiler Eichbergs früher in einfachere Qualitäten, entsteht heute aus ihnen der "High-End Wein" Baron Philipp.
Der Eichberg gehört seit jeher zu den Spitzenlagen im inneren Kaiserstuhl - allerdings auch zu seinen heißesten. Er stellt einen Kegel dar, der von Südosten nach Südwesten exponiert ist. Die Parzellen des Baron Philipp stehen am Fuße des Eichbergs auf Vulkanverwitterungs- und Vulkanascheboden. Alte Rebbestände, Triebzahlreduzierung, Traubenhalbierung, Freistellung der Traubenzone und natürlich strenge Traubenselektion bei der Lese sind die entscheidenden qualitätsfördernden Maßnahmen. Das Faszinierende an diesem Wein ist jedoch, dieser Konzentration eine belebende Säure sowie ein weiches Tanningerüst zu geben. Odin Bauer vergärt einen Teil der Trauben mit den Rappen. Das bringt dem Wein weitere Tannine und erweitert das Aromenspektrum. Auch in einem schwierigen, fäulnisbedrohten Jahr wie 2006, gelingt ihm mühelos ein facettenreicher, mineralischer und eleganter Burgunder, der seinen ambitionierten Preis zu 100% wert ist.
Der 2006er zeigt jetzt weiche Gerbstoffe, gut eingebundene Säure, angenehme Süße und sorgt mystisch für leere Gläser auf den Tischen.
Man könnte diesen Wein durchaus dekantieren, ich empfehle jedoch die Entwicklung, die der Wein nach dem Öffnen durchmacht, im Glas zu verfolgen.
Das Aroma ist einprägsam! Egal zu welcher Tageszeit Sie ihn trinken, werden Sie Aromen von Kirsche, reifer Erdbeere, Zedernholz, Toffee, Menthol und Trüffel entdecken.
Speisenempfehlung:
Mit Leber verfeinertes Kaninchenragout, dazu Weißbrot.
Geräucherte Taubenbrust mit Pfifferlingen und Rosmarinpolenta.
Glasempfehlung:
Spiegelau Authentis Rotwein Ballon
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Ute Wiedenhöft, gelernte Hotelfachfrau und IHK geprüfte Sommelière, ist sehr verbunden mit Ihrer Heimat Unterfranken. So begann sie mit einer Ausbildung im Hotel Restaurant Ölmühle in Mömbris und arbeitete anschließend 8 Jahre im Hotel Käfernberg in Alzenau. In dieser Zeit absolvierte sie auch den Sommelier Kurs bei der IHK Koblenz. Nach einem kurzen Abstecher in den hohen Norden als Restaurantleiterin und Sommelière im Restaurant Lüneburg Haus, holte sie sich neue Erfahrungen im Weinhandel im Weinhaus Gruber in Frankfurt.
Seit 2001 arbeitet sie nun schon als Restaurantleiterin und Sommelière im Restaurant und Hotel Haus Zeller in Kahl am Main.
Mein Weintipp:
2007 Spätbugunder Centgrafenberg GG vom Weingut Rudolf Fürst in Bürgstadt
Dieses sehr traditionelle Weingut wird nachweislich seit dem Jahr 1638 von der Familie Fürst betrieben. 1979 wurden in den Weinbergen des Centgrafenberges von Paul und Monika Fürst die neuen Gutsgebäude errichtet. Mit ca. 19 ha wird dies unter der Leitung von Paul Fürst im Weinberg und Sebastian Fürst im Keller geleitet. Die Gute Seele im Verkauf ist Monika Fürst mit ihren Mitarbeitern.
Der Centgrafenberg - hier wachsen die Reben auf einem Areal mit ca. 11ha - befindet sich in bester und reiner Südlage. Der Boden - bestehend aus Verwitterungsböden mit Bundsandstein und mit einer strengen Tonlage im Untergrund, ist ein idealer Standort für den Spätburgunder. Spätburgunderreben werden in diesen hitzigen Böden schon seit Jahrhunderten angebaut. Auch das milde Klima im Talkessel von Miltenberg schafft hierfür weitere ideale Bedingungen.
Eine naturgemäße Bewirtschaftung der Weinberge, reduzierte Erträge, aufwendige Laubarbeiten, gestaffelte und selektive Traubenlese, ein im Keller langer schonender Weinausbau im Holzfass, sind der Garant für diese einzigartig hohe Qualität des Weines.
Die Gärung wurde für ca. 3 Wochen in offenen Holzbottich vollzogen und der Wein reifte ca. 18 Monate im kleinen Holzfass. Die Farbe des Weines ist Rubinrot mit leicht bräunlicher Färbung.
Mein erster Eindruck vom Wein im Glas, ohne es geschwenkt zu haben, erinnert mich an reife, rote Früchte, wie Johannisbeeren und Erdbeeren. Florale Aromen kommen mir entgegen. Durch das Schwenken des Glases kann man erkennen, dass der Wein eine hohe Viskosität aufweist, das Bukett verändert sich durch den Luftkontakt komplett. Der Wein riecht jetzt nach Pflaume, Weichselkirsche und erdigen Aromen.
Fast hat man das Gefühl, man läuft über ein Weihnachtsmarkt und nimmt den Duft von gebrannten Mandeln und den Gewürzen auf, wie Zimt, Nelke, Wachholder. Ein vielschichtiger Wein von fleischig, pfeffriger Art. Auch Granatapfel, Orangenzeste und Schokolade kann man erahnen.
Der Spätburgunder Centgrafenberg GG mit seiner mineralischen Art, macht Lust auf den ersten Schluck. Im Mund spiegeln die die Aromen, die ich im Glas entdeckt habe wieder. Reife Pflaume, Kirsche und die Würzigkeit, die mich jetzt an leicht geräucherten Speck erinnern lässt. Die Säure ist präsent und gibt dem Wein eine gewisse Frische und Eleganz. Die mineralische Art des Weines lässt eine Salzigkeit spüren. Die Tanninstruktur ist fein körnig, gut eingebunden und samtig. Ein sehr eleganter Spätburgunder mit viel Kraft, Power und einem ausgesprochen langen Nachhall. Je mehr Sauerstoff der Wein bekommt umso vielschichtiger wird er. Das Bukett verändert sich bei jedem Schwenken des Glases und es macht viel Freude diesen Wein zu genießen. Für mich ein Wein von großer Winzerkunst, ein nicht alltäglicher Spätburgunder sondern ein Wein für Festtage. Ein Wein den man jetzt schon trinken kann, der aber noch Potenzial für weitere Jahre hat.
Meine Speisenempfehlung:
Hirschkarré - rosa gebraten,
Kartoffel-Backpflaumenstrudel, Rosenkohlblättern und einer Gewürzjus
Meine Glas Empfehlung
Zum Belüften des Weines würde ich den Dekanter aus der Spiegelau Glasserie "Hybrid" wählen und den Rotwein Ballon aus der gleichen Linie.
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Weintipp für November von: Vanessa Wolf
Den Beruf der Restaurantfachfrau erlernte Vanessa Wolf in einem kleinen Familienbetrieb in Ihrer Heimat Nordrhein Westfalen.
Danach folgte eine typische Laufbahn in der gehobenen Gastronomie.
Zu Ihren Stationen gehörten Steinheuers Restaurant "Zur Alten Post" an der Ahr und die Speisemeisterei in Stuttgart, wo Ihr Interesse für Wein geweckt wurde.
Danach zog es sie zum Ketschauer Hof in die Pfalz und zum Capital Hotel nach London, wo sie jeweils als Commis Sommelière arbeitete.
Während des darauf folgenden Aufenthaltes in Berlin, schloss sie den Lehrgang zur IHK geprüften Sommelière mit Erfolg ab.
Im Jahr darauf wechselte sie in die Schweiz, um im Park Hotel Weggis als Sommelière tätig zu sein.
Seit Mai diesen Jahres arbeitet Sie bei Baur au Lac Vins in Zürich und absolviert zur Zeit die Weiterbildung zur Weinakademikerin.
Bis Oktober 2011 war sie Mitglied des Sommelier Junior College.
Hier ihr Weintipp:
2007 NOI (Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot) San Patrignano, Emilia Romagna - Italien
"San Patrignano" liegt am südlichen Rand der Emilia Romagna. Das 2000-Seelen-Dorf "San Patrignano" ist kein gewöhnliches Dorf, sondern dient heute als
"Community für das Leben" und gliedert ehemalige Drogenabhänige wieder in die Gesellschaft ein.
Unter San Patrignano sind 50 verschiedene Betriebe beheimatet, hervorzuheben dabei ist eindeutig das Weingut. Dieses Projekt wird ausschließlich durch Spenden
finanziert und ist nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen.
Verantwortlicher Winemaker ist einer der bekanntesten Önologen Italiens, Riccardo Cotarella, dessen Weine regelmäßig hoch ausgezeichnet werden.
Die Reblagen von San Patrignano sind 5km von Rimini entfernt und liegen zwischen dem Gebirge von San Marino und der Adriaküste. Dieses gute Mikroklima wirkt sich sehr günstig auf die Traubenqualität aus. Die Trauben des NOI werden von Hand gelesen und der Ausbau des Jungweins findet zum Teil in Tonneaufässern und Barriques statt. Zusätzlich reift der Wein einige Monate auf der Flasche, bevor er in den Verkauf kommt.
Der Wein präsentiert sich in einem dunklen Rubinrot. In der Nase finden sich Aromen von dunklen Früchten, Beeren, Lakritze und Anklänge von Tabak und Zimt. Am Gaumen wirkt der Wein sehr voll, Vanille und gut eingebundene Holznoten runden den Wein mit langem Finale ab.
Ein ausdrucksstarker Wein, mit Reifepotenzial von 6 - 8 Jahren.
Speisenempfehlung:
Hirschfilet im Gewürzmantel gegart mit Mohnschupfnudeln, Rotkraut und Süssholzjus.
Trink- und Glasempfehlung:
Eine Stunde vorher öffnen, bzw. dekantieren
Bordeauxgläser
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Unseren Weintipp im Monat Oktober erhalten Sie von Jenny Kunaschk, stellvertretende Restaurantleiterin des „Buddenbrooks“ im Grand Spa Resort A-ROSA Travemünde, IHK geprüfte Sommelière
Jenny Kunaschk, Jahrgang 1979, obwohl schon lange in der Gastronomie tätig, beschäftigt sich
erst seit einigen Jahren intensiver mit dem Thema Wein. Tiefe Einblicke in die faszinierende Welt
des Weines bekam sie von 2007 bis 2010 als Commis Sommelier in der „Krone Assmannshausen“
unter Leitung von Mâitre Jan Kalita. Dort eignete sie sich ein umfangreiches Wissen an, das durch
einen wöchentlichen Praktikumstag beim Weingut August Kesseler in Assmannshausen
abgerundet wurde. Im September 2010 legte sie die Prüfung zum IHK geprüften Sommelier in
Koblenz ab. Im Dezember gleichen Jahres trat die Wein-Debütantin ihre erste Sommelier-Stelle im
„Buddenbrooks“ Restaurant im Grand Spa Resort A-ROSA Travemünde an, unter der Leitung von
Sternekoch Christian Scharrer und der Restaurantleiterin Nathalie Meyer.
An der Ostsee angekommen, fühlt sich Jenny Kunaschk im „Buddenbrooks“ mit Ihrer neuen
Aufgabe sehr wohl. Besondere Freude hat sie daran, die hervorragenden Gerichte aus Christian
Scharrers Sterne-Küche mit ausgesuchten Weinen zu begleiten und die Gäste zu begeistern.
MEIN WEINTIPP:
2009 „Durbacher Schloss Grohl“, Sauvignon Blanc Spätlese trocken,
Gräflich Wolf Metternich’ sches Weingut, Baden, Durbach
Das älteste Weingut in Durbach, das bereits 1381 zum ersten Mal im Zusammenhang mit
Weinbau erwähnt wurde, hat bereits 1836 die heimischen Rebsorten durch den Sauvignon Blanc
ergänzt. Wobei die Rebsorte bis 1973 noch als „Weißer Bordeaux“ bezeichnet wurde. Bei einer
Sitzung der französischen Adelskammer in Paris kam es dazu, dass Ernst Maximilian Zorn von
Bulach mit dem Schlossgut Château d’ Yquem Traminer-Reben gegen Sauvignon Blanc
tauschte. So hielt diese bordelaiser Spezialität Einzug auf den kleinen Terrassen mit
Granitverwitterungsgestein. Heute ist das Schloss Grohl alleinige Lage des Weingutes. Bis heute
arbeitet das Weingut mit den Orginalklonen vom Château d’ Yquem.
Der Wein zeigt sich in hellem gelb mit grünlichen Reflexen, ist klar und von schillernder Brillanz. Die
Viskosität deutet auf eine mittlere Struktur hin. Beim Schwenken des Glases entfalten sich Aromen
von Holunderblüten und Stachelbeeren, wobei die floralen Aromen eher vordergründig sind. Das
Ganze ist ummantelt von einer herben Frische, die mich an Limettenschale erinnert. Dass die
typischen grasigen Noten beim Sauvignon Blanc bei diesem Wein fehlen, ist genau das, was ihn
für mich so einzigartig macht. Im Gaumen kommen die Fruchtaromen voll zur Geltung,
außerdem animiert die knackige, belebende Säure dazu, ein weiteres Glas zu genießen. Die
zarte Mineralität rundet das Gesamtbild ab.
Speisenempfehlung: Auch im Nachhall beweist dieser Wein aufgrund seiner Struktur, dass er
hervorragend als Speisenbegleiter einsatzfähig ist. Ich würde ihn gerne zu einem
Taschenkrebstatar mit Limone und Avocado genießen. Der Reifepunkt ist für den derzeitigen
Genuss ideal, wobei dieser Wein auch in den nächsten ein bis zwei Jahren noch großes
Trinkvergnügen bereiten wird.
Glasempfehlung: Die Glaswahl fällt bei mir auf ein mittelgroßes, das die Frucht und den Ausdruck
des Weines voll zur Geltung bringt. Zum Beispiel den Rotweinkelch aus der Serie Grand Palais.
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Unseren Weintipp im Monat September erhalten Sie von Christine Balais, Assistentin des Vorstandes der SU, IHK-Geprüfte Sommelière und selbstständig als freiberufliche Sommelière unter CB Weinberatung.
Die gebürtige West-Französin lebt seit 1977 in Deutschland und gehört zweifellos zu den bekanntesten Sommeliers der deutschen Weinszene. Ihr umfangreiches Weinwissen hat sich Christine Balais in spannenden Lehr- und Wanderjahren in der gehobenen Gastronomie zugelegt. Als eine der ersten Frauen legte sie ihre Prüfung zum Sommelier vor der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt ab. Mit ihrer Selbständigkeit als freiberufliche Sommelière folgte der erfolgreiche Sprung ins kalte Nass. Ihr Lieblingsthema ist "natürlich" Frankreich, ihre Arbeitsschwerpunkte sind Weinseminare, Organisation von Weinproben, Präsentationen, Moderationen von Veranstaltungen, Beratung für Gastronomie und Handel, (Sortimentsgestaltung, Weinkarten, Mitarbeiterschulungen). Neben ihrer Arbeit im Vorstand der Sommelier Union Deutschland engagiert sie sich in vielen Verkostungsjurys, ganz besonders in der Nachwuchsförderung der jungen Sommeliers und bei Sommelier-Wettbewerben. Mit feinfühligem Charme organisiert sie erstklassige Weinreisen, nicht nur in ihre Heimat, sondern in fast alle Anbaugebiete der gesamten Weinwelt.
Als Bretonin ist sie mit Loire-Weinen groß geworden. So gab es vor vielen Jahren die Möglichkeit, mit dem Dachverband" Interloire" zusammen zu arbeiten. Als "Riesenprojekt" steht jährlich die Prowein an, wo sie 3 Tage lang, alle Winzer, die auf der Messe präsent sind, mit jeweils einem Wein vorstellt. Bei diesen Präsentationen bilden die einzelnen Appellationen der Loire den Rahmen. Um diese Auswahl vorzubereiten, besucht sie jedes Jahr Anfang Februar die große Loire-Messe, den Salon des Vins de Loire in Angers. Oft wird sie von "wissbegierigen" Sommeliers aus Deutschland begleitet.
Es ist nicht nur ein Stück Heimat, weshalb sie sich gerade an der Loire so wohl fühlt. Sie schätzt fruchtige, rassige Weißweine, diese Palette ist groß im Loiretal. Dabei hat sich in die Rebsorte Chenin Blanc verliebt, die eine auserlesene Auswahl bietet.
Weintipp
2008er Turonien von Château Gaudrelle, A.O.C. Vouvray - Loire, Frankreich
Die Weißweintraube Chenin Blanc, auch Pineau de la Loire genannt, hat ihren Ursprung im 10. Jahrhundert an der Loire. Durch die späte Reife passt sie sich den verschiedenen Mikroklimata des Anjou-Saumur und der Touraine sehr gut an und erzeugt eine große Bandbreite an Aromen durch diverse Terroirs. Chenin Blanc eignet sich als Basiswein für Schaumweine, bringt rassige trockene Weißweine, halbtrockene und liebliche Weine, wie auch große Edelsüßweine hervor. Sensationell ist das Lagerpotenial von Chenin Blanc: Gereifte Vouvray sind ein Erlebnis.
Die Appellation ist mit nur 2.000 Hektar eine der kleinsten an der Loire. Sie liegt nur einen Steinwurf von Tours entfernt, in Richtung Amboise, am rechten Ufer. Schon 1936 gehörte Vouvray zu den ersten AOC Frankreichs.
Château Gaudrelle wurde im 17. Jahrhundert gegründet - ursprünglich als feudales Landhaus. Das Weingut umfasst heute 20 Hektar Rebfläche in der A.O.C. Vouvray und ist seit 1931 im Besitz der Familie Monmousseau. Seit dem Sommer 2010 ist der neue Felsen-Keller geöffnet, direkt im Hang am Ufer der Loire, in Rochecorbon: sicher einen Besuch wert! Auf lehm- und kalkhaltigem Boden gedeiht hier ausschließlich die Vouvray-Königin Chenin Blanc. Die Reben des Weingutes sind durchschnittlich 35 Jahre alt und liefern nur 45 Hektoliter pro Hektar, was dem Niveau einer Cru Weinlage alle Ehre macht. Alexandre Monmousseau ist ein Kämpfer und eine sehr sympathische, engagierte Persönlichkeit. Er legt großen Wert auf einen terroir-typischen Ausbau. Besonders die Bodenbeschaffenheit soll sich in seinen Weinen widerspiegeln. So auch der Name seines trockenen Weines "Turonien": Es sind Ammoniten und Belemniten, die aus einer Zeit von vor 200 Mio. Jahren stammen, als die Loire noch ein Meeresarm war. Diese Fossilien findet man in seinen Weinbergen. Riecht man am Fossil, erkennt man Aromen von Muscheln oder Jod, die sich später auch im Wein wieder finden. Der Wein wird nach modernsten Kriterien im Edelstahltank ausgebaut. Als "sec tendre" liegt er von Oktober bis zum Frühjahr auf der Feinhefe ("sur Lie", eine Machart, die im ganzen Loire-Tal praktiziert wird). Dies macht den Wein runder, haltbarer und einzigartig.
Speisenempfehlung
Der Vouvray "Turonien" 2008 ist zum Begleiter von Meeresfrüchten und Fischgerichten mit Saucen geradezu prädestiniert. Ich bevorzuge heute ein altes Rezept aus der Region namens "La Beuchelle à la Tourangelle", eine cremige Mischung aus Kalbsbries und Kalbsnierenstücken, gekocht mit Pilzen (Champignons, Morcheln), alles mit etwas Käse gratiniert.
Keine leichte Aufgabe für einen Wein, der viele Qualitäten mitbringen muss: Vielschichtigkeit, Balance, Struktur und Länge. Der "Turonien" bringt alle diese Eigenschaften mit. Ansprechend hellgelb mit grünlichen Reflexen, der Duft ist floral, erinnert an weiße Blüten, mineralisch fast rauchig mit Feuersteinnoten, fruchtig mit Zitrus- und Sommerfrüchten, sowie zarten exotischen Noten. Seine saftige Frucht von Mirabelle, Ananas und Birnen, gepaart mit hefigen und salzigen Noten, füllt den Gaumen. Seine Säure und Mineralität bringen Frische und Anregung, die Kraft und die Länge des Weines mit seiner seidigen Struktur bieten einen rassigen Partner und damit eine ideale Ergänzung zu diesem Gericht.
Glasempfehlung
Authentis Weissweinkelch
Seit Jahren bin ich von dieser Serie überzeugt. Das Weißweinglas ist ideal und stimmig, groß genug, praktisch und schön. Das Größenverhältnis zwischen Stiel und Kelch stimmt: man kann wunderbar den Wein schwenken, seine bauchige Form lässt den Wein atmen und sich entfalten. Der hohe Rand, der sich leicht verjüngt, bewahrt die ganze Aromatik des Weines.
Der Wein kann im Glas seine Frische entfalten, die mineralischen Noten kommen stärker zur Geltung. Gleichzeitig bleiben Frucht und Säure in einem ausgewogenen Verhältnis.
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von Philipp Pudenz, Geschäftsführer Hotel Bad Minden.
Philipp absolvierte seine gastronomische Grundausbildung im Romantik Hotel Bellevue in Traben Trarbach und besuchte die Berufsakademie Ravensburg, wo er das Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt H Hotel- und Gastronomiemanagement abschloss.
Aufgewachsen in einem familiär geführten Hotelbetrieb, wurde er schon frühzeitig an die Genusswelten herangeführt und hatte so frühzeitig die Gelegenheit, Weingüter zu besuchen und an zahlreichen Verkostungen teilzunehmen.
Nach weiteren beruflichen Stationen, hat er dann auch die Prüfung zum IHK geprüften Sommelier abgelegt und ist seit 2010 Mitglied des Sommelier Junion College.
Sein Weintipp - ein Sommerwein:
2010 "Pink Rosé", St. Laurent, Tina Pfaffmann, Pfalz
Die Pfalz im Umbruch! Galt dieses große deutsche Anbaugebiet früher eher als Massenanbaugebiet für Billigweine, so haben sich hier viele ambitionierte Winzer etabliert. So auch Tina Pfaffmann, eine Jungwinzerin, die vor einigen Jahren den Winzerbetrieb Ihrer Eltern übernommen hat. Ihre Weine sind schnörkellos - wie der Name "Pink" bereits erahnen lässt, modern und unkompliziert ausgebaut.
In der Nase präsentiert sich der Rosewein mit Aromen von Walderdbeeren und Cassis. Mit seiner spritzigen Säure, einem saftigem Beerengeschmack und leichten 12 % Vol. ist der Wein ein idealer Essensbegleiter, zu Sommersalaten, Pfifferlingen aber auch als einfacher Terrassenwein bestens geeignet. Mehr unter www.wein-pfaffmann.de
Doch welche Anforderungen sollte ein Wein erfüllen, damit er sich "Sommerwein" nennen darf?
Im Sommer sind unsere Sinne empfindlicher
Die Reizschwelle für Aromen steigt, d.h. intensive Düfte werden positiver erlebt als im reizarmen Winter. Der Biss in einen vollreifen Pfirsich oder der Spatziergang entlang einer Blumenwiese wecken in uns das Bedürfnis nach Weinen, die all das wiedergeben, was der Sommer mit seiner Fülle an Aromen verspricht. Rebsorten wie Riesling, Sauvignon Blanc, Scheurebe und Muskat - um nur Einige zu nennen - duften nach Äpfeln, Stachelbeere, Rosenwasser oder Honig und sind somit eine sichere Wahl. Verstehen Sie jetzt, wieso Ihr Urlaubswein aus dem heißen Süden zurück in Deutschland ganz anders schmeckt?
Was der Sommer mit uns macht
Unser Stoffwechsel passt sich den heißen Temperaturen an: Wir schwitzen mehr und unser Bedarf an Salz und Mineralstoffen steigt. Damit der nächste Tag nicht mit Kopfschmerzen beginnt, sollte der Sommerwein immer mit viel natürlichem Mineralwasser getrunken werden. Im Sommer sinkt zusätzlich noch unsere Säureempfindlichkeit. Wer im Winter noch keinen Riesling mochte, kommt nun vielleicht doch auf den Geschmack.
Weniger ist oft mehr
Die Leichtigkeit des Seins gehört sicher zu den wichtigsten Kriterien. Alkohol ist zwar ein Geschmacksträger, doch zu viel davon gibt dem Wein Wärme und Schwere.
Auch Gerbstoffe, würzige Aromen wie Schokolade, Leder oder Karamell lassen Weine im Sommer schwer- und ermüdent wirken.
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Unseren Weintipp im Monat Juli erhalten Sie von
Dominik Trick, Technischer Lehrer Hotelfachschule Heidelberg und Beirat der Sommelier-Union Deutschland e.V.
Der 1972 in Freiburg im Breisgau geborene Dominik Trick absolvierte eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Schlosshotel Bühlerhöhe und konnte danach äußerst namhafte Stationen der gastronomischen Szenerie durchlaufen wie das Restaurant Eichhalde in Freiburg, Mosimann`s Private Dining Club in London, Restaurant Stil in Berlin, Restaurant Adermann in Berlin, und zum Schluss das Relais & Châteaux Hotel Villa Hammerschmiede.
Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und hat renommierte Wettbewerbe gewonnen. So errang er 2003 den 1. Platz beim Nachwuchs-Sommelier Wettbewerb, errang 2007 den Titel „Bester Sommelier Deutschlands“ bei der Trophée Ruinart und vertrat Deutschland 2008 bei der Europameisterschaft der ASI (Association Sommellerie Internationale) in Sofia – Bulgarien.
Er absolvierte seine Ausbildung zum Sommelier an der Hotelfachschule Heidelberg, an der er jetzt seit einem Jahr als technischer Lehrer für die Sommelierkurse agiert.
Seit 2008 ist er Mitglied des Beirates der Sommelier-Union Deutschland e.V.
Sein Weintipp:
2009 Ladoix, Domaine Gaston et Pierre Ravaut, Ladoix-Serrigny/Bourgogne
Im Norden der Côte de Beaune in den Gemeinden Ladoix-Serrigny und Aloxe-Corton befinden sich die meisten Weinberge der 16 ha umfassenden Domaine. Seit 6 Generationen wird im Weingut der Familie Ravaut Weinbau betrieben.
Der Wein stammt aus ca. 60 Jahre alten, nach Osten geneigten Pinot Noir Rebanlagen, die sich am Hangfuß des Cortons befinden. Der Boden in diesem Bereich von Ladoix setzt sich aus kalk- und mergelhaltigen Sedimenten zusammen.
Ausgebaut wird der Wein etwa 12 Monate im gebrauchten Pièce, dem traditionellen Burgunder Eichenholzfass mit 228 l.
Der Jahrgang 2009 bot perfekte Bedingungen. Viele Rotweine aus den Villages Appellationen der Côte de Beaune präsentieren sich im Moment hervorragend. Unbekümmert, jugendlich zum einen und auf der anderen Seite bereits elegant und saftig. Gerade diese Kombination macht den Wein unwiderstehlich. Allerdings haben Weine aus früheren Jahren gezeigt, dass es durchaus sein kann, dass sich der Wein in ein paar Monaten nochmals etwas verschlossener zeigen kann. Aber dann muss man einfach nur etwas Geduld haben und dem Wein 4-5 Jahre Reifezeit auf der Flasche gönnen.
Der erste Eindruck besticht durch ein klares Rubinrot. Der Duft ist geprägt durch intensive Himbeer- und Kirschnoten. Dazu kommen leicht würzige, mineralisch geprägte Töne die an feuchte Erde erinnern. Im Hintergrund ist dann etwas Holz zu erkennen, jedoch sehr dezent und bestens eingebunden. Im Mund offenbart sich dann der vollendete Genuss. Samtweich und dicht schmeichelt der Wein dem Gaumen. Ohne jedoch ein einziges Mal überkonzentriert und sättigend zu wirken, dafür sorgt die klare Eleganz, geprägt durch eine feine Säure und weichen Tanninen. Am Ende sorgt ein langer Abgang, der wieder klar von Frucht geprägt ist für unmittelbare Lust auf den zweiten Schluck.
Am besten zur Geltung kommt der Wein bei 14° bis maximal 16°C in einem Rotwein Ballon Glas. Ich persönlich empfehle das Glas aus der Authentis Serie.
Speisenempfehlung:
Gegrilltes Côte de Bœuf (am besten vom Charolais) mit Burgundersoße und sautierten Pfifferlingen.
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Unseren Weintipp im Monat Juni erhalten Sie von
Karina Heinz - stellvertretende Restaurantleiterin/Sommelière Hotel Krone Assmannshausen Mitglied des Sommelier Junior College seit September 2010
Ihre Ausbildung absolvierte sie im Hochschwarzwald in einem kleinen Familienbetrieb bei Freiburg, nach weiteren 3 Jahren, zog es sie nach Bayern an den Tegernsee in das Seehotel Überfahrt.
Seit 2007 wirkt sie im Hotel Krone Assmannshausen als Sommelière und stellvertretende Restaurantleiterin unter der Leitung von Jan Kalita.
2010 absolvierte sie nebenberuflich den Lehrgang zur IHK- geprüften Sommeliere in der Wein und Sommelierschule in Koblenz.
Hier ihr Weintipp:
2007 Cuvee Max (Spätburgunder), Weingut August Kesseler, Assmannshausen/ Rheingau
Das Weingut umfasst 21 ha in den besten Lagen rund um Rüdesheim, Assmannshausen und Lorch.
Obwohl August Kesseler zu 55% Riesling ausbaut, ist er doch bekannt für seine eleganten Spätburgunder.
Das zu Recht, denn Assmannshausen mit seinen Schieferböden, der optimal die Wärme speichert und Wasser durch lässt, ist der perfekte Standort für die Spätburgunderrebe.
Im Glas präsentiert sich dieses Cuvee, das seinen Namen dem Kellermeister Max Himstedt verdankt, in einem dichten Rubinrot.
In der Nase Sauerkirsche, schwarze Johannisbeere, ein Hauch von Schiefer und Zedernholz, im Gaumen ist der ganze Extrakt und die Aromenvielfalt finessenreich spürbar.
Verschnitten werden die besten Lagen des Assmannshäuser Höllenberg und Assmannshäuser Frankenthal.
Ein großer Burgunder mit Reifepotential von mindestens 10 Jahren.
Speisenempfehlung:
Glasierte Barberie Entenbrust mit einer Johannisbeerjus und Weizenschroth-Knöpfle
Weingut und Weinhaus August Kesseler
Lorcher Straße 16
65385 Assmannshausen
Telefon: 06722 2513
Telefax: 06722 47477
info@august-kesseler.de
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von Maren Fendt Regionalsprecherin Südwest Sommelier-Union Deutschland e.V.
Schon in früher Jugend wurde der Weg in die Gastronomie geebnet, so galt es doch mit der Familie in der Nähe von Stuttgart viele große und kleine Feste zu organisieren.
Um dann alles fachlich richtig zu erlernen, ging es zu Martin Öxle, in das 2-Sterne-Restaurant "Speisemeisterei", zur Ausbildung im Restaurantfach.
Nach Stationen bei Keck`s Clubrestaurant, Stuttgart und dem Fernseh-Traumschiff MS Deutschland fand Sie dann 2005 im Landgasthaus "Zur Linde", Pliezhausen-Dörnach Ihre Wegbereiterin für die Weinwelt.
Im Anschluss, parallel zum Praktikum im Weingut Gutzler, Gundheim und der Anstellung als stellv. Restaurantleiterin und Sommelière im Hotel Engel, Baiersbronn absolvierte Sie das Junior-College der Sommelier-Union.
Im Anschluss zog es Maren Fendt zurück im die Weinwelt, ins Weingut Dreissigacker, Bechtheim und nebenbei wuchsen ihre eigenen Weinberge auf 2,5ha an.
Heute kümmert Sie sich gemeinsam mit ihrem Mann, Jürgen Fendt um die Fendt Weinfamilie, Weinproduktion, Beratung und Vermarktung.
Hier Ihr Weintipp:
2009 Herzstück Riesling Spätlese trocken, Weingut Kirsten, Klüsserath, Mosel
Bernhard Kirsten übernahm Ende der 80er Jahre das Familienweingut. Nach dem Studium der Weinbautechnik ging er nach Kalifornien, um renommierten Weinmachern über die Schulter zu gucken. Eine seiner wichtigsten Überzeugungen hat er in der neuen Welt gewonnen: Klasse statt Masse.
Weltoffen ist er, und neugierig - eine geniales Cuvée in der Verbindung mit den tiefverwurzelten Traditionen an der Mosel und der Liebe zu seiner Heimat. Als kompromissloser Qualitätsfanatiker und grenzenlos neugieriger Weinmacher steht Bernhard Kirsten gemeinsam mit seiner Frau Inge stets für tolle Weine mit dem besonderen Charme.
Er gehört seit vielen Jahren zu den besten deutschen Weinmachern, er ist überzeugter Steillagenwinzer, experimentiert mit Barrique's und Reben, Neupflanzungen und uralten Weinbergen, versektet Auslesen und füllt Eisbeeren ab. Seit ein paar Jahren haben sich Bernhard und Inge Kirsten außerdem dem ökologischen Weinbau verschrieben.
Sie bearbeiten stolze 12 Hektar in den steilen Hängen entlang der Mosel - mit wachsender Begeisterung und Demut vor der Natur - ökologischer Anbau ist nicht nur das Ziel sondern Fakt und Ansporn. Die Weingärten finden sich in der Köwericher Laurentiuslay, Pölicher Held, Longuicher Maximiner Herrenberg und der Klüsserather Bruderschaft.
Alle Weinberge haben Terroir, sie sind vom Schiefer geprägt, von der Mosel, sie sind alle steil, alle sind nach Süden oder Südwesten exponiert. In Klüsserath finden sich hoch mineralische, sehr trockene bis milde Weine, Klüsserath ist geprägt vom Mikroklima der Mosel und vom Einfluss der Salm, die hier in die Mosel fließt. Verwitterter Schiefer und eine reine Südexposition verheißen klare, starke Weine.
Und eben von diesen besonderen Weinbergen der Klüsserather Bruderschaft kommen die Trauben für den Riesling Herzstück.
Die Trauben im Jahrgang 2009 für diesen Riesling, kleinbeerig, locker und goldgelb, so konnten sie mit 96°OE gelesen werden, die Trauben werden sehr schonend verarbeitet und bei minimalem Druck gepresst.
Der Wein wird spontan vergoren und erhält ein langes Vollhefe-Lager, durch diesen Ausbau hat der Riesling einen biologischen Säureabbau gemacht und zeigt sich somit in seiner besonderen Art.
Die Mineralität des Schiefers und die Spontangärung geben dem Herzstück fantastische Aromen nach Feuerstein, rauchige Anklänge, gepaart von Fruchtaromen von Aprikose, Pfirsich und Apfel, unterstützt von Zitrus-Aromen, Kräutern und Gewürzen, wie Minze, Anis und Ingwer.
Ein Riesling der absolut begeistert, ein perfektes Spiel von Mineralität, Saftigkeit, Süße und Säure.
Ein toller Solist und perfekter Essensbegleiter, er passt toll zu Krustentieren, zu asiatischer Küche und zu Spargelgerichten, so empfehle ich ihn zur Spargelzeit zu einem
Spargelsalat von grünen und weißen Spargelspitzen, mit Orangen-Vinaigrette und gebratenen Riesengarnelen.
Bei Käse empfehle ich ihn gerne zu einem jungen Ziegenkäse mit Wildkräutersalat und Honigbrot.
Servier- und Glasempfehlung: Es empfiehlt sich das Herzstück ca. 1 Stunde vor dem Genuss zu Öffnen, damit er sich voll entfalten kann und ihn in einem Spiegelau Grand Palais Exquisit Weißweinkelch zu servieren.
Trinkreife:2010-2020
Weiter Informationen unter www.weingut-kirsten.de
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von Guy Bonnefoit
Weinexperte, Weinbuchautor
Gastronomie- und Hotelberater
Mitglied des Collegium Vini e.V.
Mitglied der Sommelier-Union Deutschland e.V.
Mitglied der Weinfeder e.V. und F.I.J.E.V.
Guy Bonnefoit ist Franzose und lebt seit 50 Jahren in Deutschland, seit 1989 in einem Weinort in Unterfranken. Von 1961-1988 war er für die Steigenberger Hotels A.G. tätig, davon 6 Jahre als Hoteldirektor in Baden-Baden und schließlich als Leiter der Hauptabteilung Gastronomie, verantwortlich für die Qualität aller Hotels der Gesellschaft.
Seit 1988 ist er selbständig als Berater für die Top-Gastronomie in den Bereichen Qualitätsmanagement, Weiter- und Fortbildung sowie in Motivation und Führungstechnik. Durch seine zahlreichen Vorträge, Fachartikel, Moderationen bei Abendveranstaltungen zu verschiedenen gastrosophischen Themen ist er als Kapazität zum Thema Wein und Speisen international bekannt. Neben seiner Passion als Weintester ist er Organisator und Jurymitglied für verschiedene nationale und internationale Sommelierwettbewerbe, ebenso mitverantwortlich innerhalb der Sommelier-Union für die Weiterbildung der Nachwuchssommeliers.
1990 veröffentlichte er sein erstes Buch "Unsere Weine - Unsere Küche" im Vertrieb des Deutschen Weininstituts. 2007 kamen die Bücher "Bonnefoit Deutschland", 2008 "Bonnefoit Frankreich" und 2010
Bonnefoit Österreich" im Verlag Gebrüder Kornmayer hinzu. Weitere Werke sind in Vorbereitung.
Die Harmonie von Wein und Speise ist sein wichtigstes Anliegen. Um einen Wein in die Tiefe gehend zu analysieren, hat er selbst einen Degustationsbogen entwickelt, aufgeteilt in vier Hauptbereiche der Duft- und Geschmacksstoffe und im Anschluss daran, die sich aus den Aromen ergebenden Speisenkompositionen. In seiner nach diesen Kriterien entwickelten Datenbank, hat er rund 43.000 Weine eingetragen, die er in den letzten Jahrzehnten selbst verkostete und im Detail analysierte. Seine Bücher über die Weinanbaugebiete und Weine der verschiedenen Länder bauen auf diesem Wissen auf.
Der Weintipp:
2009 Muscat de Rivesaltes V.D.N. A.O.C. "Dom Brial"
Les Vignobles du Rivesaltais, Rivesaltes (Roussillon, Frankreich)
Das Roussillon liegt im Süd-West Frankreichs, am Mittelmeer vor den Pyrenäen, nahe der spanischen Grenze. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer beträgt 2.600 Std./Jahr, die Regenmenge 500 bis 600 mm/Jahr und die Temperatur 15 °C.
Rivesaltes liegt im nördlichen Bereich des Roussillons. Dieser V.D.N. = Vin Doux Naturel (natürlicher Süßwein) wird von der Winzervereinigung "Vignobles Dom Brial" nach strengen Vorgaben vinifiziert. Diese Kellerei hat als einzige im Languedoc-Roussillon die "Authentis Charta", die genau vorschreibt, wie und wie oft die Winzer zu schulen sind, sich von Fachleuten beraten lassen müssen, wie die Böden und Reben in den Weinberge zu bearbeiten und Wasser und Natur zu schonen sind und vieles mehr. Sie gewinnt ihre Energie durch eine 2000 m2 große Photovoltaik-Anlage. Naturnähe und Nachhaltigkeit sind die Maßstäbe.
Die Analyse des 2009 Muscat de Rivesaltes mit Hilfe des Degustationsbogens von Guy Bonnefoit
2009 Muscat de Rivesaltes V.D.N. A.O.C. "Dom Brial"
Les Vignobles du Rivesaltais, Rivesaltes
Probedatum: 03.04.2010
Alkoholgehalt: 15,5 % Vol.
Rebsorte/n: Muscat (kleinbeerig) 50 %, Muscat d'Alexandrie 50 % (Skin-contact 12 Stunden, 6 Mte auf feine Hefe vor Abfüllung)
Boden: Lehm-Kalk, steinig (Südlage)
Weinbeschreibung (Nase/Geschmack):
Frucht: Aprikose (Konf.), Pfirsich (pochiert), Traube (Muskat-), Birne (Williams-), Orange (Bitter-, Konf.), Melone (Cavaillon-), Orange (Schale), Walnuss (karamell.), Mandel, Mandel (Bitter-), Erdbeere (Wald-), Mandarine (Schale), Zitronat, Mango, Rosine, Ananas, Apfel, Mirabelle (Konf.), Nektarine, Pistazie, Kokosnuss
Pflanze: Minze, Lindenblüte, Zitronenmelisse, Enzian, Zitronengras, Liguster (Blüte), Rose, Orangenbaum (Blüte, + -essenz), Akazie (Blüte), Ginster, Holunder (Blüte), Thymian, Weißdorn
Gewürz: Zimt, Ingwer (kand.), Anis, Vanille, Gewürz (Lebk.-), Kardamom, Koriander, Anis (Stern-), Muskatblüte, Gewürznelke
Verschiedenes: Karamell, Honig (Klee-), Menthol, Kaffee, Bitteschokolade, Tee (Earl Grey), Crème brûlée, After Eight, Lebkuchen, Krokant, Pain d’épices, Marzipan, Gingerbread, Campari-Orange, Curaçao, Harz, Lakritze, Wachs (Bienen-), Zucker (Kandis-)
Harmonie von Wein und Speisen
Cavaillon-Melone mit Minze und Muscat de Rivesaltes getränkt
Gänsestopfleberterrine, Birnenspalten, Traubengelee (mit Muscat de Rivesaltes)
Ziegenquark mit Akazienhonig und Thymianblüten
Roquefortterrine mit pochierter Birne (mit Muscat de Rivesaltes)
Pfirsich und Walderdbeeren in Muscat-de-Rivesaltes-Sabayon
Karamellisierter Orangenflan, Campari-Orangensorbet
Birne, pochiert, karamellisiert, Pistazieneis
Crème brûlée mit karamellisierter Ananas
Zitrusfruchtterrine im Muscat-de-Rivesaltes-Gelee, Bitterschokoladeneis
Friandises: Zitronentörtchen, Walderdbeertörtchen
Weißes Schokoladenmousse mit Vanille- und Minzsauce
Wann trinken: 2010 - 2025
Glasempfehlung:
Weißweinkelch GRAND PALAIS EXQUISIT
Der hohe Kelch erlaubt die reiche Entfaltung der vielfältigen Aromen dieses Vin Doux Naturel.
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1598 FÜRST WALLERSTEIN EDITION PRIVÉE
Der Name:
1598 nimmt das Fürstenhaus zu Oettingen-Wallerstein zum ersten Mal sein Braurecht wahr
Das Getreide:
Eine ausgewogene Mischung aus Gersten- und Weizenmalz.
Zur Abrundung von Farbe und Aroma ist ein Teil der Gerste dunkler geröstet. Das Malz stammt von regionalen Mälzereien in Schwaben, Mittel- und Oberfranken
Der Hopfen:
Hochwertiger Aromahopfen aus der Anbauregion Spalt in Mittelfranken.
Das Wasser:
Regionales, sehr weiches Brauwasser (niedrige Kalziumcarbonathärte)
Die Hefe:
Als Hefe wird ein Stamm verwendet, der auch aus der Region Champagne eingesetzt wird. Die Hefe ist sicher ein wesentlicher, geschmacksprägender Faktor. Die deutlichen Weinaromen sind ein sicheres Indiz dafür.
Die Herstellung:
Traditionelle Bierherstellung in Handarbeit. Eine echte Besonderheit ist,
dass mit der Hefe nicht nur einmal, sondern dreimal vergoren wird.
Hauptgrund für die besonders dichte Aromenvielfalt. Dies ist auch ein wesentliches technologisches Geheimnis, da ein dreimaliges Anstoßen der Gärung hohe handwerkliche Braukunst erfordert.
Die Analyse:
Stammwürze: 23%; Alkohol: 9,0 Vol-%; Restextrakt: 10,18 g/l; Co2: 6,9 g/l; Bitterwert: 21;
Das Aussehen:
Kompakter, elfenbeinfarbener Schaum
Klar, brillant, bernsteinfarben mit rötlichen Reflexen.
Dezente, feine Perlage
Der Geruch:
Hefeblumig, süßlich, malzig, rauchig ,vielfältige Aromen von Trockenfrüchten, Roggenbrot , Schokolade, Karamell und Kaffee. Ein Hauch von Nelke und Tabak
Der Geschmack:
Vollmundig, fruchtige Süße, ausgewogen und harmonisch, kraftvoll und
elegant. Animierend Hopfenbitter. Vielschichtig mit langem Nachhall und angenehmen Schmelz
Empfehlungen:
Ideale Trinktemperatur ist 6° aus der Spiegelau Biertulpe der Serie "Beer Classics"
- Idealer Aperitif für Biertrinker, durch die angenehme Fruchtsüße besonders bei Damen sehr beliebt
- Deftige Vorspeisen wie Räucherfisch mit Meerrettich
- Rührei mit frischen Nordseekraben
- Herzhafte Schmorgerichte: Rehragout, glacierte Kalbshaxe oder Rinderschulter
- Doppelrahmkäse mit Früchte- oder Kletzenbrot oder einem würzig-fruchtigem Chutney
- Blauschimmelkäse aus Kuhmilch mit Roggenbrot
- Desserts mit oder aus Schokolade, Kaffee, Karamell, süßen konzentrierten Früchten und Dörrobst
Ausstattung:
Hochwertige Champagnerflasche mit Agraffe und Korken 0,75 l und Präsentbox
Ansprechpartner:
Anna Oettingen-Wallerstein
Fürst Wallerstein Brauhaus GmbH
Berg 78 | D-86757 Wallerstein
Telefon +49 (0)9081 782-151
Telefax +49 (0)09081 7048
a.oettingen@fuerst-wallerstein.de
www.1598.fuerst-wallerstein.de
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von Anne Anton-Sommer, Hotelfachfrau
IHK geprüfte Sommelière
Regionalsprecherin der Sommelier-Union Deutschland e.V.
Die geborene Saarländerin lebt heute mit ihrer Familie an der Bergstrasse.
Sie machte eine klassische Ausbildung zur Hotelfachfrau im Allgäu. Von dort aus ging sie ins Weinanbaugebiet "Franken". Das Arbeiten in der Weinregion weckte in ihr die Neugier am Kulturgut Wein.
Durch das Seminar "Anerkannter Berater für Deutschen Wein" beim Deutschen Weininstitut wurde die Neugier verstärkt.
So kam es, dass sie 1992 am ersten Sommelier-Lehrgang der IHK Frankfurt erfolgreich teilnahm. Ihr Praktikum machte sie im Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim, Weinanbaugebiet "Pfalz".
Als Sommelière arbeitete sie im Hotel "Sheraton" in Frankfurt, Hotel "Ifen" im Kleinwalsertal und im Restaurant "Strahlenberger Hof" in Schriesheim.
Ihre heutige Tätigkeit als freiberufliche Sommelière ermöglicht ihr, auch als Mutter von drei Kindern, weiter mit und für die Weinkultur zu arbeiten.
2010 übernahm sie für die Sommelier-Union die Betreuung der Region Mitte.
Die Natur erleben und fühlen! Das ist ihr Motto. So beginnen Ihre Regionalveranstaltungen mit einem Ausflug, natürlich zu Fuß, in die Weinberge. Gerne greift sie dabei aktuelle Themen, wie 100 Jahre VDP und 25 Jahre Ecovin, auf.
Hier ihr Weintipp:
2009 WESTHOFENER Riesling trocken, Weingut K. F. Groebe VDP Rheinhessen.
Das Weingut wurde etwa um 1625 in Westhofen gegründet. Seit 1763 führt die Familie das Wappen mit einem alten christlichen Zeichen für Wein, dem Andreaskreuz. Heute werden 8 ha Weinbergflächen bewirtschaftet, die sich ausschließlich in besten Westhofener Kernlagen befinden und nur mit traditionellen Rebsorten bestockt sind. Allein über 60% mit der Rieslingrebe.
Einige dieser Weinberge sind seit mehr als 250 Jahren im Familienbesitz.
Friedrich Groebe: "Wein ist Teil unserer Kultur. Es bedarf einer Philosophie und handwerklicher Kunst, um einen guten Wein zu machen, nicht der Technologie."
So gären und reifen seine Weine nach überlieferten Methoden im Eichenholzfass. Dabei wird auf eine langsame, kühle und spontane Gärung besonderen Wert gelegt.
Friedrich Groebe ist seit 1999 Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter, VDP.
Seine Ersten Lagen sind: WESTHOFENER Aulerde, Kirchenspiel und Morstein. Mit Erster Lage sind Weine aus den besten Parzellen gemeint. Die trockenen Weine werden als Grosses Gewächs bezeichnet.
Ortsweine, wie hier WESTHOFEN, sind Weine aus traditionellen und besonders hochwertigen Weinbergen.
Der 2009 Westhofener Riesling von Friedrich Groebe ist ein Riesling aus den Ersten Lagen: Aulerde und Kirchenspiel.
Der Jahrgang 2009 ist geprägt von einem warmen Frühjahr und einem Austrieb der Reben. Doch darauf folgte ein sehr kühler Mai, was die Entwicklung erst einmal stark verzögerte. Ab Mitte Juni ging es aber deutlich herauf und das Wachstum legte an Geschwindigkeit zu. Der Sommer war typisch Deutsch und damit für den Riesling optimal. Nicht zu heiß, immer mal wieder feucht, aber alles in einem guten Maß. Ein am Anfang sehr schöner September brachte einen relativ frühen Lesebeginn und die Mostgewichte entwickelten sich sehr gut. Dann setzte aber feuchtere Witterung ein und Botrytis begann sich auszubreiten. Glücklicherweise war um den 10. Oktober ein Kälteeinbruch, so dass die Lese wider entspannter fortgesetzt werden konnte und gerade die Rieslingtraube noch lange an den Weinstöcken reifen konnte.
2009 zählt zu den echten Spitzenjahren und wird sicherlich als einer der besten Jahrgänge in die Geschichte eingehen. Die Wein sind geprägt von einer opulenten Frucht, feiner Mineralität und sehr harmonischer Säure. Sie besitzen ein vortreffliches Reifepotential.
Der Wein im Glas braucht Luft, um sich zu entfalten. Mit dem anreichern an Sauerstoff öffnet sich der Aromafächer mit Düften, die vorrangig an optimal reife gelben Früchten, wie Birne, Quitte, Pfirsich, Mirabelle, Aprikose erinnern. Untermalt wird die Fruchtigkeit von frischen mineralisch, feinsalzigen Noten.
Im Gaumen sind die Fruchtaromen im Vollen zu schmecken.
Verblüffend die knackige Säure, die mit der Frucht harmoniert.
Der Wein zeigt eine hervorragende Länge, die Frucht bleibt im Mund haften, wie eine reichhaltige Creme mit erfrischender Wirkung.
Für mich ein Wein mit großer Zukunft.
Analysewerte zum Wein:Alkohol: 13,5 % vol. Restzucker: 8,1 g/l Säure: 7,0 g/l
Speisenempfehlung:
Geschnetzeltes von Geflügel in einer Pilzrahmsoße mit handgeschabten Spätzle
Kalbssteak mit Kräuterchampignon und Kartoffelrösti
Käsefondue oder Raclette
Glasempfehlung:
Weißweinkelch GRANDISSIMO
Die größer gearbeitete Kelchform dieses Glases bietet dem großartigen 2009 WESTHOFENER Riesling trocken das mehr Volumen, was er braucht, um sich voll zu entfalten.
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von Peer F. Holm - Inhaber von Wein & Wissen - Weinkommunikation
Zum Wein kam Peer F. Holm, Jahrgang 1966, über die Gastronomie. Bereits in der Ausbildung zum Restaurantfachmann im Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten entwickelte sich der Wein schnell zum Steckenpferd. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung ging es konse-quenterweise zunächst zu einem Praktikum in den Weinbau. Aber nicht nur das. Der Schwarze Adler von Franz Keller in Oberbergen hatte deutlich mehr als "nur Weinbau" zu bieten. Als Add-On - wie man heute sagen würde - gab es das besternte Restaurant mit einer umfangreichen Weinkarte und zudem den Weinimport. Zugleich war mit Fritz Keller als Juniorchef auch der Kontakt zur Sommelier-Union hergestellt.
Nach diesem abwechslungs- und lehrreichen praktischen Jahr im Kaiserstuhl, ging es zur theoretischen Ausbildung an die Hotelfachschule Heidelberg, wo Peer F. Holm ein Jahr später den Abschluss zum staatlich geprüften Sommelier ablegte. Dem folgten knappe 15 Jahre im Weinhandel, bevor 2008 der Sprung in die Selbstständigkeit erfolgte. Auch hier ist der Wein der Schwerpunkt der Tätigkeit. Aber nicht im Handel, sondern in der Kommunikation.
Hier sein Weintipp:
2001 Monte Real Gran Reserva, Bodegas Riojanas, DOCa Rioja, Spanien
Die Bodegas Riojanas gehört zu den Klassikern der nordspanischen Region Rioja und wurde 1890 gegründet. Bereits 1910 wird begonnen Flaschenwein zu vermarkten und seit den 1960er Jahren konzentriert sich die Kellerei fast ausschließlich auf den Ausbau von Reserva und Gran Reserva Weinen der geschützten Ursprungsregion Rioja.
2001 gilt in der Rioja als ausgezeichneter und langlebiger Jahrgang. Der Monte Real Gran Reserva aus diesem Jahr ist aktuell der jüngste Gran Reserva, den Bodegas Riojanas anbietet. Die Philosophie der Kellerei ist es - so wie es klassisch üblich war - die Weine erst dann zu vermarkten, wenn sie eine trinkreife erreicht haben.
Der Wein ist eine traditionelle Cuvée aus Tempranillo, Mazuelo und etwas Graciano, die für 24 bis 30 Monate in gebrauchten Barriques aus amerikanischer Eiche reifte. Nach der Holzfasslagerung folgt eine ausgedehnte Flaschenreife in den klimatisierten Kellern der Bodega.
Die Farbe des Monte Real präsentiert sich Purpurrot mit einem deutlichen, granatroten Saum.
In der Nase kämpfen dunkle Beeren, Pflaumen und Datteln mit eher würzigen Noten wie feinen Kräutern, rauchigen Tönen und balsamischen Einflüssen um die Vorherrschaft. Im Glas verändert sich der Wein von Minute zu Minute. Der Wein schreit wahrhaftig nach Luft und einer Dekatierflasche. Plötzlich erscheinen Noten von Orangeat, Leder und Zigarrentabak, aber auch von Datteln im Speckmantel. Dann kommt Kirschfrucht zum Vorschein. Je länger man in diesen Wein rein riecht, desto mehr Nuancen eröffnen sich dem Genießer.
Am Gaumen wirkt der Wein fast schlank und doch irgendwie opulent. Die vitale, aber nicht aufdringliche Säure wirkt belebend und verleiht dem Gran Reserva eine feine Eleganz. Das Aromenspiel der Nase setzt sich am Gaumen übergangslos fort. Untermalt von Kakao und etwas Bitterschokolade. Der Körper präsentiert sich komplex und doch verspielt. Man wünscht sich fast, dass die Flasche nie zur Neige ginge, da sich der Wein ständig weiterentwickelt und neue Facetten aufzeigt.
Im Abgang scheint sich der Geschmack gar nicht mehr vom Gaumen trennen zu wollen. Nicht wie ein Rockkonzert, welches man als Piepen noch im Ohr hat, sondern eher wie ein klassisches Konzert, bei dem die letzte Tonfolge noch endlos lang nachschwingt.
Es ist klar zu erkennen, dass der 2001 Monte Real Gran Reserva noch ganz am Anfang seiner Entwicklung steht. Für mich ein Wein, den man jetzt - am besten dekantiert - schon jetzt genießen kann, der aber in den nächsten zehn, zwanzig Jahren, oder auch mehr, noch gewinnen wird. Aus frankophoner Sicht eher ein Burgundertyp mit viel Eleganz und Finesse, aber doch ganz wieder eigenständig und unverwechselbar. Ein Klassiker aus der Rioja par Excellence!
Speisenempfehlung
Geschmorte Lammkeule, Balsamicojus, Speckbohnen und Kräutermousseline
Glasempfehlung
Um dem Wein genügend Luft bieten zu können, empfehle ich ein bauchiges Glas, wie den Rotwein-Ballon aus der Hybrid-Serie oder das Rotweinglas (Ballon) aus der Authentis-Serie.
Zum karaffieren empfehle ich konsequenterweise auch eine große und bauchige Karaffe, wie die 1,5 l Dekantier-karaffe aus der Authentis-Serie.
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