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Weintipp Dezember 2013


Spiegelau - Weintipp - Markus Berlinghof DER WEINTIPP FÜR Dezember von Markus Berlinghof

1980 in Heidelberg geboren und aufgewachsen, ist er seit 2012 als Chef Sommelier im Hotel Louis C. Jacob in Hamburg tätig. Der gelernte Hotelfachmann absolvierte verschiedene Stationen in Frankreich, Österreich, der Schweiz und auf den Malediven, bevor er 2010 zurück nach Deutschland kam und zwei Jahre im 3*** Michelin Restaurant Vendôme in Bergisch-Gladbach sein Metier als leitender Sommelier auslebte. Im Hotel Louis C. Jacob in Hamburg ist er nun für alle vinologischen Belange in der Jacob Familie verantwortlich.

Nachdem er bereits 2004 sein Diplom als Sommelier am Wirtschaftsfachinstitut in Innsbruck erhielt, ist er seitdem bestrebt, den begehrten Titel als Master Sommelier vom Court of Master Sommeliers in London erfolgreich abzuschließen. Im Mai dieses Jahres setzte er sich gegen alle Kontrahenten durch und gewann den Wettbewerb "Trophy Relais & Châteaux und Sommelier-Union Deutschland". Gerade erst wurde er vom Gault Millau zum Sommelier des Jahres 2014 gekürt.

Seine Weinempfehlung:
Malvasia ‚Sveti Jakov' 2011 von Giorgio Clai aus Istrien, Kroatien

Der Winzer:
Giorgio Clai ist Autodidakt und Quereinsteiger, wie viele andere auch……..ja und manche bringen wirklich unglaublichen Stoff ins Glas! Über 20 Jahre hatte er ein Restaurant geleitet und konnte die meisten verkauften Weine nicht mehr sehen. Weine die wir heute als Mainstream bezeichnen und überall erhältlich sind ohne Rücksicht auf Rebsorte, Machart und Terroir. Seine Weine sind überzeugend und einzigartig, so wie er selbst.

Als ich ihn diesen Sommer besuchte, war ich völlig fasziniert. Giorgio arbeitet komplett naturbezogen, bio-dynamisch in vielen Ansichten. Er verzichtet auf jedwede chemische Düngemittel und Pestizide, arbeitet voll und ganz im Einklang mit seiner Umgebung. Und er ist ein bodenständiger ‚Geradeaus' Typ, der ganz offen redet und sehr gering produziert. "Organisch, bio-dynamisch?" "Soweit ja, aber wenn mein Wein einmal etwas Schwefel benötigt, dann bekommt er ihn auch. Nicht viel, aber so viel dass es zum Überleben reicht".

Der Wein: Spontan vergoren, Naturkoren, Wilde Hefen, über ein Woche Mazerationszeit - ist gleich Orange Wine!?

Nicht wirklich aber in diesem Fall trifft es voll und ganz ins Schwarze.

Ich selbst stehe dem Begriff ‚Orange Wine' und den meisten Säften die sich dahinter verbergen, sehr skeptisch gegenüber. Denn es ist eben nicht alles Gold was glänzt! Der 2011'er Sveti Jakov wird aus der lokalen Traubensorte Malvasia Istriana produziert und wirkt durch seine lange Mazerationszeit mit einem intensiv, leuchtenden orange-gelb eher ungewöhnlich, ist aber dadurch auch nicht zu verfehlen. Je mehr Luft der Wein bekommt, desto interessanter wird er. Seine anfänglich bereits intensive Note nach frischen Aprikosen steigert sich unglaublich saftig in vollreife Anklänge nach gelben Steinfrüchten, ein Meer von Marillen und viel Schmelz. Der Wein hat Wucht, einen leider unverzichtbar hohen Alkohol, aber dennoch eine tolle Trinkbarkeit.

Das Glas:
Ideal servieren Sie diesen Tropfen in einem großen, burgunderförmigen Glas wie beispielsweise den Rotwein Ballon der Hybrid Serie von Spiegelau. Durch die durchaus kraftvoll-fetten Aromen benötigt man ein großes Volumen um diese voll und ganz zur Geltung zu bringen. Und besser noch: Sie dekantieren ihn 24h Stunden vorher in den Dekanter Klar von Hybrid und stellen ihn einfach kühl.

Was gibt es zu essen?
Der Malvasia würde beispielsweise auch gut alleine dastehen, eventuell nach dem Essen oder auch zu einer mittelkräftigen Zigarre. Gut passt hier ein Gericht, das selbst ordentlich Potenz hat mit intensiver Aromatik und einer guten Säurestruktur. Beispielsweise eine geschmorte Lammschulter mit Möhrchenstampfgemüse und einer englischen Minzjus.

 

 


 

Weintipp November 2013


Spiegelau - Weintipp - Nicole Klebahn Nicole Klebahn Sommelière (IHK) und Veranstaltungsleitung im Weingut Jean Buscher, Bechtheim.

Nicole Klebahn ist seit 2011 neben ihrem Weinbaustudium in Geisenheim im Weingut Jean Buscher als Sommelière und Veranstaltungsleiterin tätig. Berufliche Stationen der 29- Jährigen waren unter anderem: Egener Höfe in Rottach- Egern, Restaurant Margaux in Berlin (Michael Hoffmann), sowie der Fachhandel Viniculture GmbH und die Wein und Vinos OHG. Als selbstständige Sommelière arbeitet sie als Sensorikerin bei caveCo und ist unter anderem für den Gault Millau tätig. Im Restaurant Überfahrt (Christian Jürgens) übernimmt Sie auch die Urlaubsvertretung für Sommelière Stefanie Hehn. Nach Ihrer Sommelierausbildung in Berlin war sie Mitglied des Junior Sommelier College der Sommelier- Union und belegte 2008 einmal den 4. Platz beim Juniorenwettbewerb Dt. Wein und den 4. Platz als Sherrybotschafter. 2010 erreichte sie den 2. Platz beim Badischen Weinwettbewerb.

Ihre Weinempfehlung
2012 Weißburgunder Stein , Jean Buscher, Bechtheim

Das Weingut
Das Weingut Jean Buscher wird in der 5. Generation von Jean Raphael Buscher bewirtschaftet. 1844 wurde das Weingut vom Urgroßvater Jean gegründet und zählt seither zu den Qualitätspionieren Rheinhessens. Bereits im Jahr 1911 füllte es den ersten Wein in Flaschen ab. Die Flaschenproduktion löste so den Fassweinbetrieb in den nachfolgenden Jahren ab.
Jean Michael Buscher, die 4. Generation, war schon immer sehr innovativ. 1984 rief er die erste Kunstaustellung ins Leben und sorgte mit metallgeprägten Künstleretiketten und in einem Wein schwimmenden Etikett für Furore. Baumaßnahmen, die sich von 2011- 2013 erstreckten, lassen das Weingut heute in neuem Glanz erstrahlen. Großzügige Veranstaltungsflächen mit Remise bis zu 145 Personen und eine dreistöckige Terrasse mit direktem Zugang in den Weinberg bieten nicht nur Weinfreunden ein wahres Paradies. Naturnaher Weinbau ist der Grundsatz der heutigen Bewirtschaftung. Monokulturen sind von großem Nachteil, so dass sich der Oenologe für eine Artenvielfalt im Weinberg einsetzt, wie zum Beispiel für die Aussaat einer Bienenweide und eigene Bienenstöcke.

Der Wein
Vollreifes Lesegut mit einem Mostgewicht von 105 Grad Oechsle, kontrolliert Vergoren im Tonneau (450l) und mit einem neunmonatigen Hefelager versehen, bringt dieser Wein sehr viel Kraft und Schmelz in die Flasche. Gezieltes Laubwandmanagement und die selektionierte Lese sorgten für das nötige Säuregerüst. Im Glas zeigt sich ein brillant kräftiges Gelb. Aromen von Quitte, Apfel, Vanille und Zitrus verwöhnen die Nase. Leichte Karamellnoten, welche auf ein vollreifes Lesegut zurückgehen, unterstreichen das Bukett. Am Gaumen kräftige und leicht rauchige Struktur. Glycerinsüße ist durch das vollreife Lesegut ein positiver Nebeneffekt der Gärung und sorgt für weitere Fülle und einen langanhaltenden Abgang.

Das Glas
Zum Bündeln der Aromen ist ein mittelgroßes Burgunderglas mit spitz zulaufendender Verjüngung in der Glaskrone am besten geeignet. So kann sich das Bukett dieses Weines bei 10-12°c Trinktemperatur perfekt entfalten.

Was gibt es zu essen?
Ein Klassiker - Kartoffelmouse mit getrüffeltem Ei ...Harmonie pur!!!
Sanft verbindet sich die Kartoffelstärke (Süße) mit der cremigen Konsistenz des Eigelbs, was von der schmelzigen, jedoch kraftvollen Struktur des Weißburgunders "Stein" getragen wird.

 

 


 

Weintipp Oktober 2013


Spiegelau - Weintipp - Marco Gerlach Marco Gerlach ist Restaurantleiter und Sommelier im Restaurant Ammolite in Rust. Nach seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann besuchte er einige Stationen im In- und Ausland. Besonders prägend waren hierbei die Zusammenarbeit mit Melanie Wagner im Schwarzen Adler, Oberbergen und mit Sybille Herbst im Ketschauer Hof, Deidesheim. Außerdem legte er die Prüfung zum Restaurantmeister und zum Staatlich geprüften Gastronom in Heidelberg ab und ist Mitglied des IHK Prüfungsausschusses für die Abnahme der Praktischen Restaurantmeister Abschlussprüfungen. Für das Restaurant Ammolite in Rust bei Freiburg, zeichnet er sich seit Eröffnung im Juli vergangenen Jahres verantwortlich.

Seine Weinempfehlung:
2010 Gigondas, vom Weingut Château St. Cosme an der Rhône

Das Weingut Das Château de Saint Cosme im Malerischem Ort Gigondas ist seit 1490 in Familienbesitz und somit heute die älteste Domaine in Gigondas. Vor etwa 10 Jahren übernahm Louis Barruol das Weingut in der 14. Generation von seinem Vater und hat es eindrucksvoll in die Neuzeit geführt, so dass Chateau St. Cosme heute zu den besten Weingütern in Gigondas und an der südlichen Rôhne zählt.
Louis Barruol verfügt über ein ausgezeichnetes Terroir und Mikroklima. Die Reben sind im Schnitt 60 Jahre alt. Ertragsreduziertes Arbeiten mit durchschnittlich 27 hl/ha, einer extrem selektiven Handlese und einer schonenden Vinifizierung in den uralten unterirdischen, in die Felsen geschlagenen Kelleranlagen sind nur einige Punkte, die zur besonderen Qualität der Weine beitragen.

Der Wein
Im Jahr 2010 wurde der Gigondas aus 60% Grenache, 20% Syrah, 18% Mourvèdre und 2% Cinsault aus bis zu 400 Meter hoch gelegenen Terrassen gekeltert. Der Most wurde Spontan vergoren mit einer langen Maischegärung von bis zu 45 Tagen. Der Ausbau erfolgte 15 Monaten teilweise in Barriques, Holzfudern und Betontanks. Der Wein wurde anschließend ungeschönt und unfiltriert abgefüllt.
Der 2010 Gigondas zeigt sich sehr Farbintensiv, fast schwarz mit violetten Reflexen im Glas. In der Nase ist eine deutliche Mineralität zu erkennen mit dunklen Aromen von Heidelbeere, schwarzer Johannisbeere und Holunder begleitet von feiner Wacholder Note. Bekommt der Wein etwas Luft im Glas entfaltet sich schwarze Pfeffer und feine kräutrige Noten. Am Gaumen zeigt sich eine kühle Eleganz mit dunklen Fruchtaromen die aber nicht zur überreife tendieren. Es finden sich auch die kräutrigen Noten wieder wie Anklänge von Salbei, Rosmarin und Thymian. Abgerundet wird das ganze durch feinwürzige Noten von Holzausbau wie leichter Bitterschokolade und Röstaromen.

Das Glas
Der Gigondas wünscht sich ein Glas, dass ihm genügend Raum bietet, um sich entfalten zu können. Und eine noch schlanke Form, um seine Frische und Eleganz ausspielen zu können. Ich empfehle das Bordeaux Glas aus der Willsberger Collection.

Was gibt es zu essen?
Durch seine Komplexität, Tannin- und Säurestruktur ist der 2010 Gigondas ein idealer Essensbegleiter.
Im Restaurant Ammolite serviere ich den Wein zu folgendem Gericht von Peter Hagen: Geschmorte Backe und rosa gegartes Pluma vom Schwarzfuß-Schwein dazu ein Chorizo-Graupenrisotto und eine kräftige Jus mit leichtem Kreuzkümmel-Aroma. In dieser Kombination zeigt sich der Wein in seiner vollen Komplexität und unterstreicht die vielfältigen Aromen des Gerichts. Eine Symbiose wo Beide profitieren!

 

 


 

Weintipp September 2013


Spiegelau - Weintipp - Robin Spitz Robin Spitz ist Sommelier / Restaurantleiter im Restaurant KellerWirtschaft in Oberbergen. Seine Ausbildung zum Restaurantfachmann absolvierte er im Hotel Adler in Häusern, danach folgten Stationen wie das Restaurant Schwarzer Adler, Restaurant lÓrtolan, Kempinski St. Moritz, das Restaurant Vendôme und Caduff´s Wine Loft in Zürich. Anschließend legte er die Prüfung zum Certified Sommelier in Liverpool sowie den Hotelbetriebswirt in Heidelberg ab.

Seine Weinempfehlung:
2010er Spätburgunder "S", vom Weingut FRANZ KELLER Schwarzer Adler vom Kaiserstuhl in Baden.

Das Weingut
Dieses traditionsreiche Weingut, malerisch gelegen im kleinen Oberbergen und eigentlich nicht mehr als ein winziger Punkt auf der Landkarte des Kaiserstuhls, hat dennoch großen Einfluss auf die deutsche Weingeschichte gehabt. Vor über 100 Jahren gegründet und mittlerweile in der dritten Generation in der Hand der Familie Keller, steht es wie kein anderes Weingut für durchgegorene Weine, für Weine, die ihre außergewöhnliche Herkunft des Kaiserstuhls perfekt widerspiegeln, und für Weine, die als ausgezeichnete Botschafter der Weinkultur Badens internationale Anerkennung gefunden haben.

Der Wein
Die Selektions-Weine bilden die Spitze des Weingutes. Diese großen Weine die auf Vulkanverwitterungsböden des Kaiserstuhls wachsen, durchzogen von Kalkadern, sind in Europa einmalig. So einmalig wie der Geschmack der S-Weine aus den besten und kraftvollsten Trauben. Im Glas zeigt der Wein ein elegantes leicht transparentes Rubinrot. Die anfänglich kühle Nase mit Fruchtaromen von roter Johannisbeere, Sauerkirsche und Weichsel geht über Rote Bete hin zu kräftigen Aromen von reifer Pflaume, Brombeere. Der elegante Holzeinsatz durch den Ausbau in kleinen Fässern aus Französischer Eiche wird durch Nuancen von schwarzem Pfeffer und Tabak erkennbar. Am Gaumen zeigt sich der Wein (selbstverständlich) trocken mit mittlerem Körper. Dieser Wein ist kein Blockbuster sondern bezaubert durch seine hohe Komplexität. Er wirkt sehr präzise und balanciert mit einer lebhaften Säurestruktur und feinkörnigen Gerbstoffen. Der lange mineralische Abgang rundet das Geschmacksbild ab.

Das Glas
Spiegelau Willsberger Collection Burgunder Rotweinglas.

Was gibt es zu essen?
Medaillons vom Rehrückenfilet aus heimischer Jagd mit Gewürzsauce, Schmorkohl und handgeschabten Spätzle.

 

 


 

Weintipp August 2013


Spiegelau - Weintipp - Marc Almert Marc Almert, Junior Sommelier im Restaurant Ente des Nassauer Hofs in Wiesbaden. Dort pflegt er gemeinsam mit Chef Sommelier Sebastian MacLachlan die 1000 Positionen umfassende Weinkarte und arbeitet gemeinsam mit Chefkoch Michael Kammermeier und Restaurantleiter Cem Yoldas daran, die 33jährige Tradition der Sternegastronomie in Wiesbaden fort zu setzen.

Der gebürtige Kölner, 21, begann seine Laufbahn als Hotelfachmann und Barmixer im Excelsior Hotel Ernst in Köln. Nach beendeter Ausbildung absolvierte er ein Traineeship, dass ihn in fünf Stationen durch Grand Hotels in ganz Deutschland führte. Seit November 2012 wirkt und lebt er nun in Wiesbaden. Er ist Mitglied des Sommelier Junior College der Sommelier-Union.

Seine Weinempfehlung:
2012 "Von Unserm" Riesling trocken, Balthasar Ress, Rheingau

Der Winzer
Christian Ress führt das Weingut nun in fünfter Generation. Insgesamt bewirtschaftet Ress 46 Hektar in verschiedenen Lagen des Rheingaus, Sitz des Weinguts ist in Eltville Hattenheim. Balthasar Ress gründete 1870 den Gasthof Ress und legte somit auch den Grundstein für das Weingut und den Handel. Das Weingut erlangte zuletzt durch einige in der Branche Aufsehen erregende Projekte, wie der Anlage des nördlichsten Weinbergs auf Sylt in 2009, der Eröffnung de privaten Weinkeller "wineBANK" in Hattenheim in 2009, der Versenkung des RESSpekts" in 2010 sowie einer 2010 begonnen Qualitätsoffensive bundesweit viel Aufmerksamkeit. Balthasar Ress ist Mitglied im VDP.

Der Wein
Bereits vor 140 Jahren hießen die ersten Weine des Gutes "Von Unserm". Diese Marke steht heute für den trockenen Gutswein für hohe Ansprüche, der in alter Tradition gepflegt und ausgebaut wurde - die Visitenkarte des Gutes. Der Wein präsentiert sich in einem hellen Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase besticht er durch ein Wechselspiel aus einer leichten Schärfe und fruchtigen Anklängen von Limetten sowie grünen Äpfeln. Die Säure ist frisch und knackig, die Mineralität spürbar; ein klassischer und authentischer Rheingau Riesling, der sowohl pur als auch in Begleitung mit leichten Speisen große Freude macht.

Was gibt es zu essen?
Geräucherte Wisper Lachsforelle mit Gurkensalat, Forellenkaviar, Crème Fraîche und Kartoffelchips Die leichte Lachsforelle gewinnt durch die Frucht des Rieslings. Seine typische Mineralität und Säure unterstreichen die Frische der Gurken und des Crème Fraîches.

Das Glas
Das Weißweinglas aus der Vinovino Serie ist ideal um diesem Rheingauer Riesling die perfekte Bühne zu bieten. Die noch jungen Aromen strömen aus der schlanken Öffnung ungehindert in die Nase des Genießers, und die bauchige Form ermöglicht dem Wein ausreichend zu atmen, um seine mineralischen Noten zeigen zu können.

 

 


 

Weintipp Juli 2013


Spiegelau - Weintipp - Anna-Lena Junge Von Simone Ladewig, Chef de Rang im 4 Sterne Superior Hotel Herzogspark in Herzogenaurach.

Nach der klassischen Babypause fand sie den Einstieg sofort im Service in der gehobenen Gastronomie. Die eigenen Ansprüche wurden dem Basiswissen in der Weinkunde nicht mehr gerecht. So arbeitete sie 2007 ein Jahr als Praktikantin im Weingut Wirsching in Iphofen und absolvierte den Lehrgang zur IHK geprüften Sommelière in München im Jahr 2011 mit Erfolg. Seit Anfang dieses Jahres ist sie Mitglied der Sommelier-Union.

Das Weingut
Dieses so perfekt bis ins letzte Detail gut organisierte Familienunternehmen demonstriert durch seine Expansion der Weingüter weltweit nicht nur eine gute Marketingstrategie, sondern ebenso eine große Verbundenheit mit dem Boden, dem biologischen Anbau und damit auch den Respekt vor der Natur. 2300 Hektar Rebland aufgeteilt in Spanien in die Appellationen Penedes, Conca de Babera, Priorat, Jumilla, Ribera del Duero, Rueda und La Rioja. Auch die in Kalifornien und Chile werden ausschließlich von Familienmitgliedern geleitet! Ein Weinberg vor seinem Haus, bestockt mit Riesling, hat Torres namentlich seiner Frau Waltraud gewidmet, was seine ganze Leidenschaft widerspiegelt!
2010 erhielt Torres vom Meininger Verlag den Ehrenpreis für sein Lebenswerk!

Ihr Weintipp
2009 Gran Vina Sol, Familia Torres SA , D.O. Penedes, Katalanien, Spanien

Der Wein
Mit fast 100% im Barrique gereiftem Chardonnay und einem geringen Teil der im Cava wichtigen Rebsorte Parrelada, findet der Wein eine perfekte Balance zwischen einer unaufdringlichen dichten Textur, die dem Chardonnay-Anteil zuzuschreiben ist, sowie einem Hauch von Frische, die auf das Konto der eleganten Parrelada geht.
In der Nase ein opulentes Gemisch verschiedener Früchte von gereiften gelben Äpfeln, Grapefruit und Pfirsich, wird er am Gaumen von Schmelz, cremiger Fülle und einer dezent präsenten Würze unterstützt. Ich empfehle den Wein bei einer Trinktemperatur von 12 Grad zu geniessen. So kann er sein volles Potenzial entfalten und ist ein ebenbürtiger und stilvoller Begleiter zu hellem Fleisch.

Das Glas
Das Rotweinglas Magnum, aus der Serie Spiegelau Hybrid, lässt dem Wein Raum und Fläche, um sich in seiner vollen Größe zu präsentieren ohne aber dabei an Frucht durch eine zu große Öffnung zu verlieren! Die Besonderheit der ausgeklügelten Kühlung des Glases ist ein zuverlässiger und wichtiger Garant für eine konstante Temperatur und sorgt so für ein ungetrübtes Trinkvergnügen!

Das Essen zum Wein
Begleitet wird der "Gran Vin" von einer Kreation vom Souschef Christian Baehr aus dem Hotel Herzogspark, der Stationen in Berlin, München, Fürth, Palma de Mallorca und Madrid in namenhaften Häusern hinter sich hat.
Zu diesem Wein empfiehlt er: auf Niedertemperatur gegartes "Rosa Kalbsfilet und Atlantik Hummer" an Creme Catalan von gerösteten Mandeln, dazu einen Orangen-, Oliven-, Traubensalat mit Safranschaum.

 

 


 

Weintipp Juni 2013


Spiegelau - Weintipp - Anna-Lena Junge Der Weintipp für Juni von Anna-Lena Junge, Commis- Sommelière im Romantik Hotel Goldene Traube in Coburg.

Die gebürtige Sauerländerin hat zunächst ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Romantik Hotel Haus Platte in Niederhelden absolviert, wobei sie ihr Interesse für den Wein entdeckt hat. Endgültig verliebt hat sie sich in die Welt der Weine während eines drei monatigen Aufenthaltes in den Weinregionen Südafrikas. Im Juni 2012 hat Anna-Lena den Abschluss als Commis-Sommelière beim IWI in Bad- Neuenahr erlangt und ist seit Jahresanfang Mitglied des Sommelier Junior College der Sommelier-Union Deutschland.

Ihre Weinempfehlung:
2007er Cà' del Pazzo , Caparzo I.G.T. Toskana

Das Weingut:
Caparzo- die 1970 gegründete historische Weinkellerei in Montalcino ist nicht nur bekannt durch den mittlerweile internationalen Erfolg, sondern auch, weil sie zu den Weingütern zählt, die am meisten zur Entstehung des Mythos von Brunello beigetragen hat. Seit 1998 ist Caparzo, neben den Weingütern Borgo Scopeto und Doga delle Clavule, in den Händen von Elisabetta Gnudi Angelini, einer Frau, die sehr zielorientiert arbeitet.
Ihre Philosophie, ein historischer und gleichzeitig zukunftsweisender Produzent zu sein, hat sie durch den Gebrauch von modernsten Technologien und der Engergiergewinnung durch Solarkollektoren bereits gut umgesetzt. Stolze 81 ha verteilen sich auf die besten Lagen in Montalcino und ergeben eine durchschnittliche Jahresproduktion von 500 000 Flaschen.

Der Wein:
Cà' del Pazzo, benannt nach der ursprünglichen Bezeichnung für die heutige Ortschaft Caparzo, ist eine Komposition aus den Rebsorten Sangiovese und Cabernet-Sauvignon. Im Glas präsentiert sich der Wein mit einem kräftigen Rubinrot im Kern, hellen Rändern und einer mittleren Viskosität. In der Nase dominieren Aromen von reifen Sauerkirschen und Waldbeeren, gepaart mit würzigen Nuancen von buntem Pfeffer, Gewürznelken und Trüffel. Am Gaumen widerspiegelt sich die bereits erahnte Ansammlung von Aromen und wird durch samtweiches Tannin und eine leichte Säure vervollständigt. Ein Gefühl von Fülle und Saftigkeit breitet sich im gesamten Mundbereich aus.
Im Abgang bleibt noch lange der Eindruck, eine Handvoll gereifte Waldbeeren gegessen zu haben.

Das Glas:
Für den optimalen Trinkgenuss empfehle ich das Bordeauxglas aus der Serie Vino Grande von Spiegelau. Durch die großzügige Öffnung kann sich das Spektrum an Aromen voll entfalten und die Fülle des Weines kommt bestens zur Geltung.

Was gibt es zu essen?
Sternekoch Stefan Beiter vervollständigt das Geschmackserlebnis mit einem rosa gebratenen Rinderfilet unter einer leicht süßlichen Nuss- Rosinenkruste mit feinen Orangenfilets und Kerbelwurzelpüree.

 

 


 

Weintipp Mai 2013


Spiegelau - Weintipp - Eric König Weintipp für Mai - von Eric König, stellv. Restaurantleiter im Restaurant Christophorus in Stuttgart

Der 26-jährige Schwabe absolvierte seine Ausbildung zum Hotelfachmann in einem Businesshotel in Stuttgart-Vaihingen. Nach der Ausbildung zog es ihn in Helmut Thieltges' Waldhotel Sonnora in Dreis. Als nächste Station suchte er sich, heimatverbunden zu Stuttgart, die damalige Zirbelstube im Hotel am Schlossgarten aus. Weitere Sationen waren das Restaurant Cube in Stuttgart und das Restaurant Goldberg in Fellbach.

Seit März 2011 ist Eric König nun im Restaurant Christophorus im Porsche Museum beschäftigt. 2012 legte er in München seinen IHK geprüften Sommelier ab und seit Herbst letzten Jahres ist er Mitglied des Sommelier Junior Colleges der Sommelier Union.

Seine Weinempfehlung:
2011er Trollinger "Goldadler", Weingut Zimmerle in Korb,Württemberg

Der Winzer:
Der Vater Friedrich Zimmerle und sein Sohn Jens Zimmerle leiten das ca. 15ha große Weingut zusammen. Jens Zimmerle lernte sein Geschick für herausragende Weine in Württemberg und im Bordeaux. Der Vater freute sich sehr über die Rückkehr seines Sohnes und überlässt ihm die Hauptverantwortung. Das schwäbische Familienweingut hat für die Größe des Guts einen ausgeprägten Rebsortenspiegel was der Qualität der Weine aber in Nichts nachsteht. So war es für Vater Friedrich Zimmerle selbstverständlich schon früh auf naturnahes bearbeiten der Weinberge zu achten ohne einen großen Wirbel zu machen-schwäbisch bodenständig eben. Im Moment wird der letzte Schritt zum biologischen gesetzt.

Das Weingut liegt an der Württembergischen Weinstraße und wird von der Korber Höhe, Hörnleskopf und Kleinheppacher Kopf umschlossen. Der folgende Wein kommt aus der Einzellage des Kleinheppacher Kopfs. Diese Lage ist sehr steil und wird sonnenverwöhnt durch Südhangausrichtung. Auf verschiedenen Keuperschichten wachsen 30 Jahre alte Trollinger Reben. Wie üblich bei Zimmerles wird auf eine lange Maischestandzeit wertgelegt. Der Wein wird für ca. 18 Monate in französische Barriques gelegt, wo er zu einem ganz untypischen ‚Schlozerle' gedeiht.

Der Wein:
Beim Einschenken zeigt sich der 2011er Trollinger "Goldadler" in einem durchlässigen Rubinrot bei einer mittleren Viskosität. Im ungeschwenktem Glas springen einen schon förmlich verschiedene rote Beeren und leicht kräutrig wirkende Aromen in die Nase. Diese Aromen wirken sehr fein und dicht. Beim ersten Schwingen breiten sich dann Hagebutte, Cranberries, Johannisbeeren, Himbeeren und eingelegte Kirschen aus. Außerdem kommen Aromen von Vanilleschoten und ein Hauch von Anis dazu. Nach etwas Standzeit im Glas verdichten sich die Aromen zu etwas leicht rauchigen Kompott von Wildkirschen und einem feinen Muskatton. Im Mund wiederholen sich die feinen Fruchtnuancen. Der Wein ist trocken ausgebaut.Die Kirsche steht präsent im Vordergrund. Nach und nach freut man sich über das bunte Fruchtspektrum, das im vollen Gange ist. Preiselbeere und Johannisbeere gesellen sich zur Kirsche und die feine, aber durchaus präsente Säure lassen das hauchzarte Tannin am Mundrand entlang ziehen. Zurück bleibt ein sehr langes, leicht cremiges, fruchtiges Mundgefühl mit feinsten Muskatanklängen. Der Wein ist noch sehr jugendlich, verspricht aber ein sehr gutes Potenzial und so denke ich, dass er in 1-2 Jahren sehr schön zu trinken sein wird.

Das Glas:
Ich empfehle diesen Wein in einem Rotweinglas Ballon der Serie Authentis von Spiegelau zu genießen. Dieses Glas bietet dem noch jugendlichen Wein die perfekte Zufuhr von Luft und lässt ihn sich voll in all seine Fruchtaromen entwickeln. Der Trollinger sollte zwischen 12-15 Grad serviert werden.

Was gibt es zu essen?
Auf der Haut gebratener Zander auf Chrizo Risotto an einem Anisschaum

 

 


 

Weintipp April 2013


Spiegelau - Weintipp - Sybille Herbst Weintipp für April - von Sybille Herbst, Sommelière und Inhaberin Restaurant "Atable" in Ludwigshafen

Sybille Herbst ist seit 2004 als Sommelière tätig und hat gerade zusammen mit Ihrem Lebensgefährten Swen Bultmann ihr eigenes Restaurant in Ludwigshafen eröffnet. Im Restaurant Atable steht Wein in Kombination mit raffinierten Gerichten im Mittelpunkt. Auf der Weinkarte finden sich neben den Gewächsen aus der nahen Pfalz vorrangig deutsche Weine und Weine aus Frankreich, Italien und Spanien. Beruflichen Stationen der 34-Jährigen waren unter anderem das Landhaus St. Urban, die Ente in Wiesbaden, das La Vie in Osnabrück sowie der Ketschauer Hof in Deidesheim.
Nach Ihrer Sommelierausbildung in Koblenz war sie Mitglied im Junior College der Sommelier-Union und belegte 2007 bei der Trophée Ruinart Deutschland den 2. Platz.

Ihre Weinempfehlung
2010 Chianti Classico, Monteraponi, Toskana

Das Weingut
Die Azienda Agricola Monteraponi liegt in Radda mitten im Chianti Classico Gebiet. Das Weingut ist nach der Mittelalterlichen Burg und dem gleichnamigen Hügel benannt,auf dem sich das Weingut befindet. Erst seit 1997 werden auf Monteraponi von der Familie Braganti eigene Weine ausgebaut. Der Winzer Michele Braganti produziert Weine in einem klassischen und geradlinigen Stil. Die Weine werden vorrangig in großen Holzfässern und nur zum Teil in Barrique ausgebaut. Bei den Rebsorten setzt Michele Braganti auf Sangiovese ergänzt durch die traditionellen Sorten Canaiolo, Ciliegiolo und Colorino.

Der Wein
Der Chianti Classico wird aus 90% Sangiovese und 10 % Canaiolo gekeltert.
Der Wein zeigt im Glas eine hell leuchtende, karminrote Farbe. Durch die helle Farbe darf man sich aber nicht hinwegtäuschen lassen über die Dichte und Länge, die der Wein am Gaumen zeigt.
Die Aromen von roten Früchten wie Sauerkirschen und Waldhimbeeren werden von frischen kräutrigen Noten begleitet. Bekommt der Wein Luft im Glas kommen Aromen von Cranberries, Leder, Steinpilzen und Thymian hinzu. Die gut eingebundene Säure trägt die Aromen und gibt dem Wein sehr viel Frische und Saftigkeit im Nachhall ohne jemals dominant zu sein.

Das Glas
Der Wein benötigt ein Glas mit großem Volumen um sich trotz seiner Jugend öffnen zu können und einen hohen Schaft, so dass der Alkohol das Bukett nicht dominiert. Ich empfehle das Rotwein-Magnum Glas aus der Wilsberger Serie.

Was gibt es zu essen?
Durch seine gut balancierte Art eignet sich der Wein hervorragend als Essensbegleiter. Ich würde ihn zu Wachtelbrust mit Pilzcouscous und jungen Möhrchen empfehlen. Aber auch zu anderen Geflügelgerichten und Kalbfleisch eignet sich der Wein.

 

 


 

Weintipp März 2013


Spiegelau - Weintipp - Barbara Engelbrecht Der Weintipp im März kommt von Barbara Englbrecht, Chef de Rang im Restaurant Dallmayr in München.

Die 24-Jährige Chiemgauerin schloss 2009 ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau in einem kleinen Hotel am Chiemsee ab und war danach im Gourmetrestaurant Le Ciel im InterConti in Berchtesgaden beschäftigt. Zeitgleich absolvierte sie an dem International Wine Institute in Bad Neuenahr die Prüfung zur Commis Sommelière. Seit März 2012 unterstützt sie das Team im Zwei-Sterne-Restaurant Dallmayr bei Diethard Urbansky in München und ist seit Herbst letzten Jahres Mitglied des Sommelier Junior Colleges der Sommelier Union.

Ihre Weinempfehlung:
2010er Pinot D'Alsace, Domaine Marcel Deiss, Bergheim, Elsass

Der Winzer
Jean-Michel Deiss ist einer der glühendsten Verfechter des Terroir-Konzeptes im Elsass. Er bewirtschaftet seine 26 ha Rebgärten des alten Ortes Bergheim an der Elsässer Weinstraße biodynamisch. Damit das Naturell des Bodens und des Mikroklimas im Wein optimal zur Geltung kommt und somit die Vielfalt der Landschaft schmeckbar und spürbar ist, setzt Deiss auf die gemeinsame Vinifikation verschiedener Rebsorten, die im selben Weinberg gemischt angepflanzt werden. Da er die seitlichen Wurzeltriebe abschneidet, zwingt der die Rebe tief in die Erde zu wurzeln, wodurch der Lagen-Geschmack noch intensiviert wird. Die primären Fruchtaromen, die heute bei vielen langweiligen und "austauschbaren" Weinen vorherrschen, treten in den Hintergrund. Alle Weine verweilen mindestens 1 Jahr auf der Feinhefe, danach mind. noch 1 Jahr in der Flasche, bevor sie vermarktet werden.

Der Wein
Der 2010er Pinot blanc zeigt sich in einer strahlenden, goldgelben Farbe mit mittlerer Viskosität. Intensive Fruchtaromen steigen eindrucksvoll in die Nase. Sie erinnern an rote Äpfel, Birnen und an einen Hauch von exotischen Früchten. Der trockene Weißburgunder lässt die Fruchtigkeit im Mund phänomenal zur Geltung kommen, wobei das Mundgefühl von zarter Mineralität angenehm unterstrichen wird. Dieser steinige Unterton und die begleitende, rassige Säure lassen den Tropfen herrlich frisch wirken. In einem sehr langen Nachklang hinterlässt er am Gaumen Noten von Honig und eine überaus angenehme Cremigkeit. Im Elsass gehören rebsortenreine Weine zu den besten da sie mit Klarheit, Extrakt, Frucht und Konzentration überzeugen. Diese Komponenten finden in diesem Pinot d'Alsace harmonisch zusammen. Er beeindruckt mit mittelkräftigem Körper und einem ausgewogenen Frucht-Säure-Spiel.

Das Glas
Der Weißweinkelch aus der Serie Vino Grande gewährleistet dem Pinot blanc ausreichend Raum um einmal tief Luft zu nehmen. Trotz seines jugendlichen Alters eine unabdingbare Notwendigkeit, denn der sensationelle Weißburgunder sollte dem Weinliebhaber nichts vorenthalten müssen.

Was gibt es zu essen?
Diethard Urbansky begleitet diesen Wein mit sautierten Froschschenkeln und Kalbsbries. Für Frische sorgt die Gulaschsauce mit dezenter, säuerlicher Note. Abgerundet ist das Gericht mit würzigem Speckschaum.

 

 


 

Weintipp Februar 2013


Spiegelau - Weintipp - Philipp Künemund Philipp Künemund ist "Jungsommelier" im Restaurant Tantris in Schwabing / München. Seine Ausbildung zum Restaurantfachmann absolvierte er im Hotel "Jäger von Fall", danach folgten Stationen wie das Restaurant Dallmayr und das Gourmetrestaurant Lerbach. Anschließend legte er die Prüfung zum IHK geprüften Sommelier in München ab.

Seine Weinempfehlung
2011er Siefersheimer Heerkretz Riesling, Großes Gewächs vom Weingut Wagner Stempel aus Rheinhessen.

Das Weingut
Ganz im Nordosten Rheinhessens, nur wenige Kilometer südöstlich von Bad Kreuznach, liegt Siefersheim. Die Ortschaft ist umgeben von steilen Hügeln, die dem Besucher eine traumhafte Aussicht gewähren. Ihre besondere Bodenstruktur (geprägt von vulkanischen Gesteinen Porphyr und Melaphyr) trägt zu aromareichen und charakterstarken Weinen bei. Im Jahre 1845 wurden die ersten Grundsteine des Wagnerschen Hofes gelegt. Was einst ein Mischbetrieb war, wurde über die Generationen hinweg zu einem Spitzenweingut geformt, das heute zu Recht zu einem der renommiertesten Güter Deutschlands gehört.Die Weinberge werden ökologisch bearbeitet. Qualität steht an erster Stelle. Somit versteht es sich von selbst, dass alle Trauben selektiv von Hand gelesen werden. Die Weine sollen dem Genießer den Extrakt und individuellen Charakter der einzelnen Lagen im Glas authentisch widerspiegeln. Deshalb wird unter anderem auf die Verwendung von Reinzuchthefen komplett verzichtet.

Der Wein
Heerkretz "Eine Perle der Natur" ist das Hauptsteckenpferd des Weinguts. Es handelt sich um eine kühle Lage, die dem Riesling ideale Bedingungen bietet. Die Trauben reifen dadurch langsamer, meist bis in den November hinein, und haben somit viel Zeit, um ihr Potenzial voll ausschöpfen zu können. Die niedrigen Erträge, die im Schnitt bei 30 - 40 hl/ha liegen, tragen zu einem intensiven Bukett bei, das an fruchtig - floraler Finesse von Pfirsich, Maracuja, sowie einem Hauch Orangenblüten erinnert. Doch auch der Porphyr, auf dem die Rebstöcke gewachsen sind, zeigt sich deutlich in Form von kräutrigen Nuancen wie Melisse, Basilikum und Minze.Gibt man dem Wein etwas Zeit, entfaltet sich die Aromatik wie ein Pfauenrad. Akzente von Feuerstein und Vanille runden das Gesamtbild ab. Am Gaumen präsentiert sich der Wein mit einer unglaublichen Präzision in mundfüllender Substanz. Darauf folgt eine animierend straffe Säure, fast schon salzig wirkende Mineralität und ein fruchtig opulenter Körper. Hinzu kommt ein zarter Schmelz von kandierten gelben Früchten, der Lust auf den nächsten Schluck macht. Selbst nach dem Trinkgenuss bleibt der Wein noch unglaublich lang am Gaumen. Ein Finish, bei dem es schwer fällt, einzelne Akzente zu definieren. Denn es bietet die Möglichkeit, sich am großen Ganzen zu erfreuen, in dem man die Harmonie, die Balance und das Potential dieses Weines erkennt.

Das Glas
Große Weine brauchen große Gläser! Ein junger, facettenreicher Wein braucht Platz, um die Dichte seiner Aromen optimal entfalten zu können. Denn Kraft und Extrakte eines Weines kommen durch eine größere Glasform (z.B. "Beverly Hills" Ballon) in ihrer geschmacklichen Harmonie und Vielfalt besser zur Geltung.

Was gibt es zu essen?
Kräftige Fischgerichte, wie z.B. Rochenflügel mit Orangenvinaigrette, Standmuscheln und schwarzem Risotto.

 

 


 

Weintipp Januar 2013


Spiegelau - Weintipp - Götz Drewitz

Götz Drewitz ist der Regionalsprecher der Sommelierunion in der Region Mitte. In seinem ersten Leben hat er Geographie studiert, sich dann aber schnell dem Thema Wein zugewendet. Er ist staatlich geprüfter Weinwirtschafter und IHK zertifizierter Dozent an der Deutschen Wein- und Sommelierschule. Seine beruflichen Stationen waren Mövenpick Wein, das Weingut Dr. Bürklin-Wolf und Ecovin heute berät er als Vertriebsleiter bei Vinaturel, ein Fachhändler für hochwertige und biodynamische Weine, den Fachhandel und die Topgastronomie.

Seine Weinempfehlung
2011er Riesling Basalt vom Weingut Odinstal aus der Pfalz

Das Weingut
Das Wachenheimer Odinstal liegt auf einer Höhe von bis zu 350m ü NN und ist damit die höchste Einzellage der Mittelhaardt. Die dadurch bedingten etwas kühleren Temperaturen lassen die Trauben auf kleiner Flamme ausreifen. Dadurch entstehen sehr filigrane, subtile Aromen. Die Weinberge sind umgeben von Wäldern und einzigartigen naturgeschützten Wiesen, die einen besonderen Artenreichtum in Flora und Fauna besitzen. Das Weingut liegt quasi direkt auf dem erloschenen Vulkan des Pechsteinkopfes. Dadurch ergibt sich eine einmalige geologische Vielfalt auf kleinstem Raum Die Weinbergsböden sind geprägt von Basalt, Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Die Weinberge werden biodynamisch bearbeitet. Die von Hand gelesenen, sorgfältig selektierten Trauben werden nach einer individuellen Mazeration schonend ausgepresst und langsam, mit natürlichen Hefen, vergoren. Um den Charakter der Weine zu erhalten, wird auf jegliche Eingriffe in das Weingefüge verzichtet.

Der Wein
Der Riesling "Basalt" ist der Topwein des Weingutes. Er kommt aus einer stark vom Basalt geprägten Parzelle mit den ältesten Weinstöcken des Weingutes. Die Erträge liegen bei pfalzuntypischen 20-30 hl/ha. Dadurch bekommt der Wein eine unglaubliche Dichte und Konzentration, ohne jedoch schwerfällig oder plump zu wirken. Das Terroir erzählt durch die Rauch- und Specktöne seine eigene Geschichte. Darüber hinaus überzeugt der Wein durch sehr feine tropische Fruchtaromen in Richtung Mango und Maracuja. Begleitet von den Riesling typischen Pfirsich- und Aprikosenaromen. Die durchaus vorhandene Säure ist durch die fast salzige Mineralität kongenial abgepuffert; lässt den Wein aber geradezu über die Zunge tänzeln. Der Abgang ist samtig und weich und doch erfrischend. Ewig bleibt der rauchige Eindruck im Mund. Man wird nachdenklich, sinniert und freut sich, dass es solche Weine gibt.

Das Glas
Der Wein steht erst am Anfang seiner Entwicklung. Er braucht Luft. Also am besten dekantieren und aus einem geräumigen Glas genießen. Zum Beispiel aus dem Authentis Weißweinkelch

Was gibt es zu essen?
Als junger Wein würde ich ihn als Solist bevorzugen. Wenn man noch 2-3 Jahre wartet begleitet er vortrefflich einen gebratenen Seeteufel mit provenzalischem Ofengemüse.