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Weintipp Oktober 2017


Weintipp von Marco Gulino

Der Weintipp für Spiegelau von Marco Gulino,
Gastgeber/Sommelier – Dr. Bürklin-Wolf’s Weinbar & Vinothek im ehem. Gasthaus « Zur Kanne ».

Marco Gulino absolvierte eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Gesellschaftshaus der BASF. Danach arbeitete er als Commis sommelier im Restaurant Vendôme*** und später in der Kundenbetreuung/Verkauf des Weinkellers der BASF. Aktuell ist er tätig als Gastgeber/Sommelier in der Dr. Bürklin-Wolf’s Weinbar & Vinothek im ehem. Gasthaus « Zur Kanne ».

Der Winzer
Sizilien – heiß – Marmelade im Glas – Säure im Keller? Heiß ist Sizilien allemal. Der Etna beweist uns, dass auch Weine auf Sizilien mit Eleganz, Mineralik und Säure erlebt werden können – oder Arianna Occhipinti’s und COS’ Weine aus autochthonen, vergessenen Rebsorten, welche die Weinwelt in Erstaunen versetzen können. Doch Nero d’Avola bleibt immer der staubige große Bruder – aber nicht mit Feudo Montoni. Das Weingut (gegründet 1469, seit ca. 1890 in Familienbesitz der Familie Sireci) besitzt die ältesten Rebanlagen von Nero d’Avola auf ganz Sizilien – noch von Mönchen aus Avola gepflanzt, Prä-Phylloxera, zwischen 80 und 150 Jahren alt, gewachsen auf 500-750m. Im Dreieck der Regionen Caltanissetta, Palermo und Agrigent liegt das kleine Dörfchen Cammarata, wo man durch einen engen Schotterweg den Berg hinauf zum alten Weingut gelangt. Heiße Sommer und kalte Nächte erzeugen diese einmaligen Weine auf einem grünen Fleck Rebland mitten in einer dürren Hügellandschaft. Fabio Sireci schreibt sich « organic farming » auf die Flagge – das wird hier gelebt. Seine Repertoire beschränkt sich auf « single-grape » Weine – Inzolia, Catarratto, Grillo, Nerello Mascalese und Nero d’Avola. 100% Handlese – benutzte Fässer aus Burgund – nicht die Öchslewerte bestimmen den Lesetermin, sondern die sensorische Prüfung der Trauben.

Der Wein
Die Parzelle nennt sich « Vrucara », Jahrgang 2011, DOC Sicilia, 100% Nero d’Avola. 4 Jahre im Zement, 6 Monate gebrauchtes Barrique, 6 Monate Flaschenreife. Rote Johannisbeere, Sauerkirsche, Zwetschge gepaart mit einer immensen Kräutrigkeit – Minze, Rosmarin. Dazwischen kommen florale Noten dazu wie getrocknete Rosenblätter. Tief, komplex, einnehmend – ein Wein, der Schubladen sprengt und mich nachhaltig beeindruckt.

Das Glas
Spiegelau in der Serie « Hybrid » Rotweinballon – das Glas gibt dem Wein im Mittelsegment genug Platz um sich aufzufalten und die Säure und Frucht in harmonische Balance zu stellen. Hierbei wird die Kräutrigkeit und Frische sehr schön unterstützt.

Was gibt es zu essen?
Lammfilet in Wiesenkräuter gehüllt, Reh unter Thymian-Briochekruste oder zu fleischlastiger orientalischer Küche.

 


 

Weintipp September 2017


Weintipp von Angie Riedler

Der Weintipp für Spiegelau von Angie Riedler,
Sommelière im Restaurant Atelier im Bayerischen Hof in München.

Angie Riedler absolvierte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau etwas außerhalb von München. Danach widmete Sie sich schnell der gehobenen Gastronomie, in der Sie schnell der Liebe zum Wein verfallen war. Deshalb machte Angie letztes Jahr, eine Ausbildung zur IHK geprüften Sommelière, die Sie im Juli erfolgreich abschloss. Aktuell ist Angie im Restaurant Atelier im Bayerischen Hof als Sommelière tätig.

Die Weinempfehlung
2008 Dominus, Christian Moueix, Napa Valley, California

Der Winzer
Christian Moueix wurde 1946 in Libourne, eine kleine französische Stadt am rechten Ufers von Bordeaux, geboren. Er studierte Weinbau & Önologie von 1968-1969 in Davis, California. Er und sein Vater Jean-Pierre sind sehr angesehene Leute in Bordeaux und besitzen einige hervorragende Châteaus wie z. B. Chateaux Lafleur-Petrus oder Lagrange. Unter der Führung von Christian dehnte man nun die Tätigkeiten auf Kalifornien aus. 1982 wurde somit Dominus Estate gegründet, was seit 1995 in alleinigem Besitz der Familie Moueix ist. Dieses Estate ist darauf ausgelegt klassische Bordeauxweine hervorzubringen.

Der Wein
Start der Lese: 19.09.2008
Ende der Lese: 03.10.2008
40 % neue Barriques
Auf Flaschen gefüllt: Juni 2010
In den Verkauf ab: Juni 2011

2008 Dominus besteht aus 83 % Cabernet Sauvignon, 13 % Cabernet Franc & 4 % Petit Verdot. Der Wein präsentiert im Glas ein tiefes Granatrot. In der Nase hat er dunkle, reife Pflaumen, saftige Brombeeren und eine feine Tabaknote. Im Mund spiegeln sich diese Aromen noch intensiver wieder, hinzu kommt etwas Zedernholz und Anis. Die Tannine sind reif und angenehm, nicht überfordernd. Er ist wahnsinnig komplex und ausbalanciert. Der Abgang ist samtig und unglaublich lang. Man sollte diesen Wein 1 – 2 Stunden vorher dekantieren, um seinen vollen Charakter wahrnehmen zu können. Ein Wein mit herausragender Qualität, der noch in 30 Jahren ein Genuss sein wird.

Weinjahr 2008 in Napa Valley, Kalifornien
Ein anspruchsvolles Jahr für Weinbauern, das für Winzer noch äußerst belohnend war, wurde 2008 durch ungewöhnlich niedrige Niederschläge im Winter und Frühling bedingt. Ab Mitte März bis Ende April drohten kalte Morgen, die jungen Triebe mit Frost, während dramatische Temperaturschwankungen während der Blüte die Bestäubung behinderten, was zu wenigen Beeren pro Cluster führte. Reduzierte Wasserreserven in der bodenbeschränkten Vitalität, verminderte Beerengröße und erhöhte Ertragsrenditen. Mit sechs Tagen über 100ºF war der Sommer warm. Am 28. August wurde ein Höchststand von 104ºF aufgezeichnet. Ende September war der Beginn einer schnellen und hochwertigen Ernte, die durch gleich gereifte Trauben gekennzeichnet war.

Das Glas
Spiegelau Hybrid Rotwein Magnum

Was gibt es zu essen?
Gegrillte Baby Back Ribs mit BBQ Sauce, Maiskolben mit Butterbrösel und Ofenkartoffel mit Sauerrahm und Lauch

 


 

Weintipp Juli 2017


Weintipp von Inge Mainzer

Der Weintipp für Spiegelau von Inge Mainzer,
Winzerin, Sommelière, selbständige Weinberaterin.

Inge Mainzer hat das Winzerhandwerk  auf dem elterlichen Weingut an der Mosel von der Pike auf gelernt. Mit fachlichem Know-How, tiefer Verbundenheit zum Winzerhandwerk und langjähriger betriebswirtschaftlicher Erfahrung  unterstützt sie Weingüter in der Qualitätssicherung und betriebswirtschaftlichen Fragen. Sie ist Dozentin an der Deutschen Wein- und Sommelierschule und Mitbegründerin des PAR Instituts für Qualitätsmanagement.

Die Weinempfehlung
2016 FEODORA, VB Cal. 6-04 *), Weingut Galler, 67281 Kirchheim/Pfalz

Das Weingut
Ansgar und Katja Galler sind PIWI-Pioniere. Seit 2012 pflanzen sie ausschließlich pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWIs) an. So können sie den Pflanzenschutz auf ein Minimum reduzieren und einen maximal ressourcenschonenden Weinbau betreiben. Ihr Anspruch: Der Natur ihren Lauf lassen! Sie beschränken Ihre Eingriffe im Weinberg wie im Keller auf das Notwendigste. Das Ergebnis dieses bewussten Tuns und Lassens sind lebendige Weine mit authentischem Profil und individuellem Lagen- und Jahrgangscharakter.

Als Hommage an ihre Region, das Leininger Land, haben sie ihren Piwi Weinen Namen aus der Genealogie der Leininger Grafen gegeben. So gesellt sich FEODORA zu EMICH, KUNIGUNDE und FRIEDRICH.

Der Wein
Vor kurzem wurde in der Fachpresse an prominenter Stelle die Frage aufgeworfen, ob es wirklich gute PIWI’s gibt. Hier ist der Beweis! FEODORA besticht schon in der Nase mit einer ausgeprägten, vielschichtigen Aromatik nach reifer Weiß- und Gelbfrucht, bunten Sommerblüten und feinen, nachhaltigen Würznoten. Der dichte, runde Auftritt im Mund wird gepaart mit einer griffigen Lebendigkeit durch ausgeprägte und mineralisch gut gepufferter Säure. Lang anhaltende Mundfülle durch langes Vollhefelager und reduktivem Ausbau im Holz. Wenn dieser Wein seinen Namen zu Recht trägt, muss Feodora eine unglaublich vielfältige, bezaubernde, spannende und gleichzeitig sehr charaktervolle Gräfin gewesen sein.

Das Glas
Die vielschichtige Aromatik dieses Weißweins kommt am besten zur Geltung in einem nicht zu kleinen Glas mit langem Kamin. Das Spielgelau Willsberger Anniversary Rotweinglas bietet die perfekte Bühne für FEODORA’s Auftritt und lang anhaltende Performance.

Was gibt es zu essen?
Krosses, auf der Haut gebratenes, in weißem Balsamico mariniertes Hühnchen, dazu Kräuterseitlinge, gegart in einer Weißweinjus mit extrahiertem Oregano, Basilikum und frischer Petersilie. Reichlich reifer Zitronensaft, Fleur des Sel und frische gemahlener Szechuan Pfeffer verleihen dem Hühnchen den kulinarischen Kick.

*) Kreuzung aus Sauvignon blanc x Riesling x Resistenzpartnern

 


 

Weintipp Juni 2017


Weintipp von Sandra Tober

Der Weintipp für Spiegelau von Sandra Tober,
Sommelière und Restaurantleiterin im Romantikhotel Goldene Traube in Coburg.

Die gebürtige Mittelfränkin hat nach einem Umweg über ein begonnenes Lehramtsstudium ihre wahre Liebe zum Beruf gemacht, die Gastronomie. Ihre Leidenschaft für den Wein hat sie im fernen Sankt Peter Ording entdeckt, diese hat sie 2004 an der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Coburg mit dem IHK geprüften Sommelier gefestigt und arbeitet seitdem ständig daran, sich zu verbessern. Gute Möglichkeiten dazu boten ihre Stationen im Waldhotel Sonnora bei Helmut Thieltges, dem Alpenhof in Murnau, dem Genießer Landhotel Hohenfels in Tannheim und hat nun seit März 2016 die Position der Sommelière in Coburg bei Bernd Glauben übernommen.

Das Weingut
Tanja Strätz - man findet sie noch in keinem Buch und auch sonst sind wenig Informationen über ihre Person im Netz zu finden. Denn wir haben die erste Ernte oder um in den Worten der Winzerin zu bleiben „die erste Ausgabe des ersten Weinbergs“ im Glas. Da sie immer und jederzeit für „Fisimatenten“ zu haben ist und ihr auch gerne mal Flausen durch den Kopf gehen, hat sie nicht lange gezögert und zugegriffen, als sich ihr die Möglichkeit bot, 9 Rebzeilen in der Lage Röttinger Feuerstein zu erwerben. „Ein echter Glücksfall“ hat sie mir freudestrahlend erzählt – und seitdem steht sie in jeder freien Minute in ihrem Weinberg und pflegt ihre 655 Stöcke persönlich mit viel Liebe und Hingabe, aber auch mit viel Arbeit, „die man nun auch noch mehr zu würdigen weiß in jedem anderen Wein“. Ein sanfter Rebschnitt, Ertragsreduzierung, Traubenhalbierung und selektive Lese sind für nicht nur Worte, sondern Philosopie, dass die Ernte von Hand geschieht bezeichnet sie als Ehrensache, beim vorliegenden Wein der 05. Oktober 2016) Genauso herzerfrischend wie die Winzerin selbst, so finden wir auch den Wein im Glas.

Der Wein
„Fisimatenten“ Domina rosé Qualtiätswein trocken

Ein Rosé mit unheimlich dichter Struktur, eine wohltuende Spannung auf der Zunge und ein finessenreiches Aromenspiel im Abgang. Für Frau Strätz war es Ansporn, einen Rosé zu kreieren, den man einfach mal so trinken kann, der aber auch als Speisenbegleiter viel Spaß macht und sich nicht laut in der Vordergrund stellt, sondern sich eher schmeichelnd auch an die Gerichte anlehnt. Daher auch eher dezente Fruchtnoten von Kirsche und roten Beeren und kräutrige Würze gepaart mit Grapefruit und Kühle. Der Wein wurde zu 80% im 225l gebrauchten Barrique Fass auf der Vollhefe gelagert und die restlichen 20% wurden im Stahltank ausgebaut.

Das Glas
Der Wein besticht an sich durch eine klare Eleganz und braucht dadurch keine große Unterstützung durch übermäßige Luftzufuhr. Er ist rund und ausgewogen, daher verwende ich gerne das Weißweinglas aus der Serie Hybrid.

Was gibt es zu essen?
Unsere Meeresfrüchteplatte mit Sauce Rouille und Sauce Aioli oder einfach einen gemütlichen lauen Sommerabend in geselliger Runde.

 


 

Weintipp Mai 2017


Weintipp von Manu Rosier

Der Weintipp für Spiegelau von Manu Rosier,

Nach 9 Jahren in der Weinszene von Neuseeland zog es den gebürtigen Franzosen Manu Rosier im Sommer 2015 in die deutsche Hauptstadt. Und mittlerweile ist er nach Stationen in der Cordobar, Katz Orange und Panama voll in Berlin angekommen und eine feste Größe in der Deutschen Sommeliers Szene. Das neueste Projekt des 36-jährigen ist die Weinkarte der Weinbar Schwein in Berlin Mitte, die er eigenverantwortlich gestaltet.

Meine Gäste vertrauen mir. Sie vertrauen mir in der Auswahl des passenden Getränkes zu den von ihnen gewählten Speisen. Klassisches Food&Wine Pairing. Die meisten, wenn nicht sogar nahezu alle Gäste, erwarten eine Weinempfehlung von mir, leicht trinkbar, einfach zu verstehen, einen netten Begleiter, der sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängt. Klassisches Sommeliers Arbeit.

Die Mutigen unter ihnen gehen mit mir jedoch einen Schritt weiter: Vintage Portwein zum Lamm, Roter Wermut zum Schokoladen Pudding, serbischer Solera Riesling oder rumänischer Chardonnay zum Kohlrabi... Mein Beverage Himmel hat keine Grenzen und je mehr Spielraum ich bekomme, desto überraschender und avandgardistischer können die Pairings werden! Vertrauen ist alles!

ABER: beim Thema Bier als Pairing Partner steigen die meisten Gäste noch aus. Frauen so und so. Sie mögen kein Bier. Männer empfinden es als zu simpel. Alle oben genannten Beverages, auch verschiedene Teesorten, Gins, Fruchtsäfte und Essenzen, all diese Pairings kommen langsam aber sicher in Mode, aber Bier?!
 
Nein, Bier wollte bisher keiner. Nicht zum Fine Dining Menü, auch nicht als Nischenprodukt.
Die Mauern sind hoch, die Vorurteile sind da. Aber seit kurzem habe ich einen neuen Exoten auf meiner Karte.Ein Bier, unser Bier, mein Bier. Bier, unser Bier, mein Bier? Yes!

Wir Sommeliers vom Sommelier College der Deutschen Sommelier Vereinigung entwickelten und brauten in diesem Jahr unser eigenes Bier, ein Frühlingsbier, eine Pilsener Malz/PaleAle Malz Schüttung, fruchtig, aber doch blumig und herb kräuterig. Die erste Auflage besteht aus 650 Flaschen, hat eine eigene Internetpräsenz, www.somms-craft.de, und steckt in 0,75 Sektflaschen mit Kronkorkenverschluß. Braumeister Wilhelm Fell aus dem Hilfarther Brauhaus stand uns mit Rat und Tat und vor allem mit seinem langjährigen „know-how“ entscheidend bei diesem Projekt zur Seite.

Dieses Bier, serviert im Spiegelau Tulip Glas, zaubert mit seiner enormen Frische auch Frauen ein Grinsen ins Gesicht und reisst Vorurteilsmauern ein! Dieses Bier ist genau mein Style: Grenzen überwinden, expect the unexpected, vertraue mir und trau Dich! Die intensiven Aromen, die feine Textur und die supherbe Note des Bieres kommen genau in diesem Glas als perfekte Kombination zu meinen Food Pairings. Hand-crafted, kalt vergoren und gelagert – eine Triologie, die mehr als Freude im Gaumen verursacht.

Eine kongeniale Erweiterung für jede Getränkekarte und ein weiteres buntes Puzzleteil auf meiner Spielfläche, frei nach meinem persönlichen Motto: „who dares wins!“ Denn: Man lernt nie aus – das ist es, was ich meinen Gästen zu vermitteln versuche, sollten sie sich denn auf meine Spielfläche wagen! Und genau die richtige Attitude gegenüber Gästen, die immer noch der Meinung sind, dass wir Sommeliers überschätzte Wein-Kellner sind!

 


 

Weintipp April 2017


Weintipp von Lisa Bader

Der Weintipp für Spiegelau von Lisa Bader,
Chef Sommelière im Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.

Gebürtig aus Baden stammend, zog es Lisa Bader nach dem Abitur in die Schweiz, wo sie einen Bachelor Abschluss in International Hospitality and Event Studies machte. Bereits dort lernte sie ihre Liebe zu Speise und Wein kenne, woraufhin sie in Koblenz ihren IHK geprüften Sommelier absolvierte. Nach sehr lehrreichen Stationen im Erno’s Bistro in Frankfurt und dem Kronenschlösschen in Hattenheim übernahm sie im Januar 2016 die Position der Chef Sommelière für das Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.ère für das Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.

Das Weingut
Nach mehr als 20 Jahren erfüllte sich der Önologe Cédric Flaction seinen langersehnten Traum – Weine nach seinen eigenen Vorstellungen und Prinzipien auf dem Weingut Cave des Cailles in St. Pierre de Clages im Wallis herzustellen. Für ihn stellt die Weinbereitung ein Handwerk dar, bei dem das Herausarbeiten der natürlichen Gegebenheiten im Einklang mit der individuellen Rebsortentypizität an erster Stelle steht. Dabei entstehen jedes Jahr Weine von unglaublicher Charakterstärke und einer unverkennbaren Individualität.

Auf etwa 10 ha Rebfläche, die sich auf ein ausgedehntes Gebiet zwischen Sierre bis Saillon erstreckt, bewirtschaftet das Weingut kleinste Parzellen mit unterschiedlichsten geographischen Gegebenheiten. Auffällig ist hierbei, dass es sich bei den Pflanzungen hauptsächlich um lokal ansässige Rebsorten handelt – was eine bewusste Entscheidung des Önologen darstellt. Gerade hier wird die Philosophie des Winzers, der Natur die Entscheidung zu überlassen, welche Kombinationen die Besten für das finale Produkt sind, klar deutlich. Neben dem Paien präsentieren vor allem Humagne Blanc und Rouge wichtige Rebsorten im Spektrum des Weinguts.

Der Wein
Wie alle Weine aus dem Sortiment der Cave des Cailles trägt der Wein einen Dialekt Namen, der auf die Herkunft des Weins verweist und eine Hommage an die Menschen, die vor mehr als 100 Jahren die terrassenförmigen Rebberge auf Trockenmauern gebaut hatten, präsentiert. Bedeutet Torpa nichts Anderes als „von der Sonne gebrannt“, deutet der Name des Weins bereits die klimatischen Gegebenheiten des Weinbergs an. Ein Grossteil der Weine wird auf der Maische vergoren und wird, wie auch in diesem Fall, in neuer Eiche ausgebaut.

Das Cuvée aus Marsanne und Paien präsentiert sich im Glas mit einer intensiven Gelbfruchtigkeit in Form von reifer Aprikose, gelbem Pfirsich und Orangenzeste, welche von einer deutlich präsenten, aber doch sehr runden Holzaromatik umspielt wird. Neben einer intensiven Vanillenote schmeichelt der Wein mit etwas gebrannter Mandel, etwas Borke und einer fast ätherischen Note mit Anis und Salbei.

Die vor allem auf den Anteil Paien zurückzuführende Säure zeigt sich am Gaumen gut in die Struktur des Weins integriert, dennoch saftig und geschmeidig. Die Fruchtaromen wirken fast heller, wenn auch etwas tropsicher. Das Holz präsentiert sich wärmer mit Anklängen von gebackenem Mürbeteig und Vollmilchschokolade ohne dabei kitschig und übermächtig zu wirken. Im Nachklang dominieren eine subtile Schärfe mit etwas Ingwer sowie eine filigrane Rauchnote, die einen langen, strukturierten Körper begleiten.

Das Glas
Der Wein zeichnet sich klar durch sein ambivalentes Auftreten als Speisebegleiter aus. Er braucht Platz, den man ihm durch ein großes Glas geben muss um seinem Körper gerecht zu werden. Das Willsberger Burgunderglas wäre für mich ein passendes Pendant.

Was gibt es zu essen?
Zum Essen gibt es ein Ochsenschwanzragout mit einem Croustillant vom Kalbsbries, Trüffeljus und Steinpilzrisotto. Oder einfach eine Hummerbisque.

 


 

Weintipp Februar 2017


Weintipp von Annette Schwarz

Der Weintipp für Februar von Annette Schwarz,
Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen

Annette Schwarz ist Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen. Sie machte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hotel Altenberger Hof in Odenthal, wo der Weinvirus sie infizierte. Nach der Ausbildung blieb sie noch ein Jahr im Betrieb und widmete sich hauptsächlich dem Weinkeller. Als nächste Station folgte das Restaurant Schützenhaus in Remscheid, und dann die Gastronomie in Schloss Burg. Im Juni 2014 legte sie die Prüfung zur IHK geprüften Sommelière ab.

Die Weinempfehlung
2015 Grau Weiß, VDP.Gutswein, Weingut Rainer Schnaitmann aus Fellbach in Württemberg

Das Weingut
Das Weingut in heutiger Form entstand im Jahre 1997 mit dem ersten Jahrgang den Rainer Schnaitmann unter eigenem Etikett vermarktete. Vorher wurden die Trauben der Familie an Winzergenossenschaften und Großkellereien verkauft. Rainer Schnaitmann erweiterte in den folgenden Jahren stetig die Rebflächen des Weingutes und ließ es 2012 für Ökologischen Weinbau zertifizieren. Die Qualität der Weine steigerte er über die Jahre kontinuierlich und überzeugt damit Sommeliers und internationale Kritiker. Zu den Lagen des Weingutes gehören unter anderem der Uhlbacher Götzenberg, Fellbacher Goldberg, einige Lagen in Untertürkheim & Stetten und natürlich der Fellbacher Lämmler, von dem man einen tollen Blick Richtung Stuttgart genießt. Er ist das qualitative Herzstück des Weingutes, es herrscht Keuperboden vor, der auf den 100 Höhenmetern der Lage, unterschiedliche Schwere und Kalkhaltigkeit mitbringt. Es ist eine geschützte Südhanglage, durch die thermischen Luftströme ist es dort tagsüber sehr heiß und nachts kühlt es stark ab, daraus resultiert die tolle Fruchtigkeit der Weine. Es wachsen vor allem Burgundersorten, Lemberger und Riesling.

Der Wein
Das Cuveé Grau Weiß besteht aus 40 % Grauburgunder, 40% Weißburgunder und 20 % Chardonnay. Der Ausbau erfolgt in Viertel & Halbstückfässern und auch im Edelstahltank.

Der Wein präsentiert im Glas eine satte goldgelbe Farbe. Fruchtige Aromen von reifem Apfel, Quitte und Pfirsich finden sich ebenso wie exotische Noten wie Ananas und Orangen sowie Orangenzeste, mit etwas Sauerstoff gesellen sich noch feine Vanille und Zimtnoten hinzu. Mit zunehmender Wärme finden sich etwas Ingwer, leichte Anistöne und auch Zedernholz.

Am Gaumen finden wir einen schönen saftigen Wein mit gut eingebundener Säure, ganz feiner Tanninstruktur und schönen Mineralischen Noten. Die Fruchtaromatik aus der Nase setzt sich am Gaumen fort, dort wirken die Nuancen aber etwas reifer als in der Nase. Er hat Schmelz und präsentiert sich noch jung aber schon sehr gut trinkbar, mit guten Entwicklungspotenzial was nach 1-2 Jahren Flaschenreife sicher zum Tragen kommt.

Das Glas
Als Glas bevorzugt er eines mit einem großen Kelch (z.B. Spiegelau Style Ballon Glas) er braucht die zugeführte Luft und auch den Platz um alle sein Potenzial ausschöpfen zu können.

Was gibt es zu essen?
Gebackenes Wiener Schnitzel auf Kartoffel Gurken Salat

 


 

Weintipp Januar 2017


Weintipp von Simone Ladewig

Der Weintipp für Januar von Simone Ladewig,
Sommelière im Hotel Herzogspark

Simone Ladewig ist IHK geprüfte Sommelière und WSET Level 3 Absolventin der Deutschen Wein und Sommelierschule in Koblenz. In Ihrer Wahlheimat Herzogenaurach,  bekannt durch zwei führende Sport-Marken auf dem Weltmarkt, arbeitet sie im Hotel Herzogspark aus Überzeugung täglich für das Wohl Ihrer Gäste.

Wenn die Weinschule nach einem Dozenten ruft, ist sie hier freiberuflich präsent. In Rothenburg ob der Tauber führt sie seit 2016 die Kurse mit Leidenschaft. Ihre persönliche Vorliebe in der Weinwelt gehört natürlich den Franken; im Weingut Wirsching war sie ein Weinjahr als Praktikantin in allen Abteilungen dabei.

Darum auch hier aus Überzeugung ein klassischer Tropfen aus Franken.

Die Weinempfehlung
2015 Julius Echter Berg, Silvaner, GG

Das Weingut
Weingut Wirsching KG Iphofen, Franken
Klassischer geht es fast nicht mehr im Bezug auf die Dinge, welche das Weingut ausmachen. In 14. Generation weiter betrieben, hat es sich bis zum heutigen Stand auf 75 Hektar ausgedehnt. Mit kontinuierlich und mit gleichbleibender Qualität; konsequentem, umweltschonenden und naturnahen Weinbau hat sich Wirsching den verdienten Respekt erarbeitet.  Mit seiner Top, nun sagen wir mal die "Grand Cru" Lage in Franken kann es das Weingut mit Kollegen aus Frankreich aufnehmen, so sagt man es ihnen nach.

Der Wein
Wunderschöner Silvaner mit viel Schmelz und nicht anders zu erwarten aus dieser Lage und dem gradlinigen Winzer. In der Nase sehr duftig, etwas hefig, sogar einen Hauch floral. am Gaumen viel Stoff, erdig wie er sein sollte, die Würze ist beachtenswert, sie gibt dem Wein einen unvergleichlichen Wunsch nach mehr. Mundfüllend, wie in Franken so schön gesagt "ein Maul voller Wein", bleibt er saftig und animierend, ob als Solist oder in Kombination mit einem Gericht.

Das Glas
Dazu passt perfekt der Vino-Grande-Weissweinkelch da dieses Glas die Präsenz des Weines schon mit dem Auge und auch das Gefühl der Handhabung "etwas mehr Glas" für "etwas mehr Wein" ganz und gar auf beiden Seiten gerecht wird.

Was gibt es zu essen?
Begleitet wird der "Gran Vin" von einer Lachsforelle mit Pastinaken, Mandarine und Hirse. Eine Kombination, die dem kräftigen Lachs sanft Paroli bietet, ein wenig Frucht auf beiden Seiten wiedergibt, das Erdige der Pastinaken aufnimmt und dem Umami standhalten kann.






Weintipp-Archiv

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2016

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2015

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2014

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2013

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2012