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Weintipp April 2017


Weintipp von Lisa Bader

Der Weintipp für Spiegelau von Lisa Bader,
Chef Sommelière im Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.

Gebürtig aus Baden stammend, zog es Lisa Bader nach dem Abitur in die Schweiz, wo sie einen Bachelor Abschluss in International Hospitality and Event Studies machte. Bereits dort lernte sie ihre Liebe zu Speise und Wein kenne, woraufhin sie in Koblenz ihren IHK geprüften Sommelier absolvierte. Nach sehr lehrreichen Stationen im Erno’s Bistro in Frankfurt und dem Kronenschlösschen in Hattenheim übernahm sie im Januar 2016 die Position der Chef Sommelière für das Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.ère für das Tiger Gourmet Restaurant in Frankfurt.

Das Weingut
Nach mehr als 20 Jahren erfüllte sich der Önologe Cédric Flaction seinen langersehnten Traum – Weine nach seinen eigenen Vorstellungen und Prinzipien auf dem Weingut Cave des Cailles in St. Pierre de Clages im Wallis herzustellen. Für ihn stellt die Weinbereitung ein Handwerk dar, bei dem das Herausarbeiten der natürlichen Gegebenheiten im Einklang mit der individuellen Rebsortentypizität an erster Stelle steht. Dabei entstehen jedes Jahr Weine von unglaublicher Charakterstärke und einer unverkennbaren Individualität.

Auf etwa 10 ha Rebfläche, die sich auf ein ausgedehntes Gebiet zwischen Sierre bis Saillon erstreckt, bewirtschaftet das Weingut kleinste Parzellen mit unterschiedlichsten geographischen Gegebenheiten. Auffällig ist hierbei, dass es sich bei den Pflanzungen hauptsächlich um lokal ansässige Rebsorten handelt – was eine bewusste Entscheidung des Önologen darstellt. Gerade hier wird die Philosophie des Winzers, der Natur die Entscheidung zu überlassen, welche Kombinationen die Besten für das finale Produkt sind, klar deutlich. Neben dem Paien präsentieren vor allem Humagne Blanc und Rouge wichtige Rebsorten im Spektrum des Weinguts.

Der Wein
Wie alle Weine aus dem Sortiment der Cave des Cailles trägt der Wein einen Dialekt Namen, der auf die Herkunft des Weins verweist und eine Hommage an die Menschen, die vor mehr als 100 Jahren die terrassenförmigen Rebberge auf Trockenmauern gebaut hatten, präsentiert. Bedeutet Torpa nichts Anderes als „von der Sonne gebrannt“, deutet der Name des Weins bereits die klimatischen Gegebenheiten des Weinbergs an. Ein Grossteil der Weine wird auf der Maische vergoren und wird, wie auch in diesem Fall, in neuer Eiche ausgebaut.

Das Cuvée aus Marsanne und Paien präsentiert sich im Glas mit einer intensiven Gelbfruchtigkeit in Form von reifer Aprikose, gelbem Pfirsich und Orangenzeste, welche von einer deutlich präsenten, aber doch sehr runden Holzaromatik umspielt wird. Neben einer intensiven Vanillenote schmeichelt der Wein mit etwas gebrannter Mandel, etwas Borke und einer fast ätherischen Note mit Anis und Salbei.

Die vor allem auf den Anteil Paien zurückzuführende Säure zeigt sich am Gaumen gut in die Struktur des Weins integriert, dennoch saftig und geschmeidig. Die Fruchtaromen wirken fast heller, wenn auch etwas tropsicher. Das Holz präsentiert sich wärmer mit Anklängen von gebackenem Mürbeteig und Vollmilchschokolade ohne dabei kitschig und übermächtig zu wirken. Im Nachklang dominieren eine subtile Schärfe mit etwas Ingwer sowie eine filigrane Rauchnote, die einen langen, strukturierten Körper begleiten.

Das Glas
Der Wein zeichnet sich klar durch sein ambivalentes Auftreten als Speisebegleiter aus. Er braucht Platz, den man ihm durch ein großes Glas geben muss um seinem Körper gerecht zu werden. Das Willsberger Burgunderglas wäre für mich ein passendes Pendant.

Was gibt es zu essen?
Zum Essen gibt es ein Ochsenschwanzragout mit einem Croustillant vom Kalbsbries, Trüffeljus und Steinpilzrisotto. Oder einfach eine Hummerbisque.

 


 

Weintipp Februar 2017


Weintipp von Annette Schwarz

Der Weintipp für Februar von Annette Schwarz,
Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen

Annette Schwarz ist Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen. Sie machte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hotel Altenberger Hof in Odenthal, wo der Weinvirus sie infizierte. Nach der Ausbildung blieb sie noch ein Jahr im Betrieb und widmete sich hauptsächlich dem Weinkeller. Als nächste Station folgte das Restaurant Schützenhaus in Remscheid, und dann die Gastronomie in Schloss Burg. Im Juni 2014 legte sie die Prüfung zur IHK geprüften Sommelière ab.

Die Weinempfehlung
2015 Grau Weiß, VDP.Gutswein, Weingut Rainer Schnaitmann aus Fellbach in Württemberg

Das Weingut
Das Weingut in heutiger Form entstand im Jahre 1997 mit dem ersten Jahrgang den Rainer Schnaitmann unter eigenem Etikett vermarktete. Vorher wurden die Trauben der Familie an Winzergenossenschaften und Großkellereien verkauft. Rainer Schnaitmann erweiterte in den folgenden Jahren stetig die Rebflächen des Weingutes und ließ es 2012 für Ökologischen Weinbau zertifizieren. Die Qualität der Weine steigerte er über die Jahre kontinuierlich und überzeugt damit Sommeliers und internationale Kritiker. Zu den Lagen des Weingutes gehören unter anderem der Uhlbacher Götzenberg, Fellbacher Goldberg, einige Lagen in Untertürkheim & Stetten und natürlich der Fellbacher Lämmler, von dem man einen tollen Blick Richtung Stuttgart genießt. Er ist das qualitative Herzstück des Weingutes, es herrscht Keuperboden vor, der auf den 100 Höhenmetern der Lage, unterschiedliche Schwere und Kalkhaltigkeit mitbringt. Es ist eine geschützte Südhanglage, durch die thermischen Luftströme ist es dort tagsüber sehr heiß und nachts kühlt es stark ab, daraus resultiert die tolle Fruchtigkeit der Weine. Es wachsen vor allem Burgundersorten, Lemberger und Riesling.

Der Wein
Das Cuveé Grau Weiß besteht aus 40 % Grauburgunder, 40% Weißburgunder und 20 % Chardonnay. Der Ausbau erfolgt in Viertel & Halbstückfässern und auch im Edelstahltank.

Der Wein präsentiert im Glas eine satte goldgelbe Farbe. Fruchtige Aromen von reifem Apfel, Quitte und Pfirsich finden sich ebenso wie exotische Noten wie Ananas und Orangen sowie Orangenzeste, mit etwas Sauerstoff gesellen sich noch feine Vanille und Zimtnoten hinzu. Mit zunehmender Wärme finden sich etwas Ingwer, leichte Anistöne und auch Zedernholz.

Am Gaumen finden wir einen schönen saftigen Wein mit gut eingebundener Säure, ganz feiner Tanninstruktur und schönen Mineralischen Noten. Die Fruchtaromatik aus der Nase setzt sich am Gaumen fort, dort wirken die Nuancen aber etwas reifer als in der Nase. Er hat Schmelz und präsentiert sich noch jung aber schon sehr gut trinkbar, mit guten Entwicklungspotenzial was nach 1-2 Jahren Flaschenreife sicher zum Tragen kommt.

Das Glas
Als Glas bevorzugt er eines mit einem großen Kelch (z.B. Spiegelau Style Ballon Glas) er braucht die zugeführte Luft und auch den Platz um alle sein Potenzial ausschöpfen zu können.

Was gibt es zu essen?
Gebackenes Wiener Schnitzel auf Kartoffel Gurken Salat

 

Weintipp Januar 2017


Weintipp von Simone Ladewig

Der Weintipp für Januar von Simone Ladewig,
Sommelière im Hotel Herzogspark

Simone Ladewig ist IHK geprüfte Sommelière und WSET Level 3 Absolventin der Deutschen Wein und Sommelierschule in Koblenz. In Ihrer Wahlheimat Herzogenaurach,  bekannt durch zwei führende Sport-Marken auf dem Weltmarkt, arbeitet sie im Hotel Herzogspark aus Überzeugung täglich für das Wohl Ihrer Gäste.

Wenn die Weinschule nach einem Dozenten ruft, ist sie hier freiberuflich präsent. In Rothenburg ob der Tauber führt sie seit 2016 die Kurse mit Leidenschaft. Ihre persönliche Vorliebe in der Weinwelt gehört natürlich den Franken; im Weingut Wirsching war sie ein Weinjahr als Praktikantin in allen Abteilungen dabei.

Darum auch hier aus Überzeugung ein klassischer Tropfen aus Franken.

Die Weinempfehlung
2015 Julius Echter Berg, Silvaner, GG

Das Weingut
Weingut Wirsching KG Iphofen, Franken
Klassischer geht es fast nicht mehr im Bezug auf die Dinge, welche das Weingut ausmachen. In 14. Generation weiter betrieben, hat es sich bis zum heutigen Stand auf 75 Hektar ausgedehnt. Mit kontinuierlich und mit gleichbleibender Qualität; konsequentem, umweltschonenden und naturnahen Weinbau hat sich Wirsching den verdienten Respekt erarbeitet.  Mit seiner Top, nun sagen wir mal die "Grand Cru" Lage in Franken kann es das Weingut mit Kollegen aus Frankreich aufnehmen, so sagt man es ihnen nach.

Der Wein
Wunderschöner Silvaner mit viel Schmelz und nicht anders zu erwarten aus dieser Lage und dem gradlinigen Winzer. In der Nase sehr duftig, etwas hefig, sogar einen Hauch floral. am Gaumen viel Stoff, erdig wie er sein sollte, die Würze ist beachtenswert, sie gibt dem Wein einen unvergleichlichen Wunsch nach mehr. Mundfüllend, wie in Franken so schön gesagt "ein Maul voller Wein", bleibt er saftig und animierend, ob als Solist oder in Kombination mit einem Gericht.

Das Glas
Dazu passt perfekt der Vino-Grande-Weissweinkelch da dieses Glas die Präsenz des Weines schon mit dem Auge und auch das Gefühl der Handhabung "etwas mehr Glas" für "etwas mehr Wein" ganz und gar auf beiden Seiten gerecht wird.

Was gibt es zu essen?
Begleitet wird der "Gran Vin" von einer Lachsforelle mit Pastinaken, Mandarine und Hirse. Eine Kombination, die dem kräftigen Lachs sanft Paroli bietet, ein wenig Frucht auf beiden Seiten wiedergibt, das Erdige der Pastinaken aufnimmt und dem Umami standhalten kann.






Weintipp-Archiv

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2016

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2015

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2014

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2013

Zu den Weintipps aus dem Jahr 2012