Skip to Main Content »

Ihr Warenkorb ist leer.
Kontakt
Search Site

 

Weintipp Dezember 2016


Weintipp von Ronny Schreiber

Der Weintipp für Spiegelau von Ronny Schreiber,
Chef Sommelier im Gourmet Restaurant St Jacques by Alexander Wulf in Heinsberg.

Ronny Schreiber, gebürtig aus Haiger in Hessen, absolvierte nach dem Fachabitur eine Ausbildung zum Restaurantfachmann. Anschließend lebte er ein Jahr in Australien und arbeitete dort in der Spitzengastronomie. Zurück in Deutschland schaffte er den Einstieg in die hiesige Sterne Gastronomie und wurde nach kurzer Zeit Restaurantleiter und Sommelier im Gourmet Restaurant St. Jacques. Im Jahr 2014 absolvierte Ronny Schreiber erfolgreich die Prüfung zum IHK geprüften Sommelier und 2015 erreichte er den 2. Platz als "Nachwuchs Sommelier". Auf Reisen quer durch Deutschland machte er Station im Restaurant Steinheuer mit 2 Sternen und bei Christian Bau an der Mosel mit 3 Sternen. Seit über einem Jahr ist er nun wieder als Chef Sommelier im Gourmet Restaurant St Jacques by Alexander Wulf in Heinsberg (1 Stern 17 Punkte) tätig.

Die Weinempfehlung
2015 Chardonnay „Holzfass“
Weingut Knewitz
Appenheim/Rheinhessen

Das Weingut
Das Weingut Knewitz wird seit 2010 von den Brüdern Tobis ( 25 Jahre) und Björn Knewitz (23 Jahre) geleitet. Das Weingut ist 20 ha groß die sich auf die Lagen in Appenheim, Nieder Hilbersheim und Gau-Algesheim verteilen. Die Kalk- und Eisenerzböden verleihen den Weinen ihre klare und feine Stilistik. Das Hauptaugenmerk des Weinguts sind die Lagen Rieslinge  aus den Lagen Hundertgulden, Steinacker, Goldberg, sowie für Weissburgunder der Eselspfad.

Der Wein
Der Chardonnay „Holzfass“ ist der neueste Wein der beiden Brüder. Die Idee war es einen Wein zu erzeugen, der auf der einen Seite eine gewisse Tiefe und Komplexität mit sich bringt, der Trinkfluss aber nicht verloren geht. Die Gärung findet mit traubeneigenen Hefen zu 100% im Holz statt. Davon 70 % in zweit- und drittbelegten Barriques (Troncais-Eiche) und 30 % im traditionellen 1.250 l Holzfass, aus deutscher Eiche, die ebenfalls auf Kalkböden in der Region wächst um den Ausdruck des Boden nochmals besonders hervorzuheben.

Diese Balance zwischen Komplexität und Trinkfluss ist den beiden bei diesem Wein perfekt gelungen. Das Holz ist stilsicher eingebunden und verleiht dem Wein eine enorme Vielschichtigkeit. Leichte Röstaromatik gepaart mit einer feinen Mineralität und Saftigkeit geben dem Wein diesen tollen Trinkfluss. Das leicht cremige Finish macht den Wein, der unter 10 Euro ab Weingut zu haben ist, für mich zu einem der besten Chardonnays in Deutschland in diesem Preissegment.

Das Glas
Als Glas empfehle ich das Burgunder Glas aus der Grand Palais Exquisit Reihe. Das bauchige Glas gibt dem jungen Wein platz sich zu entfalten.

Was gibt es zu essen?
Auf der Haut gebratener Steinbutt mit Sellerie, sautiert, frittiert und als Püree mit karamellisiertem Bouillabaisse Sud.

 


 

Weintipp November 2016


Weintipp von Maria Rehermann

Der Weintipp für Spiegelau von Lisa Bader,
Chef Sommelière im Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.

Gebürtig aus Baden stammend, zog es Lisa Bader nach dem Abitur in die Schweiz, wo sie einen Bachelor Abschluss in International Hospitality and Event Studies machte. Bereits dort lernte sie ihre Liebe zu Speise und Wein kenne, woraufhin sie in Koblenz ihren IHK geprüften Sommelier absolvierte. Nach sehr lehrreichen Stationen im Erno’s Bistro in Frankfurt und dem Kronenschlösschen in Hattenheim übernahm sie im Januar 2016 die Position der Chef Sommelière für das Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.ère für das Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.

Die Weinempfehlung:
Joern Wein, Rheingau, Deutschland
2014 Riesling Hasensprung „Stückfass“

Das Weingut
Schon als Kellermeister der Ankermühle hat Jörn Goziewski durch seine ganz eigene Art der Interpretation eines Weins aus dem Rheingau für Aufsehen gesorgt. Neben Staunen und teilweise Skepsis haben seine Weine auch heute eines gemeinsam – einen individuellen und bodenständigen Charakter.

Als Jörn 2015 anfängt, seine Weine unter eigenem Label zu vermarkten, erkennt man schnell, dass er seiner Philosophie, die Vielseitigkeit des Rieslings herauszuarbeiten, weiterhin treu bleibt. Durch den Einsatz unterschiedlichster Techniken, vom klassischen Edelstahl über Stückfass und Tonneaus, entstehen Weine, die allesamt ganz eigene, inspirierende Interpretationen des traditionellen und naturnahen Weinbaus sind.

Auf 1,3ha, von denen ca. 80% auf den Rüdesheimer Berg entfallen, wachsen jedes Jahr die Reben, die 3000-4000 Flaschen füllen.

„You can’t buy happiness – but you can drink JoernWein“ ist einer der Leitgedanken, denen der Jungwinzer folgt, der sich jedes Jahr als aktiver Gastwinzer bei Elephant Hills in Neuseeland neue Ideen und Anregungen holt.

Der Wein
Der Name Hasensprung hat seinen Ursprung tatsächlich in der Tierwelt. Der Hase, der als Symbol der Fruchtbarkeit gilt, stellt einen der verbreiteten Bewohner der nach Südosten ausgerichteten Rebhänge dar, die sich vom östlichen Ortsausgang von Johannisberg bis hin zu Schloss Vollrads auf rund 100ha erstrecken.

Die vorherrschenden Böden sind von tiefgründigem Löss dominiert und mit einer Kies- und Lösslehm Auflage versehen, wodurch insgesamt kraftvolle und körperreiche Weine erzeugt werden.

Die reife Spätlese präsentiert sich in der Nase zunächst mit einer tiefen Fruchtaromatik nach reifer Aprikose und rotem Pfirsich, wobei reifere Nuancen nach Kiwi und etwas Guave ebenfalls eine hintergründige Rolle spielen. Eine unbeschwerte Floralität umspielt mit Orangenblüte, Macis und etwas Efeu die zunächst recht maskuline Holznote des 18-monatigen Ausbaus im neuen Stückfass auf der Vollhefe, die sich direkt nach dem Öffnen der Flasche mit dunkler Schokolade zeigt und sich nach einiger Zeit im Glas weich in die Aromatik des Weins einfügt.

Am Gaumen besticht der Wein mit einer unglaublich präzisen und frischen Säure, die der cremigen Struktur und dem Holz keine Chance lässt, dem Wein seiner Finesse zu berauben. Der unfiltroert abgefüllte und wenig geschwefelte Wein zeigt sich mit einer gehaltvollen Struktur, die die intensive Fruchtaromatik begleitet, die sich bereits in der Nase gezeigt hat, und verleiht dem Wein bereits in seinem jugendlichen Alter eine beeindruckenden Länge.

Das Glas
Der doch recht kräftige und kompakte Wein benötigt Platz im Glas, um sein Aromenspektrum durch eine ausreichend große Oberfläche und somit Kontakt mit Sauerstoff zu entfalten und vor allem der Holznote gewährt sich harmonisch in das Gesamtbild des Weins einzufügen. Ein klassischer Weissweinkelch kommt daher nicht für mich in Frage. Meine Wahl fällt auf das Rotwein / Wasser Glas der Authentis Serie wo dem Wein genug Platz zugesprochen aber auch Halt gegeben wird.

Was gibt es zu essen?
Den Wein würde ich gerne zu einem klassischen Rindertartar trinken oder auch zur traditionellen deutschen Küche, wie Himmel und Ääd, mit seinem Kartoffelstampf und Apfelmus in der Kombination mit gebratener Blutwurst und geschmorten Zwiebeln.

 


 

Weintipp Oktober 2016


Weintipp von Maria Rehermann

Der Weintipp für Spiegelau von Maria Rehermann,
Sommelieré im Reinstoff in Berlin.

Maria Rehermann absolvierte die Ausbildung zur Restaurantfachfrau auf Hotel Burg Wernberg, Relais & Châteaux, (2 Michelinsterne, Restaurant Kastell). Anschließend arbeitete sie im Bayerischen Hof in München, Schottland in St. Andrews im Old Course Hotel, Südfrankreich und nun Berlin. Des weiteren arbeitete sie als Chef de Rang bei Tim Raue Restaurant. Seit letztem Jahr ist Sie im Reinstoff in Berlin und absolvierte im Juli erfolgreich die Prüfung Sommelière.

Die Weinempfehlung: 2015 Avesso, Quinta de Covela, Vinho Verde

Da ich erst Anfang September zusammen mit dem SommelierCollege ins Vinho Verde reisen durfte, habe ich mich für einen Wein entschieden der mich nicht nur vor Ort, sondern auch wieder zurück in Berlin in einer Nachverkostung nachhaltig beeindruckt hat.

Das Weingut

Einer Wiedergeburt der Quinta der Covela kam die Übernahme durch Tony Smith und Marcelo Lima (Smith&Lima Lta; deren auch die Weingüter Quinta Boavista und Quinta Tecedeiras im Douro angehören) im Jahr 2011 gleich. Hier hat man nicht nur finanziell in das stark vernachlässigte Weingut investiert, sondern auch großen Wert auf die Erfahrung alter Mitarbeiter gelegt, welche größtenteils wieder eingestellt wurden.

Obwohl schon im Süden des Vinho Verde gelegen, in der Region Baião, wo der Douro nicht nur sichtbar die Regionsgrenze markiert, wachsen die 20 ha Reben (von insgesamt 49 ha) auf Covela in einem eher mediterran anmutendem Klima heran. Nicht nur die Granitböden mit sandiger Auflage prägen hier ausschlaggebend das Terroir, auch der Einfluss der vielen Zitrusbäume, welche die Weinberge umfassen, ist in den Weinen deutlich wieder zu finden. Neben der biologischen, wenn auch nicht zertifiziert, Bewirtschaftung werden die Reben, deren alter zwischen 10 und 30 Jahren liegen, bereits in Drahtrahmen erzogen. Die Lese erfolgt dennoch ausschließlich selektiv per Hand. Ausgebaut werden die meisten Weine nach spontaner Gärung vorwiegend im Edelstahl oder Beton. Neben autochthonen Rebsorten, wie Avesso, Arinto und Loureiro, werden auf Covela auch internationale Rebsorten wie Chardonnay, Viognier oder Gewürztraminer angebaut. 

Der Wein

Überzeugt von Avesso hat mich zum einem, dass diese Rebsorte, ähnlich wie unsere Rieslinge von der Mosel, hervorragend ihr Terroir widerspiegeln können. Zum anderen lässt dieser Wein jetzt schon erahnen welch Potenzial nicht nur im Bezug zur Flaschenreife einem im Glas begegnet.

In der Farbausprägung eher verhalten, mehr an Stroh als an Zitronengelb erinnernd, überzeugt der 2015er Avesso umso mehr in der Nase und am Gaumen. Wirkt er in der Nase eher noch von Zitrusfrüchten und leicht floralen Noten wie weißen Blüten und Zitronenmelisse geprägt, so tritt auf der Zunge nach und nach eine wahnsinns Mineralität in Erscheinung die einen erstmal aufhorchen lässt. Hätte man das dem doch eher blass anmutendem “Weinchen” gar nicht zugetraut!

So überzeugt der Wein von einer tollen Komplexität, wobei ich mich gar nicht entscheiden kann, wovon ich gerade mehr beeindruckt sein soll, dem langen Abgang oder aber auch den 12,5% Alkoholvolumen, die man ihm wahrlich nicht anmerkt. 

Das Glas

Für diesen eher am unteren Ende von leicht bis mittelschweren Wein, tendiere ich zu einem Weißweinglas, das zum einem die fruchtigen und floralen Aromen zu unterstützen vermag, aber auch dem Wein genügend Platz gibt seine ganze Größe zu entfalten. So fällt meine Wahl auf das Spiegelau Rotwein/Wasserglas der Authentis Serie, welches nicht nur die genannten Aromen in der Nase sehr schön zum tragen bringt, sondern auch dem Wein eine sehr schöne Struktur gerade in Hinblick auf Aroma, Mineralität und Säure verleiht.

Was gibt es zu essen?

Fisch und Meeresfrüchte spielen hier ganz klar die Hauptrolle! Neben meiner neuen Lieblingsbegleitung zu Sushi, darf es sonst aber auch gerne Austern vorab, oder ein Zitrusfrucht Risotto mit beispielsweise gegrilltem Pulpo sein.

 


 

Weintipp August 2016


Weintipp von Steven Rößler-McAulay

Der Weintipp für Spiegelau von Steven Rößler-McAulay,
freiberuflicher Sommelier und Gründer von Sommelier Select in Blankenheim.

Der geborene Schotte ist überregional mit den Schwerpunkten Weinseminare, Wine & Dine Events und Weinreisen tätig. Er absolvierte seinen Abschluss zum Geprüften Sommelier bei der IHK Koblenz. Derzeit befindet er sich sowohl in der Ausbildung zum Fachsommelier für die Champagne IHK bei der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz als auch in einer WSET Ausbildung zum Weinakademiker bei der Weinakademie Österreich. 2016 wurde er vom Busche Verlag (Schlemmer Atlas) in den Kreis der Top 50 Sommeliers in Deutschland aufgenommen.

Die Weinempfehlung: Da der Sommeranfang in diesem Jahr etwas länger auf sich warten ließ, habe ich oft zu jener Rebsorte gegriffen, die wie kaum eine andere sowohl im Sommer als auch im Winter Spaß macht, der Grauburgunder.

Der 2015er Weinhaus Bettina Schumann, Grauer Burgunder trocken ''Dit is der Clou von’t Janze'' ist dafür ein echte Geheimtipp. Ich hätte sehr gerne den ersten Jahrgang besessen, den 2014er, aber der ist schon längst ausverkauft.

Der Name ''Dit is der Clou von’t Janze'' ist ein Tribut an die Berliner Schnauze der Winemaker, und ihr lang gehegtester Wunsch, genau den Grauen Burgunder zu machen, den sie immer wollte, ohne Kompromisse. Der Wein entsteht aus verschiedenen Terroirs in Baden, darunter der Ihringer Winkelberg, mitten in einer der wärmsten Regionen Deutschlands. Klimatisch ist der Kaiserstuhl für den Weinbau besonders günstig, hier herrschen Vulkanverwitterungs-, und auch Lössböden vor. Das Vulkangestein bringt eine enorme Mineralität und eine beeindruckende Länge, und der Grauburgunder liebt der Löß weil es für eine sehr schöne, und runde Fruchtigkeit sorgt. Es wird 100% spontan vergoren in 500 Liter fassenden österreichischen Tonneau’s mit einer Maischestandzeit von ca. 19 Stunden, welches dem Wein eine komplexe Aromatik und gewisse Farbtiefe, die etwas ins Rötliche geht, gibt. Wer die jungfräuliche Fassprobe erleben darf, wird von einem komplexen Aromenspiel umarmt.

Der abgefüllte Wein hat eine feine, elegante Säure und zeigt eine ordentliche Substanz, gepaart mit einer grossen Vielfalt an Aromatik. Weiche Aromen, Grapefruit, Honig, Ananas, kräutrig sogar bis Fenchel, und dazu leichte, dezente Röstaromen, Vanilleanklänge, würzig, Mandeln

Das Weinhaus Bettina Schuhmann

Bettina Schumann ist gebürtige Berlinerin und fand ihren Weg 2009 an den Kaiserstuhl, wo sie von 2009 bis 2014 als Kellermeisterin bei Weingut Zimmerlin in Bötzingen tätig war. 2015 hat sie in Bahlingen Wurzeln geschlagen und ihr eigenes Start-up-Unternehmen gegründet. Ihre Philosophie beschreibt sie selbst als ''Feuerfestes Schuhwerk für den Tanz auf dem Vulkan'', und spricht damit auch eine neue, junge Generation von Weintrinkern direkt an. Ihr Ziel ist : ''Bei der Vinifizierung alle Aromen, die Boden und Klima bereithalten, aus den Trauben herauszukitzeln.'' Sie vergärt spontan in Eichenfässern, wählt individuell das Holz, die Fassgröße und den Barrique-Anteil aus. Daraus entstehen Weine mit knackiger Säure und zähmender Frucht. Ihre jährliche Produktion beträgt ca. 27.000 Flaschen (2015), bei durchschnittlichen Erträgen von ca. 60hl / ha.

Das Glas

Nachdem ein Kollege mir vor Jahren die Authentis Gläser von Spiegelau empfohlen hat, und ich mich kurz danach selber davon überzeugen konnte, sind sie bei mir die erste Wahl. Dieser mittelschwere Wein kommt im Authentis Weißweinkelch perfekt zu Geltung. In der Nase feine, aromatische Nuancen und auf der Zunge die wunderbare Balance von Frucht, Alkohol und Säure, zusammen mit einer beeindruckenden Struktur ergibt ein Mundgefühl welches in einen lang anhaltenden Abgang übergeht. Last word goes to the Winemaker: ''Dieser Wein ist alles andere als eine Graue Maus, sondern eine farbenfrohe Drag-Queen.''

Mein Speisenvorschlag

Ein vielfältiger Speisebegleiter: Gegrilltes Hähnchen in einer cremigen Champignonsoße mit Reis, Gemüse und leicht geröstete Walnüsse (geraspelt). Wegen der dezenten Würze und nicht zu breiten Struktur ist der Wein auch für eine Vielzahl an asiatischen Gerichten ein passender Begleiter.




 

Weintipp Juni 2016


Weintipp von Christian Connerth

Der Weintipp für April von Christian Connerth,
Sommelier im Restaurant „WeinAmRhein“ in Köln

Seine Ausbildung zum Restaurantfachmann absolvierte Christian Connerth in dem Stuttgarter Restaurant „Zur Weinsteige“ danach zog es den gebürtigen Schwaben ins rheinische Köln. Hier arbeitet er seit Februar 2015 als Commis Sommelier im Restaurant „WeinAmRhein“. Im November 2015 gewann er den Sommelier Cup des Deutschen Weininstituts..

Das Weingut
Wehr- ein Name wie Donnerhall. Ganz ehrlich wer kennt diesen Ort und wo liegt er überhaupt? An der Mosel, doch wächst hier kein Riesling. Warum? Ganz einfach. Muschelkalk.
Dieser bedrängt nach Konz, wo alle Welt an die Saar abbiegt, den Schiefer. Hier an der Grenze zu Luxemburg ist Elblingland. Stephan Steinmetz, ein „Dickkopf mit Charme“, übernahm 1992 das Weingut und setzte von Anfang an auf Qualität. Handlese, Ertragsreduzierung und jeden Tag 110% Leidenschaft sind für ihn die Grundbedingungen. Aus dem Projekt ist mitlehrweile ein kleines Familienweingut mit 6 ha geworden. Es werden Grau-, Weiß- und Spätburgunder neben dem Elbling und 2 Cremants angeboten. Er steht jeden Tag selbst im Weinberg, lässt sich selbst kaum auf Messen sehen: „schließlich gibt es immer etwas zu tun!“

Der Wein
Der Elbling Cremant Brut ist keine Modeerscheinung, er wird von Stephan Steinmetz seit 1995 hergestellt.
Der Elbling, der im Mittelalter mehr als die Hälfte der Rebfläche in Deutschland einnahm, ist eine ehrliche Haut. Mit klaren Aromen von grünem Apfel, Limette und weißen Blüten verführt er in der Nase. Abe auch Aromen von Weißbrot kann man dank der 30 Monate Hefelager wahrnehmen. (Als Vergleich, bei Jahrgangschampagner sind es 36 Monate).
Kompromisslose Qualität. Feinste Perlage zeigt sich im Glas. Der Elbling verzeiht keine Fehler, denn er ist kein Blender, sondern zeigt im Glas, wie sorgfältig der Winzer gearbeitet hat. Das cremige Mundgefühl, durch die traditionelle Flaschengärung balanciert die erfrischende Säure. Ein druckvoller Abgang bei gerade einmal 11.5% alc.

Das Glas
Der Sektkelch von Authenthis. Durch die schmale Form wird die Frucht des Elblings hervorgehoben. Die feine Perlage steigt wie an einer Schnur gezogen nach oben.

Was gibt es zu essen?
Nehmen Sie sich eine Flasche, 2 Gläser und Ihre(n) Liebste(n), setzten Sie sich in den Garten, servieren Sie Meeresfrüchte mit viel Zitrus, gratinierte Austern, oder pur und erfreuen sie sich an der Leichtigkeit und Spritzigkeit des Lebens.

 




Weintipp April 2016


Weintipp von Katharina Röder

Der Weintipp für März von Katharina Röder,
Gastgeberin und Sommelière im Restaurant „Bembergs Häuschen“ in Euskirchen

Katharina Röder absolvierte die Ausbildung zur Restaurantfachfrau im Restaurant „Hotel Bayerischer Hof“ in München. Anschließend arbeitete sie als Commis de Rang im mit 2 Michelin Sterne ausgezeichneten Gourmetrestaurant „Kastell“, Wernberg-Köblitz. Des weiteren arbeitete sie im Restaurant „Landersdorfer & Innerhofer“ in München. Derzeit ist sie Gastgeberin und Sommelière im mit 1 Michelin Stern ausgezeichneten Restaurant „Bembergs Häuschen“ in Euskirchen und absolvierte letztes Jahr erfolgreich die Prüfung zur IHK geprüften Sommelière.

Ihre Weinempfehlung
2011 Ahr 6 Spätburgunder Qualitäts-Likörwein b.A.

Das Weingut bzw die Weingüter
Gemeinschaftsprojekt folgender Ahr Winzer:
J.J. Adeneuer - Ahrweiler
Deutzerhof - Mayschoss
H.J. Kreuzberg - Dernau
Meyer-Näkel - Dernau
Nelles - Heimersheim
Jean Stodden - Rech

Im kleinen beschaulichen Anbaugebiet Ahr ist der Spätburgunder mit über 60% Rebflächenanteil die wichtigste Sorte. Die Mikroklimata in den Steilhängen ermöglichen es den Reben, zur perfekten Reife zu gelangen. Insgesamt gibt es 6 VDP Winzer an der Ahr, die gemeinschaftlich den Ahr 6 (daher der Name) ins Leben gerufen haben. Der erste Jahrgang wurde 2008 vinifiziert und kam 2011 auf den Markt. Auf Grund der hohen Nachfrage und Beliebtheit wurde der Wein schließlich ab 2011 jedes Jahr hergestellt. Nur 2014 konnten die Qualitätskriterien nicht erreicht werden. Wer den Wein und schließlich auch die Arbeit im Keller hat, wird reihum abgewechselt.

Der Wein
Der Ahr 6 Spätburgunder Likörwein ist ein Süßwein, hergestellt nach Art des Portweinverfahrens. Jeder der 6 Winzer bringt einen Anteil von 450kg Trauben mit. Diese müssen mindestens ein Mostgewicht von 95°Öchsel aufweisen. Ein durchaus sportliches Ziel, wenn man bedenkt, dass dieses nur in den besten Steilhängen erreicht werden kann, die sich über das gesamte Anbaugebiet Ahr verteilen. Nach Anlieferung kommen alle Trauben zusammen in einen großen Behälter und werden spontan vergoren. Ist der gewünschte Restzuckergehalt erreicht, wird auf ca 19Vol% aufgesprittet. Die Maischestandzeit beläuft sich insgesamt auf ca 3 Wochen. Während dieser Zeit wird der Maischekuchen stetig mit viel Liebe von Hand nach unten gedrückt, um möglichst viel Extrakt aus den Schalen zu bekommen. Anschließend darf der Wein für 3 Jahre in kleinen Barriquefässern aus französischer Eiche ruhen. Ein Einfluss des Holzes auf den Geschmack des Weines ist nicht erwünscht, daher sind die Fässer mindestens 5 Jahre alt. Insgesamt werden nur ca. 2400 Flaschen abgefüllt Der Wein besticht in der Nase mit einem überwältigendem Bouquet von schwarzem Holunder, Cassis und Brombeere. Zarte Anklänge von Zimt und Nelke runden das Aroma ab. Am Gaumen erinnert er an Rumtopf, der hohe Alkoholgehalt ist wunderbar eingebunden. Die harmonische Säure lässt den Wein zu keiner Zeit klebrig oder zu überladen wirken. Ein Schluck bietet ein unglaublich mundfüllendes Erlebnis, das noch lange am Gaumen zu spüren ist.

Das Glas
Ahr 6 sollte in einem Weinglas serviert werden, das nicht zu klein ist und eine schöne bauchige Form hat. Das vielschichtige Bouquet kommt so am besten zur Geltung. Meine Empfehlung ist das Spiegelau Rieslingglas Grand Palais Exquisit.

Was gibt es zu essen?
Schokolade Schokolade Schokolade
Lauwarmer Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern, Zwetschgenröster und frischem Zimt

 




Weintipp März 2016


Weintipp von Caspar Scholz

Der Weintipp für März von Caspar Scholz,
Sommelier bei „Meroh Vino“ in Frechen bei Köln

Caspar Scholz absolvierte die Ausbildung zum Restaurantfachmann im Restaurant „Im Schiffchen“ bei Jean-Claude Bourgueil in Düsseldorf/ Kaiserswerth und leistete zeitgleich den IWI geprüften Commis-Sommelier. Anschließend arbeitete er dort als Sommelier und lernte so die Vielfalt der Französischen Weine schätzen. Des weiteren arbeitete er im Fisch-Restaurant „Poisson“ in Köln. Derzeit ist er als Weinfachberater bei „Meroh Vino“ in Frechen bei Köln beschäftigt und steht kurz vor seiner Prüfung zum IHK geprüften Sommelier.

Seine Weinempfehlung
2012 „La Villa Romaine“ Terrasses du Larzac rouge AOP
Mourvèdre, Carignan, Grenache Noir
Mas des Quernes
Frankreich/ Languedoc/ Terrasses du Larzac

Das Weingut
Mas des Quernes ist ein biodynamisches Weingut des französischen Önologen Jean Natoli und des deutschen Bioweinhändlers Peter Riegel. Die jahrelange Zusammenarbeit – Jean Natoli berät den Importeur als Önologe - wuchs in eine Freundschaft, welche im Jahre 2009 mit einem gemeinsamen Weingut besiegelt wurde: 12 Hektar Wildnis, Olivenbäume und Weinberge. Diese liegen im Hinterland von Montpellier, am Fuße des markanten Mont Baudil. Sie grenzen an die Appellationen Montpeyroux und Terrasses du Larzac an.

Biologischer Anbau in seiner Vielfalt steht hier an erster Stelle. Deshalb brachen die beiden Freunde die ursprüngliche Monokultur auf, um den Weinbau in einem natürlichen Setting anzusiedeln. Die Weinberge, Trockensteinmauern und die Vegetation sollen als Wohnraum für jegliche Tierarten dienen.

Der Ausdruck „Querne“ stammt vom keltischen Wort „cairn“ (Ansammlung von Steinen) und soll eine Hommage an den mineralischen Kosmos der Weinberge sein. Die Lage „Villa Romaine“ trägt ihren Namen von einer ehemaligen römischen Villa, deren Reste bis heute bei der Bodenbearbeitung zutage treten. Auf dieser steinigen, kalkreichen Schotterschicht reifen die besten Weine von Mas des Quernes.

Der Wein
Das Frühjahr 2012 sorgte aufgrund seiner kühlen und feuchten Witterung für eine ungleichmäßige Blüte. Der Sommer war mild, weshalb die Trauben langsam reifen konnten. Niederschläge Ende August führten dann zu einer weiteren Verzögerung der Lese, in der dann stark selektioniert wurde. Nur sehr reife Trauben wurden von Hand gelesen und anschließend sortenrein in kleinen Edelstahltanks traditionell vergoren. Die Grundweine wurden ein Jahr in zum Großteil gebrauchten Barrique-Fässern aus dem Burgund gelagert, um ihnen Eleganz zu verleihen. Ein hoher Anteil Carignan mit ein wenig Grenache ergänzen sich in perfekter Harmonie.

Der Wein zeigt sich klar mit einem intensiv leuchtenden Rot und mit violetten Reflexen. Der konzentrierte Duft öffnet und verstärkt sich noch mit Luft. Aromen von Kirschkonfitüre und Pfeffer dominieren meinen ersten Eindruck. Dann entdecke ich Noten von Vanille, Kakaopulver, Teer und Tabak. Eine feine mineralische Note von Graphit geben dem Wein Frische und Eleganz.

Am Gaumen zeigt er sich vollmundig und zugleich frisch. Aromen von reifer Kirsche und Cranberry bilden den fruchtigen Kern. Drumherum spielen Noten von Pfeffer, Kakaopulver und dezentem Holz. Angenehm feinkörniges Tannin. Erstaunlich wie die Kraft und Konzentration dieses wunderbaren Südfranzosen, sowie seine 14,3% vol. Alkohol kein bisschen seine Eleganz beeinträchtigen. Energie, Frucht und Komplexität werden in Harmonie vereint.

Das Glas
Dieser Rotwein braucht Luft und somit eine große Oberfläche im Glas. Dennoch zeigt er viel frische, welche nicht verloren gehen soll. Ich würde das Spiegelau Hybrid Rotwein-Ballon wählen, da es sich an der Öffnung wieder zuspitzt. So kann sich die angenehm kühle Eleganz mit entwickelnden Aromen bündeln.

Was gibt es zu essen?
Lammragout mit Rosmarin und Thymian - Schalotten & Zucchini - orientalisch gewürztes Couscous.

 




Weintipp Februar 2016


Weintipp von Luise Volkert

Der Weintipp für Februar von Luise Volkert,
in der Landlust Burg Flamersheim in Euskirchen

Luise Volkert hat gerade die Prüfung zur IHK geprüften Sommelière vor der IHK Koblenz abgelegt. Sie arbeitet im Moment in der Landlust Burg Flamersheim in Euskirchen. Zuvor war sie im Gourmetrestaurant Falco in Leipzig und in Jacobs Restaurant in Hamburg tätig. Dort hat sie auch Ihre Ausbildung als Hotelfachfrau absolviert.

Ihre Weinempfehlung
2014er Trittenheimer Apotheke, Riesling Alte Reben trocken, Weingut Franz-Josef Eifel

Das Weingut
An der wunderschönen, idyllischen Moselschleife am Rande Trittenheims, liegt das  Weingut Franz-Josef Eifel. Diese Moselschleife macht Trittenheim unverwechselbar und die Aussicht aus der Trittenheimer Apotheke ist jede Reise wert.

In vierter Generation hat Franz-Josef das 4,8ha große Weingut 1985 von seinem Vater mit dem Ziel, neue Wege einzuschlagen und einige Dinge zu verändern, übernommen. Das Weingut ist Ecovin zertifiziert und arbeitet völlig im Einklang mit der Natur.

50% der Rebfläche befindet sich in den steilen nach Süden ausgerichteten Schieferhängen der Trittenheimer Apotheke. Franz-Josef Eifel baut fast ausschließlich Riesling an, etwas Weißburgunder und Scheurebe dazwischen, und stellt daraus trockene, fruchtige und edelsüße Weine her. Die Weinlese per Hand ist selbstverständlich, mit bis zu drei Lesegängen pro Weinberg. Schonende Ganztraubenpressung und der Ausbau im Stahltank, oder im klassischem Eichenholz Moselfuder mit 1000l Fassungsvermögen, sind die Devise im Keller. Zusätzlich hat er vor ein paar Jahren ein paar französische Barriques erstanden, in denen hauptsächlich der Weißburgunder ausgebaut wird.

Seinen Weinen setzt er den Stempel auf. Jedes Etikett ziert seinen Fingerabdruck und seine geschwungene Unterschrift. Er steht zu 100% hinter seinem Wein, halbe Sachen gibt es nicht. Der unvergleichlich elegante, filigrane Moselriesling, wie es ihn nur dort geben kann, ist das Ziel. Erreicht durch harte Arbeit im Weinberg, möglichst wenig Eingriff im Keller und alles im Einklang mit der Natur.

Der Wein
Der Riesling wächst in den Steilhängen der Trittenheimer Apotheke. Es sind alte Reben, um die 75 Jahre alt. Diese Rebstöcke haben tief gewurzelt im knochigen Schieferboden und das schmeckt man im Glas. Im Vorlauf der Lese wird der Ertrag reduziert, so dass sich der Rebstock auf weniger Trauben fokussieren kann und deren Potential nun voll ausnutzt. Sind die klimatischen Bedingungen gut und das Jahr verläuft wie geplant, wird erst spät im Oktober geerntet. 2014 war dies nicht der Fall. Die Zeit hat gedrängt und das Wetter nicht bis zum Ende hin mitgespielt. In solchen Jahren ist es wichtig, gut vorgearbeitet zu haben, um trotzdem ein erstklassiges Qualität zu gewährleisten.

In der Nase ein dezenter Duft nach weißen Blüten, dem für Riesling typischen Pfirsich und man kann die Säure fast riechen. Zitrusfrüchte wie Ananas und Grapefruit springen dem Geniesser förmlich entgegen. Am Gaumen spürt man dann eine mineralische Salzigkeit, die wieder zum Glas greifen lässt. Die Säure ist knackig frisch, aber nicht unangenehm, sondern auf einem animierenden Level. Ein wunderbarer Ausgleich zu den 8g Restzucker, die den Wein etwas fruchtbetonter wirken lassen. Zu den Früchten vom Anfang kommt jetzt noch ein frischer roter Apfel hinzu. Durch den Ausbau im großen Holzfass und den Lufteinfluss wirkt der Riesling cremig, weich und mundfüllend. Der Schluck Riesling Alte Reben bleibt lang am Gaumen und regt dazu an, mit der Zunge noch einmal entlang zu fahren und sich die verschieden Früchte erneut ins Gedächtnis zu rufen.

Das Glas
Wein braucht Platz zum Atmen, nicht nur Rotwein, sondern auch so mancher Weißwein. Gerade in jungen Jahren, benötigt er den Platz, die Luftzirkulation um alle Aromen zu entfalten und geschmacklich zu harmonisieren. Gerne schwenke ich auch auf Rotweingläser um, das klassische Weißweinglas hat für manch einen facettenreichen Weißwein, wie unseren Riesling, zu wenig Oberfläche. Zum Beispiel wäre das Hybrid Rotwein Magnum Glas eine gute Wahl. Denn es hat viel Oberfläche, wird nach oben hin etwas schmaler und bündelt somit die entstandenen Aromen perfekt.

Was gibt es zu essen?
Zum Weißwein klassisch ein Fischgericht: z.B. Schwarzen Hecht, sous vide gegart, mit Kartoffelrisotto, cremiger Weißweinsauce, knuspriger Schweineschwarte und als kleinen Säurekick etwas gefrorene Zitrone.

 




Weintipp Januar 2016


Weintipp von Martien Marcelissen

Der Weintipp für Januar von Martien Marcelissen,
Sommelier im Becker’s Hotel & Restaurant in Trier

Martien Marcelissen, Jungsommelier aus Holland, arbeitet zurzeit als Sommelier im Becker’s Hotel & Restaurant in Trier. Zuvor hat er als Sommelier im Restaurant „Tout A Fait“ in Maastricht (Niederlande) gearbeitet. Von 2007 bis 2010 studierte er an der Fachhochschule für Hotelmanagement in Maastricht. Seine Sommelier Ausbildung hat er absolviert beim Wine & Spirits Education Trust, außerdem besuchte er einen Kurs an der Akademie für Gastronomie von Peter Klosse.

Seine Weinempfehlung
Weingut F.J. Regnery, Klüsserather Bruderschaft, Mosel 2013, Spätburgunder, im Barrique gereift

Das Weingut
Das Weingut befindet sich in Klüsserath an der Mittelmosel zwischen Trier und Bernkastel. Die Weine wachsen hier am Südhang auf tiefgründigem Schieferboden. Die Geschichte des Weinguts Regnery geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Heute liegt das Weingut in den Händen von Peter Regnery, der das Weingut im Jahr 2000 übernahm.
Ganz Moseluntypisch ist 25% der Weine rot – nämlich Spätburgunder, der überwiegend im Barrigue reift. Durch den Weinanbau in Steillagen, geringe Erträge, mehrfache Lesedurchgänge, schonende Verarbeitung der Trauben und langsame Vergärung in Edelstahltanks und Holzfässern, erreicht man die hohe Qualität der Weine.

Der Wein
Der Gärung erfolgt durch offene Büttengärung innerhalb von 14 Tagen. Bei den Rotweinen nutzt man aus hygienischen Gründen ausschließlich Reinzuchthefen. Der Wein reift ein Jahr im Barrique. Der Wein hat eine leicht rote und violette Farbe. Man riecht schwarze Früchte wie Brombeeren und schwarze Johannisbeeren, leicht rauchig und würzig. Im Glas entwickelt sich der Wein sehr schnell, wobei sich der Holzeinfluss sehr dominant zeigt. Der Wein hat viel Körper mit kräftigen Tanninen, fruchtigen Noten, frischen Säuren und würzigen und rauchigen Noten. Er ist noch jung, aber bereits schön balanciert.

Die generell geringen Erträge im Collioure, die sich auf etwa 40hl/ha beschränken, tragen neben der intensiven Wärme im Sommer zu einem vielschichten Bukett bei, das, geprägt von Birne und Quitte, einen reifen Charakter von Kernobst bis hin zu dezenten floralen Anklängen weisser Blüten trägt. Der Ausbau in großem Holz zeigt sich in einem fülligen Schmelz ohne von einer Holzaromatik dominiert zu sein und gibt dem Wein den letzten Feinschliff für einen vollen und langanhaltenden Körper.

Trotz der intensiven Komplexität der Frucht wirkt der Wein durch sein straffes und saftiges Säuregerüst nie plump, was er mitunter den relativ kühlen Nächte und den Mittelmeerwinden im im Collioure zu verdanken hat.

Das Glas
Für diesen Wein benötigt man unbedingt ein ausreichend großes Glas. Weil der Wein noch jung und verschlossen ist, braucht er viel Raum und Sauerstoff. Ein klassisches Burgunder Glas ist sehr geeignet. Das Burgunder Rotweinglas aus der Spiegelau Willsberger Collection wäre dafür ideal.

Was gibt es zu essen?
Am besten Produkte mit einer weichen Struktur wie Kalb, oder fette Fische wie Lachs oder Steinbutt. Schweinefleisch oder Hühnerfleisch eignen sich ebenfalls.
Das Produkt sollte unbedingt gegrillt, oder gebraten sein. Dazu passen hervorragend Saucen von Pilzen (Trüffel, Herbsttrompeten oder Steinpilzen).

 






Weintipp-Archiv

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2015

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2014

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2013

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2012