Weintipp

 

Weintipp August 2020

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Der Weintipp für August von Connor Münster,
Sommelier im Weingut Katharina Wechsler

Connor Münster startete seine gastronomische Laufbahn in der Systemgastronomie, kombiniert mit einem Studium im Bereich Gastronomiemanagement. Nach einigen Jahren als Restaurantleiter zog es ihn in die Kreuzfahrtindustrie, wo er schließlich mit dem Thema Wein in Berührung kam. Wieder zurück an Land und derweil für das AMERON Hotel Königshof in Bonn als stellvertretender Restaurantleiter tätig, folgte die Ausbildung zum Sommelier am International Wine Institute in Ahrweiler, die er 2018 abschloss. Anschließend folgten Positionen im Restaurant Le Flair* Düsseldorf, sowie im WEINSINN* in Frankfurt, bevor er sich entschloss der Gastronomie den Rücken zu kehren, um die andere Seite der Weinbranche zu erkunden. Seit kurzem ist er für das Weingut Katharina Wechsler tätig.

Die Weinempfehlung
2016 Grüner Veltliner „Die Leidenschaft“ – Martin & Anna Arndorfer, Kamptal – Österreich

Das Weingut
Martin und Anna Arndorfer sind ohne Frage eine der spannendsten und erfrischensten Erscheinungen in der österreichischen Weinwelt und vor allem im Kamptal. Martin Arndorfer sammelte bei renommierten Weingütern in Österreich, darunter Knoll und Topf, sowie in der Toskana und im Piemont seine Erfahrungen und entwickelte seit 2000 im elterlichen Weingut seinen eigenen Stil. Unterstützt wird er von seiner Frau Anna, die als Tochter von Karl Steininger natürlich auch eine perfekte Ausgangssituation besitzt. Sie legen viel Wert auf eine Balance zwischen Mensch und Natur. Dabei achten sie auf eine naturnahe Bewirtschaftung ihrer Weinberge, in der Pflanzen und Böden immer im Vordergrund stehen. Sie betreiben einen immensen Aufwand in den Weinbergen, in denen sie auch auf alte Rebanlagen zurückgreifen können und setzten das Finish dezent im Keller. Diese Komplexität merkt man den Weinen auch an, denn heraus kommen finessenreiche, tiefgründige und komplexe Weine, die auch immer durch eine saftige Frucht getragen werden. Das Portfolio enthält verschiedene Linien, die meist eine Selektion aus älteren Parzellen sind, sowie einige Lagenweine wie der Zöbinger Heiligenstein oder der Strasser Wechselberg Spiegel, die eine starke Persönlichkeit und Charakter aufweisen.

Der Wein
Der Grüne Veltliner „Die Leidenschaft“ wird nach burgundischem Vorbild 10 Monate in Barrique ausgebaut. Dadurch ergibt sich ein volles Mundgefühl mit einer enormen Cremigkeit. Im Glas haben wir ein leuchtendes Gelbgrün, in der Nase zarte Tropenfrüchte, gepaart mit zarter Vanille, ein Hauch Biskuit und Wiesenkräuter. Im Mund einen enormen Zug, leicht grüne Aromatik, frisch, spritzig, Maracuja im Abgang. Alles getragen von feinen Gerbstoffen. Der Wein ist enorm präzise und komplex, kann auch gerne vorher karaffiert werden und entwickelt anschließen noch ein intensiveres Aroma. Der Wein hat ein gutes Lagerpotential und entfaltet seinen vollen Charakter erst nach einigen Jahren Flaschenreife.

Das Glas
Der Perfekte Partner für diesen Wein ist das Spiegelau Burgunderglas aus der Reihe Authentis. Es bringt die Aromen des Weines hervorragend zum Ausdruck, denn der Wein braucht etwas Luft, um sich vollends zu entfalten. Am Gaumen bekommen wir dadurch auch diese große Präzision zu spüren, mit der feinen Kräuterwürze und dem feinen Säurenerv, der den Wein zu einem tollen Speisenbegleiter macht.

Was gibt’s dazu?
Gerne gehen wir hier in Richtung Fisch. Am besten einen schönen Steinbutt mit cremiger beurre Blanc, dazu Schwertmuscheln, Walnuss und etwas junge Erbsen.

 


 

Weintipp Juli 2020

 

2020-07_weintippDer Weintipp für Juli von Julian Schweighart, 
Sommelier im The Fontenay, Hamburg

Bereits in jungen Jahren wurde Julian mit gehobener Gastronomie konfrontiert und von gutem Essen und Wein geprägt. Tatkräftig unterstützte er das Familienrestaurant Guido al Duomo in München, wo er nur konnte.
Seine Karriere als Sommelier begann er in der Küche.
 2017 absolvierte er dann erfolgreich seinen ersten Sommelier-Abschluss an der IHK in München. In demselben Jahr wechselte er seine Arbeitsstätte und wirkte bei der Neueröffnung des Hotels The Fontenay in Hamburg mit und trat zeitgleich seine neue Stelle als Commis-Sommelier im Fine-Dining Restaurant Lakeside an. 

2019 absolvierte er seinen Certified bei dem Court of Master Sommeliers und bestritt erfolgreich diverse Wettbewerbe:

1# Concours National des Jeunes Sommeliers 2019

4# Concours International des Jeunes Sommeliers 2019

1# Ruinart Challenge 2019

2# Sommelier Trophy 2019


Heute arbeitet er als Sommelier unter der Leitung von Stefanie Hehn im Restaurant Lakeside im Hotel The Fontenay.

Die Weinempfehlung
2017 Chardonnay „Sanford & Benedikt“ – Sandhi, Santa Barbara – USA

Das Weingut
Sandhi ist ein noch recht junges Weingut, welches erst im Jahre 2010 von Rajat Parr und Sashi Moorman gegründet wurde. Es spezialisiert sich ausschließlich auf Chardonnay und Pinot Noir aus Santa Barbara County.
Die Herangehensweise unterscheidet sich stark im Vergleich zu den sonst typischen „Burgundern“ aus Amerika.

Sandhi repräsentiert Harmonie im Zusammenspiel von Mensch, Erde und Weinrebe.
Also greift es durchaus den im Burgund vertretenen „Terroir“ Gedanken auf. Das Weingut vinifiziert Weine die meist vergleichsweise früh geerntet werden und wagt sich in die AVAs in Santa Barbara vor, die vor allem für ihre Kühle bekannt sind. Sandhis Philosophie ist es Weine mit Finesse, Mineralität, natürlicher Säure, Struktur und Balance auszustatten und
auf viel Alkohol und Holz zu verzichten.

Der Wein
Sanford & Benedict ist die Geburtsstätte der Burgunder Rebsorten in Santa Barbara County. Sie wurde 1971 von dem Visionär und Pionier Richard Sanford angelegt. Die legendäre Lage befindet sich in der Sta. Rita Hills AVA. Diese liegt westlich von der Santa Ynez Valley AVA, zwischen den Gebirgsketten Purisima Hills und Santa Ynez Mountains.
Die Gebirgsketten bilden eine Schlucht, die nach Westen zum kühlen Pazifik offen ist. Abends können so ungehindert kalte Luftmassen ins Tal gleiten. Das Resultat sind kühle Nächte und Vormittage. Perfekte Bedingungen um präzise elegante Weine zu machen denen eine lange Reifezeit innewohnt.

Das Glas
Der Spiegelau Burgunder-Pokal aus der Reihe GRAND PALAIS EXQUISIT bildet einen perfekten Partner zu dem 2017 Chardonnay „Sanford & Benedict“.
Es ist somit ein tolles Medium, das die feinen und exquisiten Aromen des Weines einfängt. Die Aromen erinnern an Zitronen-Confit mit feinen floralen Aromen im Anklang und kommen mit einer gewisse steinigen Rauchigkeit perfekt zur Geltung.
Am Gaumen wirkt der Wein eher präzise und elegant, und wird noch leicht von der Säure und Mineralität geprägt.
Nichts desto trotz kann man schon eine leichte Cremigkeit und Nussigkeit wahrnehmen.

Was gibt’s dazu?
Der Wein schreit förmlich nach einer Seezunge Müllerin Art. Das Kühle Straffe, gepaart mit seiner Intensität und Komplexität, bildet den perfekten Gegenpart zu der Säure der Zitrone und der Üppigkeit der Butter. 
Gleichzeitig greift er mit seiner feinen Mineralität, das leichte Jodaroma des Fisches auf und besitzt eine gewisse Eleganz, welche der filigranen Süße des Fisches schmeichelt.

 


 

Weintipp Juni 2020


Weintipp von Maximilian Wilm

Der Weintipp für Juni von Maximilian Wilm,
Bester Sommelier Deutschland 2019

Maximilian Wilm stammt gebürtig aus der Weinbauregion Franken. Mit 16 Jahren begann Maximilian eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Dorint Resort Bad Brückenau. Nach Abschluss der Ausbildung folgten verschiedene Stationen in Deutschland. 2011 hat er an der IHK München seine Sommelierprüfung zum IHK geprüften Sommelier abgelegt und hat danach als Sommelier im Palais Coburg in Wien gearbeitet. 2013 wechselte Maximilian nach Hamburg und wurde Chef-Sommelier und Restaurantleiter im 2 Sterne Restaurant von Karlheinz Hauser auf dem Süllberg. 2018 eröffnete Maximilian als Betriebsleiter und Sommelier mit Kirill Kinfelt das Kinfelts Kitchen & Wine in der Hamburger HafenCity unweit der Elbphilharmonie.2019 gewann Maximilian Wilm den Wettbewerb „Bester Sommelier Deutschland“ und darf Deutschland 2020 bei der Europameisterschaft vertreten.

Die Weinempfehlung
2017 Syrah „R“, Weingut Spiess, Rheinhessen

Der Winzer
Das Familienweingut liegt in Bechtheim, dem wärmsten Ort Rheinhessen. Das Weingut wird von den beiden Brüdern Johannes und Christian geführt. Johannes verantwortet den Keller und Christian hat das Kommando im Wingert. Unterstütz werden die beiden von Christians Frau Sina und den Eltern. Selbst die Oma ist noch ein wichtiger Teil der Familie. Sie kocht jeden Tag für die ganze Familie. Ca. 35 ha bewirtschaftet die Familie mit einem Fokus auf Riesling und die Burgunderreben. Aber schon Vater Jürgen entdeckte die internationalen Rebsorten für sich. Cabernet Sauvignon, Merlot und seit ein paar Jahren Syrah und Cabernet Franc stehen im Portfolio des Weinguts.

Der Wein
2017 ist der 1. Jahrgang dieses Weines und er hat mich von Anfang an überzeugt. Er überzeugt durch eine ausgewogene Säure mit pfeffriger Würze in Kombination mit kräutrigen Nuancen und leicht rauchigen Aromen. Der Wein erinnert mich sehr an die Weine der nördlichen Rhône. Diese Region ist eine der Hauptanbaugebiete für die Rebsorte Syrah. Der 2017 Syrah „R“ wurde ca. 24 Monate in neuen französischen Barrique-Fässern ausgebaut. Als ich den Wein im Januar 2020 das erste Mal probieren durfte habe ich folgendes gedacht: „Mit das beste was ich an Syrah aus Deutschland bis jetzt probiert habe.“ Der Wein ist noch jung und zeigt sich sehr fruchtig. Hat allerdings ein potential für viele Jahre. Grundsätzlich glaube ich, dass Syrah eine große Zukunft in Deutschland hat.

Das Glas
Als Glas für diesen Wein empfehle ich das Spiegelau Grand Palais Exquisit Rotweinglas (Ballon). Dieses Glas ist für mich perfekt um die feine Würze zu unterstützen und die Frucht gut zu entwickeln. Ebenso zeigt sich der Alkohol nicht so präsent in diesem Glas. Dazu würde ich den Wein ca. 2 Stunden vor dem Servieren dekantieren. Hierfür würde ich den Spiegel Highline Dekanter empfehlen.

Was gibt’s dazu?
Im Sommer wird traditionell mehr Weißwein getrunken, aber ein guter Syrah ist immer gut. Der 2017 Syrah „R“ von Spiess kann man sehr gut zu frisch gegrilltem Fleisch mit mediterranem Gemüse und Rosmarinkartoffeln genießen. Als Fleisch würde ich zum Beispiel ein Presa vom Iberico Schwein empfehlen.

 


 

Weintipp Mai 2020


Weintipp von Angelika Grundler

Der Weintipp für Mai von Angelika Grundler,
Sommelière zwischen Zürich- und Bodensee

Aufgewachsen im gastronomischen Familienbetrieb im Hinterland des Bodensees absolvierte Angelika Grundler zunächst eine klassische Restaurantfachausbildung im Brenner’s Park-Hotel & Spa in Baden-Baden. Nach mehreren Stationen innerhalb Deutschlands, verbrachte sie 2 Jahre im The Waterside Inn*** in Bray, Grossbritannien und sammelte erste Erfahrungen als Sommelière. Anschließend an eine Wintersaison im Tschuggen Grand-Hotel, Arosa, Schweiz zog es sie wieder zurück in die Heimat. Berufsbegleitend erwarb Angelika Grundler den IHK Sommelier am IWI in Stuttgart und legte so den fachlichen Grundstein für Ihre Leidenschaft. Als Kellergehilfin bei der Weinlese 2019 in Waipara, Neuseeland lernte sie die Weinbereitung von Grund auf kennen und wertschätzen. Wenn sie nicht im elterlichen Gastronomiebetrieb ihre Gäste willkommen heißt, kann man sie seit Oktober 2019 als Sommelière im Pavillon des Baur au Lac in Zürich finden.

Die Weinempfehlung
2018 Müller-Thurgau BioWein, Winzergenossenschaft Hagnau am Bodensee

Der Winzer 
Die älteste Winzergenossenschaft Badens findet man im idyllischen Ferienort Hagnau am Bodensee. Dort wo sich im Sommer die Touristen tummeln und die kleinen Gassen mit den Traubenzügen teilen. Rund 160 Hektar Rebfläche werden von 52 Winzerfamilien nachhaltig bewirtschaftet und gemeinschaftlich gepflegt. Eines der Mitglieder, Thomas Pfisterer, hat sich mit seiner Familie im besonderen Maße dem Wohl der Einheit von Mensch, Natur und Tier zugewandt und kultiviert seine Reben unter biodynamischen Richtlinien – aber vor allem mit viel Leidenschaft. Den See immer im Blick und offen für alternative Konzepte, hatte er zuletzt Hühner und Rinder zum Weiden in seinen Rebgärten. Der hier vorgestellte Müller-Thurgau BioWein stammt zu 100% aus seinem Lesegut.

Der Wein
Die Lage Hagnauer Sonnenufer, aus denen die Müller-Thurgau Reben stammen, ist Programm. Das im See reflektierte Sonnenlicht kommt den Trauben zu Gute und gibt Ihnen die nötige Wärme zum Reifen. Die Böden aus eiszeitlichem Moränenschotter sind typisch für die Bodenseeregion und verleihen dem Wein Mineralität und Würze. Durch die ganzheitliche biodynamische Pflege während des Jahre, reine Handlese der Trauben und eine kühle Vergärung des Mostes im Stahltank entsteht ein charaktervolle Wein.

Das Glas
Gutes Essen und guter Wein schmeckt umso besser, wenn es angemessen präsentiert wird. Für mich ist das Spiegelau Tastingglas Authentis perfekt, um den Müller-Thurgau BioWein in Szene zu setzen. Die sanfte Kräuterwürze und Aromen von knackigen Äpfeln und Birnen können sich hier gut entfalten. Durch die Verjüngung des Glases erfreut man sich bei jedem Schluck an der spielerischen zitrischen Säure des Weines. Was jedoch am Gaumen bleibt ist die Saftigkeit, unterstütz von zart blumigen Noten.

Was gibt’s dazu?
Als bodenständige Variante empfehle ich geräucherter Bodenseefelchen mit Meerrettichcreme und Hausbrot. Wer noch nicht genug davon hat, lässt sich weißer Spargel mit Tagliatelle, Erbsen und Bärlauchpesto schmecken. So kann man sich in diesen außergewöhnlichen Zeiten ein bisschen Bodenseefeeling nach Hause holen. Viel Vergnügen dabei!

 


 

Weintipp April 2020


Weintipp von Ronja Morgenstern

Der Weintipp für April von Ronja Morgenstern,
Sommelière und Restaurantleiterin im Sternerestaurant Maximilian Lorenz, Köln

Geboren und aufgewachsen in der Gastronomie kehrte Ronja Morgenstern nach einem kleinen Abstecher in die Modewelt zurück zu ihren Wurzeln. Eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau in einem kleinen Hotel im Schwarzwald bildete das Fundament für ihre Leidenschaft zum Thema Wein, die sie seit 2015 in Köln verfolgt. Zu ihren Stationen im Rheinland gehören unter anderem das La Poêle d’Or 1* und die Hanse Stube des Grand Hotel Excelsior Ernst. Seit 2019 betreut Ronja Morgenstern die umfassende Weinkarte von 1400 Positionen und die Gäste des Restaurant Maximilian Lorenz 1* im Herzen von Köln.

Die Weinempfehlung
2018 „Faß 8“ Riesling Kabinett, Peter Lauer, Saar

Der Winzer 
Schon seit mehreren Generationen im Besitz der Familie produzieren nun Peter und Florian Lauer, im malerischen Ayl auf knapp 9 Hektar nach alten handwerklichen Methoden ihre authentischen Weine. Dies beginnt bereits im Weinberg, wo gezielt ökologisch und traditionell gearbeitet wird. Langsame Gärung, ein langes Hefelager und der bewusste Verzicht auf gängige Schönungsmittel prägen die Stilistik von Vater und Sohn. Letzterer übernahm 2005 nach einem Önologie Studium an der Ecole Nationale in Montpellier den väterlichen Betrieb und produziert seitdem naturnahe, trockene und feinherbe Rieslinge, die er gerne „Rieslinge für Fortgeschrittene“ nennt.

Der Wein
Die Weine der Familie Lauer tragen die „Hausnummer“ des Fasses, unter der man selbiges im Kellerwölbe des Weingutes finden kann. Jedes Faß steht für eine markanten Ausbaustil und eine bestimmte Herkunft. Im 2018er Faß 8 lag ein Saar Riesling, wie er im Buche steht. Im Geschichtsbuche vielleicht, denn vor hundert Jahren galten Weine von der Saar als besonders kostbar und lagen im Preis viel höher als ein Bordeaux oder Burgunder. Vom Ayler Kupp gelesene, vollreife Trauben werden hier im Ganzen gepresst und spontan vergoren. Durch die kühle Gärung wird Frische und Frucht bewahrt um einen belebenden Genuss zu gewährleisten.

Das Glas
Für diesen Wein habe ich eine etwas ungewöhnliche Kombination gewählt. Der junge Kabinett ist zwar sehr zugänglich und macht jetzt schon sehr viel Spaß, braucht aber meiner Meinung nach etwas Luft. Ich empfehle daher, ihn etwas zu belüften und danach in einem leicht bauchigen Glas zu servieren, das eine verhältnismäßig nicht gar zu große Öffnung aufweist, damit die zarte Mineralik, die filigranen Kräuteraromen und die Stachelbeeraromatik perfekt zur Geltung kommen. Hierfür empfehle ich den Bordeaux Pokal aus der Grand Palais Exquisit Serie.

Das Essen
Vor kurzem hatte ich „Faß 8“ zu einer Udon Currysuppe mit Kokosmilch und gebratenem Räuchertofu. Die Fruchtigkeit des Rieslings passte hervorragend zur Pikanz der Suppe mit den exotischen Kokosaromen, die elegante Restsüße harmonisierte mit den Raucharomen des Tofus und durch die lange Hefelagerung wirkte der Körper des Rieslings auch nicht zu „wässrig“.

 


 

Weintipp März 2020


Weintipp von Annette Schwarz

Der Weintipp für März von Annette Schwarz,
Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen

Annette Schwarz ist Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen. Sie machte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hotel Altenberger Hof in Odenthal, wo der Weinvirus sie infizierte. Nach der Ausbildung blieb sie noch ein Jahr im Betrieb und widmete sich hauptsächlich dem Weinkeller. Als nächste Station folgte das Restaurant Schützenhaus in Remscheid, und dann die Gastronomie in Schloss Burg. Im Juni 2014 legte sie die Prüfung zur IHK geprüften Sommelière ab. Von Oktober 2015 bis Oktober 2018 war sie Mitglied im Sommelier College, dem Nachwuchsprogramm der Sommelier Union.

Empfehlung
2015 „Kalk und Kiesel“ Weingut Claus Preisinger Gols im Burgenland, Österreich

Der Winzer 
Claus Preisinger ersten Weinjahrgang machte er 2000 im eigenen Weingut. Vorher studierte er in Klosterneuburg Weinbau und Kellerwirtschaft, reiste dann in der Welt herum und sammelte einige Erfahrungen bevor er 3 Jahre Assistant Winemaker bei Hans Nittnaus war. Er bewirtschaftet 19 ha verteilt auf 18 km an der Ostseite des Neusiedler Sees aufgeteilt in 64 Parzellen. Seit 2004 Mitglied der Pannobile Gruppe und seit 2006 arbeitet er streng biodynamisch.

Der Wein
Der 2015er Kalk und Kiesel ist ein Cuvee aus 60 % Weissburgunder, 30 % Grüner Veltiner und 10 % Chardonnay. Die Trauben stammen aus unterschiedlichen Parzellen mit Kalkigem und Steinig-Kieseligem Boden, welcher der Namensgeber des Weines ist. Handlese der Trauben im September und Oktober, Spontanvergoren, dann 7-8 Wochen auf der Maische, danach 6 Monate im Holzfass und dann unfiltriert und ungeschwefelt gefüllt. Im Glas präsentiert der Wein sich mit einem mittleren gelb mit leichter Trübung und goldgelben Reflexen. In der Nase finden wir reife Apfelaromen und mit feiner Kräuteraromatik aber auch Noten von Orangenmarmelade und Mandarinenzesten. Mit zunehmender Luftzufuhr verändert sich die Apfelaromatik in Richtung eines Bratapfels und zusätzlich finden wir leichte florale Aromen nach Wiesenblumen. Am Gaumen zeigt der Wein eine enorme Frische und Salzigkeit gepaart mit einer leichten oxidativen Note und einem guten Nachhall mit mittlerer Länge. Die Apfelaromatik findet sich auch hier wieder und auch die Orangennoten, welche allerdings am Gaumen viel frischer wirken.

Das Glas
Als Glas empfehle ich ein größeres und bauchiges Glas, wie z.B. das Spiegelaus Style Ballonglas.

Das Essen
Österreichische Wirtshausküche: „Krautfleckerl“ geschmorter Weißkohl, Schinken, Nudeln, Schmand und Paprikapulver.

 


 

Weintipp Februar 2020


Weintipp Martina Glauberstein

Der Weintipp für Spiegelau von Martina Glauberstein, Sommelière und leidenschaftliche Gastgeberin

Die Natur war für sie schon in der Kindheit ein früher Wegbeleiter durch den landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit eigener Mosterei. Gutes Essen und der Zauber von gehobener Gastronomie begeisterten bereits im Teenageralter. Nach einer Ausbildung zur Restaurantfachfrau im Kastens Hotel Luisenhof in Hannover folgten Stationen in Gourmettempeln wie das Val d’Or* auf Johann Lafers Stromburg und das Lorenz Adlon Esszimmer** in Berlin. Vom idyllischen Meisenheimer Hof und dem dazugehörigen Weingut Disibodenberg führte der Weg weiter nach Italien ins Friaul und auf die Insel Elba. Das Schicksal brachte sie im Anschluss nach Frankfurt am Main. In dem Gourmetrestaurant* des Tigerpalastes festigte sie ihre Position als Sommelière und stellvertretende Restaurantleitung und verblieb dort noch bis vor kurzem.

Die Weinempfehlung
2012 Pinot Grigio Not “Special Vintage”, Paraschos

Das Weingut
Wir befinden uns im Friaul, in San Floriano, im Grenzland zwischen dem Collio Goriziano und dem Goriška Brda, bei dem Weingut von Paraschos. Als Patriot des Gebietes, schuf Evangelos Paraschos zusammen mit Josko Gravner und Stanko Radikon seine ersten Fußabdrücke, bis er 1997 schließlich eigene Wege durch seine Weinberge ging. Hier nutzte er in dem außergewöhnlichen Mikroklima auf den Lagen Slatnik und Kai die idealen Wachstumsbedingungen für seine alten Reben. Diese erfahren weder Einflüsse von chemischen Düngemitteln noch Pestiziden. In der Kellerarbeit wird auf Schwefelzugabe verzichtet. In den Weinen vereint heute der talentierte Sohn Alexis den sorgfältigen Umgang und das Zusammenspiel im Einklang mit der Natur und darüber hinaus den Erhalt wertvoller Traditionen.

Der Wein und das Glas
Lassen wir den Wein in das elegante Burgunderglas der Spieglau Willsberger Anniversary Serie laufen. So unüblich regnerisch das Frühjahr 2012 sich eröffnete, so unerwartet offenbart sich die Farbe. Das helle Rotbraun mit seinen orangen Reflexen, erscheint im ersten Moment ungewöhnlich, sie ist jedoch die faszinierende Farbe der Rebsorte. Dieses Phänomen beruht auf der traditionellen Weinbereitung in den Tälern des Collio. Der Traubenmost wurde mit seinen Schalen für einige Tage in offenen Bottichen spontanvergoren um Geschmack, Aroma und Haltbarkeit im Wein zu verstärken. Paraschos war der Erste in der Region, der 2004 einen Pinot Grigio unter Einfluss einer langen Mazeration herstellte. Im Sommer war es trocken und heiß, sodass die Trauben am Rebstock leicht rosinierten, aber dennoch genug Fruchtfleisch aufwiesen. Sie erschienen Paraschos ideal für die Fermentation auf der Maische und den langen Weinausbau in alten französischen Barriques mit 36 Monaten auf der Feinhefe. Slatnik, der Name des Cru auf dem der Pinot Grigio wächst, befindet sich in 300m über NN und ist nordöstlich ausgerichtet. Die Reben gedeihen auf dem besonderen kalkhaltigen Ponka- Boden. Dadurch gewinnt der Wein Frische und Ausgewogenheit. Aus dem Glas fließt ein warmer Dunst von gedörrten roten Früchten, zudem Düfte von Nelken. Führen wir das feine Kristall zum Mund, kreisen Gewürze und Tannine durch ihre Höhle. Ein Feuerhauch paart sich mit einer zarten Kühle und Mineralität. Das bauchige Glas bietet dem 2012er viel Platz zur Ausdehnung der vielen komplexen Bestandteile und Aromen. Hier erweitern sich die Energie und die Kraft des Weines. Um ihm diese Entfaltung zu erleichtern und weil der Wein unfiltriert ist, können wir ihn zusätzlich in die raffinierte Spiegelau Karaffe Willsberger Anniversary dekantieren und ihn gerne mal für weitere Tage darin vergessen. Denn so spannend und speziell wie der Jahrgang wird er sich über Tage hinweg noch verändern und ein neues aufregendes Geschmacksbild kreieren.

Das Essen
Bleiben wir im Friaul und wir probieren dazu „Rosa di Gorizia cu’lis frizzis“, ein wunderschöner rosenförmiger Winterradicchio mit einem gebratenen Speck (Lardo) aus Sauris, obenauf geriebener gereifter Montasio. Der Wein mit seinen fruchtigen Kontrast und würzigen Aromen wirkt wie ein Dressing auf diesem Salat. Es geht auch einfacher: Im Weingut serviert Evangelos seinen Gästen Prosciutto di San Daniele- Semplice ma geniale!

 


 

Weintipp Januar 2020


Weintipp Sebastian Lübbert

Der Weintipp für Spiegelau von Sebastian Lübbert, Sommelier, Bix- Jazz Club Stuttgart

Ausbildung zum Hotelfachmann in Oberhof, Reiseziel für Spitzensportler und Ü50 Busreisen. Danach ging es nach Zürich, Hotel Storchen und Park Hyatt, um zu lernen wie man Qualität an den Gast bringt. Eine Weltreise später ging es an die Hotelfachschule in Heidelberg um Sommelier zu werden, hat auch ganz gut geklappt. Danach ein Zwischenstopp in der Zirbelstube/ Stuttgart und weiter ins Restaurant Tantris als Commis-Sommelier. Zurück in Stuttgart liegt der Fokus nun an der Bar mit Whiskys, klassischen Cocktails und Zigarren.

Die Weinempfehlung
Alain Voges – Cornas – Vieilles Vignes 2011

Der Winzer
1965 übernahm Alain Voge den Agrar-Mischbetrieb von seinem Vater, welcher als lebensfroher Workaholic bekannt war. Seit 1980 entschied sich Alain nur noch Wein zu produzieren und rekultivierte Weinberge, die seit über 30 Jahren nicht bewirtschaftet wurden. Er vermarktete seine Weine selber und kam dadurch schnell in die besten Restaurants in Frankreich. Heute gilt als Referenz im Bezug auf die ausschließlich per Hand zu bewirtschaftenden steilen Granithänge in Cornas aber auch in Saint Peray. Die 14ha werden heute Biodynamisch bewirtschaftet. Seit dem Jahr 2004 arbeitet der ehemalige Direktor des Hauses Chapoutier, Albéric Mazoyer, im Weingut und übernahm die technische Leitung des Betriebes.

Der Wein
In der Nase assoziiert man den Wein mit reifen Sauerkirschen, Pflaumesaft und jungen Brombeeren, aber auch Süßholz und Wildkräuter machen die Nase sehr ausgewogen. Am Gaumen präsentiert er sich mit ganz seidigem Tannin, und einer schönen lebendigen Strucktur. Der Abgang ist von seiner feinen Säure getragen und geprägt von frischen roten Wildbeeren. Sehr elegant und balanciert.

Das Glas
Der Syrah benötigt ein Glas, das ihm Raum bietet und dennoch die Frische behält. Darum empfehle ich das Bordeauxglas von Spiegelau: Authentis. Seine leicht bauchige Form, mit der Verjüngung nach oben gibt dem Wein genügend Luft zum Atmen.

Was gibt´s dazu?
Hase Royale, Wild im Allgemeinen und insbesondere Hase sind die Fleischsorten, die sich ideal mit dem Cornas-Wein kombinieren lassen. Den Hasen mit Foie Gras gefüllt und wilden Kräutern aromatisiert, dazu Rosmarin-Kartoffelecken und karamellisierte Kirschen.

 


 

Weintipp Dezember 2019


Weintipp Cathrin Trost

Der Weintipp für Spiegelau von Marco Gulino, Sommelier Trophy Bronze-Gewinner

Das Weingut
7ha - alles von Hand - alles bio-dynamisch seit 2006. Inmitten der beschaulichen Pfalz in Ruppertsberg an der Mittelhaardt befindet sich das Weingut von Michael Andres. 1993 - ein eher jüngeres Gründungsdatum im Vergleich zu den großen Namen in der Umgebung, jedoch deswegen nicht weniger groß sind die Weine, die Michael vinifiziert. Ruppertsberg, eines der südlicheren Dörfer der Mittelhaardt geprägt von Lehm und Sandsteinböden. Wegen dieser Kapazität Wasser und gleichzeitig Wärme speichern zu können, zeigen die Weine oft eine wunderbare Balance von Frische und Extraktion. Dabei in absolut freier Weise wachsen und sich entwickeln zu können, im Weinberg wie auch im Keller von Michael, sind die Weine von ihm mit unter die Ehrlichsten. Eine absolute Entdeckung für mich!

Der Wein
2017 Spätburgunder unfiltriert trocken – Der Wein zeigt sich mit einer feinen durchschimmernden granatroten Farbe. Jugendlich und frisch in der Nase mit einer geballten Sauerkirsch- und roten Johannisbeeraromatik und viel ätherischen Noten. Das große Holzfass ist spürbar, aber sehr gut eingewoben in das feine Gesamtkonstrukt. Eine absolute Rückbesinnung auf Kraft gekoppelt mit Feinheit! Bei einer Trinktemperatur von maximal 13-14°C erzeugt der Wein eine enorme Trinkanimation.

Das Glas
Spiegelau Burgunderglas Hybrid – durch die schöne Bauchigkeit des Glases kann der Wein die jugendliche Kraft ablegen und sich langsam entwickeln und öffnen, dabei seine großen Vorzüge zeigen. Hierbei unterstützt das Glas den Wein in dessen Struktur und Komplexität.

Das Essen
Fleisch: Rosa Taubenbrust mit geschmorten Balsamico-Perlzwiebeln und rote Bete
Fisch: Geräucherte Makrele mit gebratenem Fenchel und Wildkräutern
Vegetarisch: Waldpilze im Wurzelgemüse-Sud mit geräuchertem Ziegenkäse

 


 

Weintipp November 2019


Weintipp Cathrin Trost

Der Weintipp für Spiegelau von Cathrin Trost, selbständige Sommelière, Wangen

Nach Ihrer Ausbildung zur Restaurantfachfrau bei den Geisel Privathotels sammelte Cathrin Trost Ihre Erfahrungen zunächst in namhaften Adressen der Top- und Sternegastronomie wie Boettner´s Restaurant, schweiger² showroom * oder auch im Werneckhof **. Von 2011 – Anfang 2019 hat Sie Ihren festen Platz im Team der Geisels Weingalerie im Herzen Münchens vertreten. Seit 2019 bietet Sie unter der Marke ProstFrauTrost Weinberatung und Verkostungen an.

Die Weinempfehlung
22017 „8 Vents“, Atlan & Artisan, Mallorca

Der Winzer
Sebastian Keller hat schon früh Winzerluft geschnuppert. Aufgewachsen im Weinhandel der Eltern hat er schon früh ein Gespür für Qualität entwickelt. So kam es dass er sich weltweit bei verschiedenen Weingütern ein Bild gemacht hat um nun selbst Weine zu keltern. Hierbei ist für ihn der Ausdruck des Terroirs entscheidend. Seine Handschrift steht für charaktervolle und authentische Weine die dabei immer ihren Ursprung bewahren. Und das nicht nur in Spanien – unter der Dachmarke Atlan & Artisan entwickelt Sebastian verschiedenste Weine aus ganz unterschiedlichen Regionen.

Der Wein
Der große klimatische Einfluss durch die „8 Winde“ rund um die Balearen-Insel Mallorca ist namensgebend für diese Cuvée. So prägen die daraus entstehenden vielfältigen Mikroklimata nachhaltig das Traubenwachstum. Jede Sorte wird zunächst von Hand gelesen und separat vergoren. Erst nach der Gärung in offenen Edelstahltanks wird die Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Manto negro und Callet final zusammengestellt und 12 Monate im Barrique Fass gereift.

Das Glas
Das Spiegelau Style Rotweinglas ist der ideale Booster für das Cuvée. Die Aromenfülle des Weins zeigt sich durch die nur leichte Verjüngung am oberen Rand perfekt. So bekommt man schon beim Riechen eine Vorstellung von diesem samtigen und reichen Wein. Kraftvoll am Gaumen lockt er mit Aromen von Cassis und dunkler Schokolade aber eben auch getrockneten Tomaten und schwarzen Oliven.

Das Essen
Hier fallen mir spotan Tapas ein die genauso vielfältig sind wie der Wein selbst. Wie wäre es mal mit einem Crostini mit Oliventapenade, Petersilie und Sardellen? In der jetzt wieder kälteren Jahreszeit trinkt sich der 8 Vents auch hervorragend zu geschmorter Entenkeule mit Tamarindensauce und Curryjoghurt. Probieren Sie es aus! Salut!

 


 

Weintipp Oktober 2019


Weintipp Julia Pleintinger

Der Weintipp für Spiegelau von Julia Pleintinger, Chefsommelière im Gourmetrestaurant Olivo/Stuttgart.

Empfehlung
2016 Lämmler Spätburgunder GG, Weingut Schnaitmann, Fellbach

Das Weingut
Ende der 80er Jahre brach Rainer Schnaitmann sein Architekturstudium ab und begann sich für den Weinbau zu interessieren. Nach einer Lehre im Remstal und einem Studium in Geisenheim verpachtete ihm sein Vater 3 ha Weinberge. Seine ersten Erzeugnisse kelterte er damals noch in einer alten Scheune mit alten kleinen Keltern. Schnell gewann er die Aufmerksamkeit der Weinwelt und konnte mehr und mehr Fläche meist von Verwandten dazu gewinnen. 2006 wurde er als das bis dahin jüngste Weingut in den Verband der deutschen Prädikatsweingüter aufgenommen. Heute bewirtschaftet Rainer Schnaitmann alle 26 Hektar biologisch.

Der Wein
Die Trauben für den Wein stammen aus der VDP.GROSSEN LAGE Lämmler, genauer gesagt aus einem Filetstück, das die Familie Schnaitmann „Brenner“ nennt. Durch die Südausrichtung und die Kessellage hervorgerufenes mildes Klima begünstigt die Reife der Trauben. Kalte Luft nachts hingegen konserviert die Aromen und die Frische in den Beeren. Die Parzellen stehen auf buntem Mergel und Kieselsandstein zwischen 350 und 400 m ü. NN. Und haben teilweise eine Neigung von 60 %, was die Bewirtschaftung besonders arbeitsintensiv gestaltet. Nach spontaner Maischegärung mit ganzen Beeren und 100 % ganzen Trauben reift der Wein reift der Wein in 50 % neuen und 50 % gebrauchten 300 l Fässern. Seine rubinrote Farbe lässt bereits auf einige Aromen schließen. In der Nase überzeugt er durch eine klare Fruchtnote, erinnernd an dunkle Kirschen und Waldbeeren, sowie seinen würzigen Komponenten von Vanille über Haselnüssen und Wacholder. Am Gaumen wiederum ändert sich die anfängliche Kraft und Dichte des Weins in Eleganz und Saftigkeit, die durch die animierende Säure entsteht. Die feingliedrige, fast samtige Tanninstruktur ist für einen langen Nachhall verantwortliche.

Das Glas
Als Glas verlangt er nach einem großen Ballon, um all seine Facetten Preis geben zu können. Hier bietet sich das Spiegelau Highline Burgunderglas sehr gut an, das dem vollen Körper des Weins ausreichend Platz bietet ohne die feinen Aromen verschwinden zu lassen und eine weitere Entwicklung zulässt.

Das Essen
Rehmedaillons in Cranberrysoße mit Walnuss-Steinpilz-Risotto

 


 

Weintipp März 2019


Weintipp

Der Weintipp für Spiegelau über die Brüder Pierre und Jean Gonon.

Empfehlung
2015 St. Joseph, Pierre Gonon, Mauves, nördliche Rhône

Das Weingut
In der bereits 4. Generation wird die Domaine Gonon nun von den beiden Brüdern Pierre und Jean Gonon geführt. Ende Januar hatte ich das große Glück mir vor Ort mit ein paar Londoner Kollegen Weinberge als auch das Weingut, welches ein paar Kilometer entfernt in Mauves-Ardéche liegt, anzuschauen. Nach einer Tour durch die Weinberge, wurde dann klassischerweise im Keller wo noch die kommenden Jahrgänge schlummern aus den Fässern verkostet. Hier wurde dann auch schnell klar, warum man dieses Weingut als Aushängeschild des St. Josephs betrachten kann. Die 10ha, die die beiden ausschließlich biologisch- biodynamisch bewirtschaften, erinnern durch ihre steile Lagen als auch die Einzelpfahlerziehung recht stark an die Mosel. Ähnlich wie in vielen Moselaner Betrieben erfolgt hier die Weinbergsarbeit ausschließlich von Hand. Jedoch wachsen die Reben hier auf Granit mit einer sandigen Lehmigen Auflage. Ausgebaut wird hauptsächlich Syrah, jedoch sind auch Marsanne, Roussanne und sogar etwas Chasselas zu finden.

Der Wein
Wie oben schon erwähnt wird ausschließlich per Hand gelesen. Die Trauben werden teilweise entrappt und dann spontan in offenen Bottichen vergoren. Die Mäischegärung erfolgt für ca. 14 Tage, wobei einmal bis zweimal täglich der Maischehut händisch unter gestoßen wird. Danach wandern die Weine in Demi Muids (650l) als auch größere Fudres (1000-3000l). Dort reifen diese dann 14-16 Monate auf der Hefe bevor abgestochen und gefüllt wird. Dies gibt ihnen die Zeit als auch den Platz sich in ihrerer ganzen Vielfalt zu entwickeln. Der 2015er St. Joseph zeigt sich im Glas mit einem intensivem dunklem Rubinrot. In der Nase ist er jetzt schon recht komplex, dominierend von dunklen Beeren, Schwarzkirsche als auch kräutrigen und floralen Aromen von Rosmarin und Veilchen. Am Gaumen brillieren nicht nur die oben genannten Aromen: So kommen nun auch Würze in Form von weissem Pfeffer als auch eine leichte Kühle hinzu, die etwas ätherisches hat und dem Syrah eine fast burgundische Eleganz verleiht.

Das Glas
Passend hierzu empfehle ich das Spiegelau Rotweinglas aus der Willsberger Anniversary Serie. Dies ist nicht nur in seiner Haptik wunderbar angenehm sondern gibt dem Wein auch noch den nötigen Platz im Glas um sich komplett entfalten zu können.

Das Essen
Da dieser Wein ganz klar ein kräftiger aber genauso jedoch ein sehr eleganter Mitspieler ist, würde ich mir einen Wildhasen mit kräftiger Rotweinjus und Steinpilzen dazu wünschen!

 


 

Weintipp Oktober 2018


Weintipp von Annette Schwarz

Der Weintipp für Oktober von Annette Schwarz,
Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen

Annette Schwarz ist Sommelière und Betriebsleitung der Schloss Burg Gastronomiekultur in Solingen. Sie machte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hotel Altenberger Hof in Odenthal, wo der Weinvirus sie infizierte. Nach der Ausbildung blieb sie noch ein Jahr im Betrieb und widmete sich hauptsächlich dem Weinkeller. Als nächste Station folgte das Restaurant Schützenhaus in Remscheid, und dann die Gastronomie in Schloss Burg. Im Juni 2014 legte sie die Prüfung zur IHK geprüften Sommelière ab.

Empfehlung
2016 „Chaiselongue“ Blauer Spätburgunder Rosé, QbA trocken, Weinhaus Bettina Schumann aus Bahlingen am Kaiserstuhl

Die Winzerin/Das Weinhaus
Die aus Berlin stammende Betty Schumann studierte Weinbau & Önologie in Geisenheim, danach trat Sie im Weingut Zimmerlin eine Stelle als Betriebsleitung an. Ihr erstes eigenes Projekt verwirklichte Sie 2010 mit Ralp Rophol das Weinhaus Raabe, ein „Garagen Weingut“ welches sich Burgunder Weine aus Alten Reben widmet. Der nächste Schritt war 2015 zu was ganz Eigenem, dem Weinhaus Bettina Schumann, mit dem Sie auch direkt 2015 Ihren ersten Jahrgang veröffentlichte.

Der Wein
Aus stark selektionierter und Ertragsreduzierter Einzellage, 4 Tage Maischestandzeit, 100 % spontan im neuen Barrique Fass vergoren und dann unfiltriert abgefüllt. Gibt es nur in Magnumflaschen.
Der Wein präsentiert im Glas ein brillantes, dunkles Lachsrosa. Fruchtige Aromen von Sauerkirsche, Himbeere, reifer roter Johannisbeere und Orangenblüte finden sich, aber auch geröstete Haselnuss und Anklänge von Vanille. Mit etwas Sauerstoff entfalten Sich Noten wie Rosmarin, frischer Tannenharz und gemähtes Gras.
Am Gaumen finden wir einen schönen saftigen Wein mit einer feinen Säure die aber trotzdem präsent ist und dem Wein eine schöne Frische gibt. Er hat eine sehr gut eingebundene Tanninstruktur, die ihm schönen Grip am Gaumen gibt und sich gut mit der Säure ergänzt. Er ist sehr saftig mit leicht oxidativen Noten und einer guten Länge, die Fruchtaromen aus der Nase wirken am Gaumen etwas reifer als in der Nase.

Das Glas
Als Glas bevorzugt er eines mit einem großen Kelch (z.B. Spiegelau Style Ballon Glas) er braucht die zugeführte Luft und auch den Platz um alle sein Potenzial ausschöpfen zu können.

Das Essen
Auf der Haut gebratenes Skrei Filet auf Puylinsen mit BBQ Sud.

 


 

Weintipp September 2018


Weintipp von Susanne Platzer

Der Weintipp von Susanne Platzer – Culinarium Bavaricum, Vertriebsstratege & Marktanalythiker, Eventplaner, Blog-  und Onlinemarketing Spezialist, Weinakademiker & Sommelière

In meinem kulinarischen Netzwerk gibt’s großartige Weinverkostungen für die Weinfachleute und natürlich auch fürs Publikum, immer betreut von den besten Sommeliers der Stadt. Gebietsweinwerbungen und Winzergruppen nutzen diese Marktkompetenz und Netzwerke, um erfolgreich in den Schwerpunktmärkten anzukommen.

Die Weinregion
Immer ein großes Vergnügen für mich, die Fahrt über den Brenner ins Weinland Südtirol! Unter der Überschrift Up date traf die Sommelier Unions Reise mein Gefühl, mal wieder die Weine des südlichen Nachbarn probieren zu müssen.

Nicht zu diskutieren ist das gute Niveau der Südtiroler Genossenschaften, die, wegweisend auch für viele deutsche Winzergenossenschaften, eindrucksvoll vormachen, wie man statt Quantität Qualität von seinen Mitgliedern bekommt. Hoch auch der Preisrahmen, aber die Weine aus Südtirol sind dank des vorbildlichen Marketingkonzepts, unter dem eben nicht nur Wein sondern auch Spezialitäten, Hotels und Landschaften verkauft werden, sehr gut in den Märkten positioniert und nachgefragt.

Großartig waren für mich bei allen Verkostungen die älteren Weißweine, die in die Gläser kamen: Hohes Niveau zu behaupten ist eine Sache, mit lagerfähigen Weine dann aber auch den Beweis  anzutreten – das war einfach überzeugend.

Der Wein
Mein Favorit unter vielen: 2009 er Weißburgunder Reserva Vorberg von der Kellerei Terlan aus der Margnum mit leicht balsamischer Nase, etwas Bienenwachs, zarten Dörrobstanklängen gepaart mit einem ungeheuer saftigen Trinkfluß. Die zarten Bitternoten am Gaumen ergänzten einen festen Spannungsbogen, der mit feiner Samtigkeit endete. Ein großes Genussvergnügen mit Tiefgang und einer gewissen Ernsthaftigkeit.

 


 

Weintipp Mai 2018


Weintipp von Cathrin Trost

Der Weintipp von Cathrin Trost, Sommelière in Geisels Weingalerie und Geisels Vinothek, München

Nach Ihrer Ausbildung zur Restaurantfachfrau bei den Geisel Privathotels sammelte Cathrin Trost Ihre Erfahrungen zunächst in namhaften Adressen der Top- und Sternegastronomie wie Boettner´s Restaurant, schweiger² showroom * oder auch im Werneckhof **. Seit 2011 hat Sie Ihren festen Platz im Team der Geisels Weingalerie im Herzen Münchens. Um für jeden Einzelnen den passenden Tropfen zu empfehlen stehen Ihr mit mehr als 800 Positionen alle Möglichkeiten offen.

Die Weinempfehlung
2010 Brunello di Montalcino DOCG, Az. Agr. La Pieve, Castelnuovo dell`Abate

Das Weingut
Der ursprünglich zur ortsansässigen Abtei gehörende landwirtschaftliche Betrieb wurde 1986 von den jetzigen Eigentümern Bettina und Robert Baumann aus dem Nachlass der Gräfin Ciacci Piccolomini d´Aragona erworben. Das Podere La Pieve mit 0,3 ha war zu diesem Zeitpunkt eher als Feriensitz gedacht. Umgeben von Olivenbäumen, auf einer Höhe von 250-300 m üN in Süd-West-Ausrichtung gelegen wurde jedoch schon bald auch auf Anraten der Nachbarn damit begonnen Brunello-Klone neu zu pflanzen. Die in der Region typischen, steinigen Galestroböden, die damit einhergehende Drainage sowie eine stetige Durchlüftung der Rebzeilen sind ideale Voraussetzungen für kraftvolle, extraktreiche Weine.

Dies stellte sich als äußerst weitsichtig heraus, da die Qualität der zu Beginn kaum mehr als 1000 Flaschen von Anfang an für sich sprach und nicht nur die Familie, sondern bald auch schon Brunello-Liebhaber begeisterte. Im Zuge der Gebiets-Erweiterung für Brunello di Montalcino DOCG vergrößerten Bettina und Robert Baumann sodenn ihre Rebflächen um 1 ha.Heute produzieren sie auf einer Gesamtfläche von 1,7 ha hauptsächlich Brunello sowie je einen kleinen Teil Sangiovese St. Antimo DOC und Cabernet Sauvignon St. Antimo DOC.

Der Wein
Aufgrund der geringen Mengen werden die Trauben vor der Vermaischung per Hand selektiert. So kommen nur die besten Trauben in die Produktion. Traditionell in neuen 2000 Liter Eichenfässern ausgebaut (französische und österreichische Eiche) reift der Wein bis zur Marktfreigabe, im 5. Jahr nach der Ernte. Ohne Filtration abgefüllt weist der 2010 Brunello di Montalcino noch deutliches Sediment auf, daher empfiehlt sich das dekantieren vorab. Die Farbe zeigt ein sattes Rubinrot, sehr kompakt und schon beim Einschenken duftet der Wein herrlich nach lila Veilchen und satten roten Früchten. Süßholz und etwas Eukalyptus unterstreichen das Facetten-Reichtum dieses Weines. Am Gaumen zeigt er sich reich und voll, sehr konzentriert mit einer unglaublich gut eingebundenen Säure die sofort für Trinkfluss sorgt. Das reife, süße Tannin kleidet den Gaumen komplett aus wie ein verwobenes Tuch und vervollständigt dieses Geschmackserlebnis. Dank dem langen Finish bleibt der Wein noch Minuten im Mund.

Das Glas
Für eine optimale Belüftung des Brunello empfehle ich die Dekantierkaraffe Pisa. Sie liegt gut in der Hand und lässt sich für diesen Zweck optimal einsetzen. Um dem Wein genug Raum zu geben und zugleich zu verhindern, dass er schnell an Temperatur zulegt sollte das Glas nicht zu bauchig und nicht zu weit offen sein. Das Rotweinglas der Serie Authentis erfüllt dies meisterhaft.

Was gibt es zu essen?
Der Brunello glänzt zumeist als Essensbegleiter für charakterstarke und auch gern rustikale Gerichte wie Ochsenbackerl in Brunello-Jus mit Oliven-Risotto aber am Liebsten trinke ich ihn einfach zu Salumi, Prosciutto und Formaggio von meinem Lieblings-Italiener um die Ecke.

 


 

Weintipp März 2018


Weintipp von Manu Rosier

Der Weintipp von Emmanuel Rosier, Sommelier im „Schwein“, Berlin

Das Weingut
Chateau Thivin liegt im südlichen Teil des sog. „Crus du Beaujolais“ - in der Cote de Brouilly.
Die Geschichte des Weingutes beginnt im Jahre 1383. Zum ersten Mal erwähnenswert wurde das Weingut aber erst ab 1877, als Zaccharie Goeffray die Immobilie plus die weniger als 2 Hektar große Weinanbaufläche erstand - in einem Jahr, in dem die gesamte Region von Frost und Phylloxera heimgesucht wurde.

Sein Sohn Claude war es, der in den kommenden 17 Jahren das Weingut wieder aufbaute und erweiterte. Sein Schaffen war und ist auch die Grundlage des Weingutes, wie wir es bis heute kennen. Und nicht nur das, die Ur-Kreation der „Crus du Beaujolais“, die ihren Ursprung 1930 fanden, geht auch auf das Schaffen von Claude Goeffray zurück, deren Erhalt sich die gesamt Familie seither verschrieben hat.
Heute, nahezu 120 Jahre später, führt wieder ein Claude Geoffray das Weingut in der mittlerweile 5. Familien-Generation.
 
Wie der Name schon sagt, kommen die Weine der „Cote de Brouilly“ ausschließlich aus den Steillagen des Mont Brouilly, ein Vulkangestein aus komplexen, lehmigen Blausteinböden.

Die Traube
Die Rebsorte Gamay Noir  hat die Eigenschaften früh auszutreiben und entsprechend früh geerntet werden zu können. Gamay ist eine Kreuzung aus Pinot Noir und Gouais Blanc, die bereits im 14. Jahrhundert angebaut wurde.

Der Wein
Die Cuvee Zaccharie ist zu 100% handgeerntet. Anders als die anderen Cote de Brouilly Weine diese Weingutes, die in 2000-4000 Liter Fässern 6-8 Monate lang reifen, wird die Cuvee Zaccharie 10-12 Monate in 228 Liter fassende Barriques Fässern ausgebaut, die nur 7 Mal verwendet werden.
Diese Cuvee ist eine Mischung aus dem besten des Weingutes: La Chapelle und Geoffroy.
 
Der Wein besitzt eine wunderschöne dunkle rote Farbe und einen sehr reifen, fruchtigen (Johannisbeeren, Schwarze Beeren), runden, würzigen und warmen Geschmack. Die Frische des Weines ist erstaunlich - selbst der Jahrgang 1989, den ich probiert habe, hatte eine tolle Frische in sich.

Das Glas
Spiegelau Authentis Burgundy - durch sein zeitlos geformtes Design, ist es genau das richtige Glas, um das Aromen Bouquet des Weines perfekt zu transportieren.

Was gibt es zu essen?
Gebratene Entenbrust mit Kirschen oder Feigen oder klassische französische Gerichte in einer cremigen Sosse wie zB Estragon Hühnchen oder Kidney-Bohnen in Senfsosse.

 


 

Weintipp Februar 2018


Weintipp von Maria Rehermann

Der Weintipp für Spiegelau von Maria Rehermann.

Ein paar mal durfte ich bereits das Weingut der Familie Hensel auf Odinstal, der gleichnamigen Anhöhe oberhalb von Wachenheim, besuchen. Und ein jedes Mal verzaubert es mich nicht zuletzt aufgrund der kompromisslosen Qualität der Weine. Andreas Schumann, der Betriebsleiter seit Stunde eins, lebt den ganzheitlichen Gedanken mit und für die Natur zu arbeiten. Das Versprechen zur Biodynamischen Bewirtschaftung ist von daher nur folgerichtig und konsequent.

Die Weinempfehlung
2010 Riesling Buntsandstein, Odinstal, Pfalz

Das Weingut
Das heutige Anwesen des Weingutes wurde Ende der 1990er Jahre durch Thomas und Ute Hensel erworben und seit dem aufwendig und nachhaltig restauriert. Das Weingut mit Familiensitz liegt auf einer Höhe von bis zu 350m und ist damit die höchste Einzellage der Mittelhaardt. Die dadurch bedingten etwas kühleren Temperaturen lassen die Trauben langsamer ausreifen. Die Weinberge sind umgeben von Wäldern und einzigartigen naturgeschützten Wiesen, die über einen besonderen Artenreichtum in Flora und Fauna verfügen.
Die Böden der Rebanlagen neben Basalt des anliegenden Pechsteinkopfes sehr vielseitig geprägt. Auch sind auf den 5ha bewirtschafteten Fläche Buntsandstein und Muschelkalk zu finden. Dies wird nicht nur namentlich durch die Abfüllung einzelner Parzellen der dominierenden Gesteinsarten widergespiegelt.

Der Wein
Der 2010 Riesling erscheint im Glas mit einer goldenen Farbausprägung, welche als erstes bereits auf einen gereiften Wein hinweisen lässt.
In der Nase überzeugt er bereits mit einer komplexen Aromatik von gelben Früchten wie reifem Apfel, Quitte und etwas Minze. Am Gaumen wird die bereits angesprochene Frucht Ausprägung von einer subtilen Säure getragen, die einen relativ frischen und langen Abgang beschert. Klassisch pfälzisch trocken präsentiert er sich, das aber wahnsinnig ausbalanciert bei gerade mal 12,5 % Alkohol Volumen. Da lässt das zweite Glas nicht allzu lange auf sich warten!

Das Glas
Für diesen nicht nur in seiner Struktur anspruchsvollen Wein, empfehle ich in der Tat das Spiegelau Hybrid Rotwein Magnum Glas, welches dem Wein genügend Platz gibt sich ganz entfalten zu können. So zeigt der Name der Serie bereits, dass es durchaus möglich ist komplexe Weissweine wie diesen Riesling, in einem vermeintlichen Rotweinglas brillieren zu lassen.

Was gibt es zu essen?
Kräftige Fischgerichte wie eine klassische Bouillabaisse beispielsweise oder aber gerne auch deftiges wie Käsespätzle, mit denen es dieser Riesling durchaus aufnehmen kann!




 

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